Samstag, April 17, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Café del Rey hochwertiger fairer und nachhaltiger Kaffee

Stellen Sie sich und das Start-up Café del Rey doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Florian Pfeifer, und ich bin einer der Gründer und Hauptverantwortlicher für die Idee, Café del Rey überhaupt ins Leben zu rufen. Als leidenschaftlicher Kaffeetrinker habe ich mir mit Café del Rey meinen Traum von gutem fairem Kaffee selbst erfüllt. Denn wir bieten hochwertigen direkt gehandelten und nachhaltigen Kaffee an. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Als ehemaliger Beamter wollte ich etwas verändern und nicht nur darüber reden. Nachhaltigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden waren schon immer essenzielle Themen für mich. Ich wollte etwas verändern und die Werte, die mir wichtig sind, mit einem für mich wichtigen Produkt verknüpfen. Da mein Partner bereits mehrere Jahre Erfahrung in der Unternehmensführung hatte, war klar: Wir können dies gemeinsam angehen und hier ein nachhaltiges Unternehmen, wozu wir auch stehen können, aufbauen. 

Welche Vision steckt hinter Café del Rey? 

Hochwertigen Kaffee anzubieten, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Bei uns soll der Kunde einen guten Kaffee genießen können ohne schlechtes Gewissen. Vor allem ist uns wichtig, dass wir wieder zu einem Punkt kommen, an dem jeder sich Zeit für den anderen nimmt. Nimm dir eine Tasse Kaffee, setz dich mit deiner Familie, deinen Liebsten und Freunden zusammen und genieße den Moment. Das kommt heutzutage leider oftmals zu kurz. Außerdem verfolgen wir das Ziel, jedem Kunden durch den Kauf unseres Kaffees den persönlichen CO -Fußabdruck zu reduzieren. Und durch die Integration unserer Stiftung, die sich gerade in Gründung befindet, stehen wir für Transparenz und Nachvollziehbarkeit. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die ersten 50.000 Euro haben wir noch selbst eingebracht, um jedoch weiter wachsen zu können, haben wir eine Finanzspritze unserer Hausbank benötigt. Von der Idee bis zum offiziellen Start war es ein langer und teilweise bürokratischer Weg. Die größten Herausforderungen waren etliche Behörden, mit denen wir zu tun hatten sowie die diversen Genehmigungen. Ein weiterer wichtiger Punkt war es natürlich, geeignete Partner zu finden und passende Farmer für unsere Kaffees. 

Wer ist die Zielgruppe von Café del Rey? 

Wir haben zum einen den Privatkonsumenten, der vor allem Wert auf Nachhaltigkeit und ein qualitativ hochwertiges Produkt legt – im Alter zwischen 30 und 70 Jahren. Dann haben wir noch die Firmenkunden, die Wert auf Nachhaltigkeit und soziales Engagement legen und ihren Mitarbeitern mit dem besonderen Kaffee auch etwas Gutes tun möchten. Und zu guter Letzt Gastronomen, die ihren Kunden das gewisse Extra bieten wollen. 

Was ist das Besondere an dem Kaffee? 

Alle Sorten sind hochwertige Hochlandkaffees, direkt gehandelt und mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung für die Bauern. Wir handeln fair, achten auf Nachhaltigkeit vom Anbaugebiet bis zum Kunden und sind sozial eingestellt. 

Woher stammt der Kaffee? 

Wir haben ganz unterschiedliche Anbaugebiete aus aller Welt im Sortiment. Dazu zählen Guatemala, Peru, Kolumbien, Brasilien und Indien. Wir sind auch auf der Suche nach weiteren Anbaugebieten und zuverlässigen Farmern, um unsere kleine „Familie zu erweitern. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Cafe del rey Kaffee

Wir sind ein Familienbetrieb und handeln auch so: Wir binden in alle unsere Produktionsschritte Menschen mit Handicap ein. Denn wir sehen uns als Unternehmen als Chancengeber und haben auch gewisse Verpflichtung gegenüber unseren Mitmenschen. Alle Merchandise-Produkte werden von der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e.V. hergestellt und auch die Verpackungen werden dort gelabelt. Unsere Kooperation wird zudem ständig angepasst. So wird seit Kurzem unser Kaffee von der Lebenshilfe abgefüllt, abgepackt und versendet. Für die Zukunft ist eine gemeinsame Rösterei in Planung. Wir wollen damit zeigen, dass Menschen mit Handicap völlig integrierbar sind. Wir haben es uns zum Ziel gemacht, die oft noch vorhandene Distanz zu Menschen mit Handicap zu minimieren. 

Des Weiteren sind wir gerade am Aufbau einer gemeinnützigen Stiftung. Pro Pfund verkauften Kaffees wandern 0,50 € in die Café del Rey Stiftung, um soziale Projekte, wie die Unterstützung von Menschen, die mit Altersarmut zu kämpfen haben, nachhaltiges Wirtschaften, Förderung von Nachhaltigkeit wie beispielsweise das Pflanzen von Bäumen zur CO -Kompensierung und vieles weitere zu unterstützen.

Und: Wir gehen auch keine Kompromisse ein, was das Thema Nachhaltigkeit betrifft. Wir liefern unsere Kaffeebohnen in kompostierbaren und aus nachwachsenden Ressourcen hergestellten Verpackungen, die den gleichen Aromaschutz garantieren wie herkömmliche Aluminiumverbundverpackungen. Auch unsere Versandkartons sind kompostierbar und bestehen aus erneuerbaren Rohstoffen. Bei jedem versendeten Paket wird von uns das entstehende CO2 durch zwei Projekte, die wir unterstützen, ausgeglichen. 

Café del Rey, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Unser Weg geht nun Schritt für Schritt über zum Aufbau einer eigenen Rösterei gemeinsam mit der Lebenshilfe. Hier werden wir weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung schaffen. Außerdem arbeiten wir an einem CO2 -kompensierenden Projekt und einem Versand mit wiederverwendbaren Materialien – hier wollen wir immer weiter entwickeln und optimieren. Ich sehe uns in 5 Jahren mit drei weiteren Coffee-Shops und einer zweiten Rösterei sowie dem Aufbau eines Franchisesystems. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen, klare Strukturen schaffen. Nicht gründen, um reich zu werden. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Florian Pfeifer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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