Pakete von der Couch aus verschicken

Kein Verpacken, kein Anstellen bei der Post – mit byrd wird das Versenden komfortabel

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen byrd doch kurz vor!
Angefangen hat das Ganze mit einem Problem das wir lösen wollten. Jeder kennt es: man muss etwas verschicken, hat kein Verpackungsmaterial zu Hause, und muss sich auch noch beim Schalter anstellen. Da haben wir uns gedacht: „Nach 250 Jahren Post muss es da doch eine bessere Lösung geben.“ Deswegen haben wir einen Service entwickelt, der es unseren Kunden ermöglicht, Gegenstände mit ein paar Klicks zu verschicken.
Auf Abruf holt ein byrd Kurier den gewünschten Gegenstand ab, wir verpacken und verschicken ihn zum günstigsten Preis. So sparen sich unsere Kunden den Weg zur Post und können direkt von ihrer Couch aus verschicken. Technisch gesehen sich wir also ein Logistikstartup, aber die Wahrheit ist dass wir einfach nur ein Problem lösen wollten das uns selbst genervt hat. Momentan sind wir im Beta-Modus und starten mit unserem Service in Wien. Anmeldungen zum Beta-Test sind auf https://getbyrd.com/jetzt-testen möglich.

Wie ist die Idee zu byrd entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee ist entstanden, als Alex, einer unserer Gründer, eine große Lampe von Wien nach Hamburg verschicken musste. Er wusste nicht, wie er sie am besten transportsicher verpackt. Er hat im Internet recherchiert und kein passendes Service gefunden. Daraufhin hat er sich kurzerhand entschlossen, einfach selbst eine Firma zu gründen, die sich um alles was zum Versand gehört, kümmert.
Kurze Zeit später hat er seinen Kollegen aus dem Ruderteam Christoph (COO) auf das Thema angesprochen. Der fand es spannend und hat die Idee noch am gleichen Tag seinem Kollegen vom Practical Robotics Institute Austria, Sebastian (CTO), vorgestellt. Kurze Zeit später kamen dann auch Petra (CMO) und Michael (Head of Sales) dazu.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Das Start-Up Leben ist sehr aufregend und ständig passiert etwas Neues. Das ist das, was wir am Start-Up lieben. Manchmal fühlt es sich aber auch an wie eine Achterbahnfahrt und das kann durchaus herausfordernd sein. Man hat oft sehr viele verschiedene Möglichkeiten und meistens nicht die Ressourcen allem nachzugehen. Man muss sich also für einen Weg entscheiden, richtig oder falsch wie in der Schule gibt es dabei einfach nicht. Das Schöne daran ist aber, dass man seinen Weg selbst bestimmen kann und damit komplette Freiheit hat.
Eine weitere Herausforderung ist sicherlich, jeden Tag Vollgas zu geben. Im Startup brennt oft etwas, jeder muss immer bereit sein einzuspringen und mitzuhelfen. Hat man etwas fertiggemacht, stehen oft schon drei neue Herausforderungen bereit. Wichtig ist es dabei eine gute Balance zu finden und sich manchmal auch einfach kurz Zeit zu nehmen um abzuschalten und durchzuatmen.
Wir arbeiten jetzt seit knapp 8 Monaten an byrd und haben uns bis jetzt aus eigenen Mitteln finanziert. Alex, der auch für das Fundraising bei byrd zuständig ist, hat in den letzten Monaten super Arbeit geleistet und deshalb sind wir momentan dabei unsere erste Finanzierungsrunde abzuschließen.

Wer ist die Zielgruppe von byrd?
Die byrd App ist perfekt für alle, die auf ebay, will haben, shpock, etsy oder anderen Plattformen Produkte verkaufen und sich keine Gedanken mehr über den Versand machen möchten. Der Service macht sicher auch das Leben für diejenigen einfacher, die viel online shoppen und Rücksendungen haben.
Zusätzlich haben wir eine byrd Web App entwickelt, die speziell für Geschäftskunden gemacht ist. Die Web Solution soll vor allem Online Shops das Leben erleichtern und ihnen die Aufgaben um den Versand abnehmen, damit sie sich wieder auf ihr Kerngeschäft fokussieren können.

Wie verschickt man über byrd Packete?
Ob Laptop, Sportschuhe oder Gitarre: bei uns verschickt man ganz unkompliziert, direkt von der Couch aus. Mithilfe der byrd App fotografiert unser Kunde seinen Gegenstand. Dieser wird von einem byrd Kurier abgeholt, im Lager verpackt und zum günstigsten Preis verschickt. Man spart sich somit Zeit, Geld und Nerven. Für diesen Komfort zahlt der Kunde EUR 4,90 plus Versand.
Geschäftskunden können zusätzlich ihre Online Shops direkt in die Web-App integrieren (5-10 min Aufwand). Damit werden alle für den Versand relevanten Daten direkt aus dem Webshop geholt und der Kunde braucht eigentlich nur noch auswählen, welche Gegenstände er gerne abgeholt haben möchte.

Was gibt es hinsichtlich Gewicht und Größe zu beachten?
Mit byrd kannst du so ziemlich alles verschicken, solange es nicht schwerer als 31,5 kg ist, die Seitenlänge 100cm nicht übersteigt und das Gurtmaß unter 300 cm liegt. Bei Gegenständen die größer oder schwerer sind, machen wir dir gerne ein individuelles Angebot.

byrd, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren möchten wir der neue Versandstandard sein. Wenn man etwas kaufen möchte, sucht man auf Amazon. Will man etwas verkaufen, stellt man es auf ebay. Will man etwas verschicken, verwendet man byrd.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
– Der erste Schritt ist der Schwierigste. Du hast eine Idee? Dann arbeite daran in der Freizeit, im Zug, am Abend. Nur darüber zu sprechen ist nicht genug.
– Niemand stiehlt dir deine Idee – Kommuniziere deine Idee mit so vielen Leuten wie möglich. Hole dir Feedback oder begeistere Andere deinem Team beizutreten.
– Alleine Gründen ist möglich aber extrem schwer. Suche dir ein kleines Team (2-3 Leute) in dem ihr euch gegenseitig ergänzt und motiviert.

Wir bedanken uns bei Petra Dobrocka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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