Immer wieder aufstehen und Kopf-Hoch!

Building Radar: Mit KI Technologie relevante Bauvorhaben früh identifizieren

Stellen Sie sich und das Startup Building Radar doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein Münchner Startup, das Informationen über zukünftige und/oder bereits angelaufene Bauprojekte in Echtzeit zur Verfügung stellt. Mit Hilfe modernster KI Technologie identifizieren wir so früh wie möglich relevante Bauvorhaben, sodass sich Vertriebsteams auf den Verkauf konzentrieren können, anstelle von Lead Generierung und Verifikation.

So haben unsere Kunden den Vorteil, so früh wie möglich über Aktivitäten in der Bauindustrie informiert zu werden. Das gibt ihnen die Möglichkeit, vor Wettbewerbern zu pitchen und erhöht die Chancen ein potenzielles Bauprojekt zu gewinnen.

Das Management Team von Building Radar besteht aus den drei Gründern Leopold Neuerburg, Paul Indinger und Raoul Friedrich.

2015 gründete Leopold (1990) zusammen mit Paul Building Radar. Zuvor hatte er unter anderem in Cambridge und an der LMU in München studiert. Vor Building Radar war er für Google tätig und Mitbegründer der NGO Digital Helpers und des Jungen Duisburg. Paul (1988) arbeitete dagegen über zwei Jahre lang als Berater mit dem Schwerpunkt Bauvertrieb in China und den USA. Er absolvierte erfolgreich das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der LSE in London, an der LMU, der Zhejiang University und Hubei University. 2015 stieß Raoul Friedrich (*1991) als Mitgründer zu Building Radar und ist als CPO tätig. Zuvor studierte er Informatik an der TUM und Carnegie Mellon sowie Technology Management am CDTM. Vor Building Radar hat Raoul die Canoco GmbH gegründet, eine kleine Softwareschmiede im Bereich App Entwicklung, Datenanalyse sowie Machine Learning. Ihr bekanntestes Produkt ist die App „DB Mitfahrer“.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Raoul:
Ich wollte immer schon selbst etwas aufbauen. Wobei das immer eine sehr unkonkrete Vorstellung war und ein Stück weit wie ein eher unrealistischer Traum. Während meines Studiums wurde das Ganze dann aber immer konkreter und realistischer. Projekte wurden immer größer und die Gründung einer Firma schien irgendwann nicht mehr so kompliziert und unerreichbar. Vor allem das CDTM mit dem starken Fokus auf Entrepreneurship und dem großen Netzwerk in der Startup-Szene hatte eine extreme Vorbildwirkung und einen großen Einfluss auf mich.

Paul:
Ein Unternehmen zu gründen war mir immer zu viel Risiko. Da mich aber die Idee hinter Building Radar so stark fasziniert hat, habe ich alle Ratio bei Seite gelegt: Anstelle einen gut bezahlten, sicheren Job anzunehmen, folgte ich meinem Herz.

Leopold:
Ich habe schon immer großen Spaß daran gehabt eigene Projekte aufzubauen und unternehmerisch zu handeln.

Welche Vision steckt hinter Building Radar?

Wir wollen Vertriebsteams der Baubranche weltweit mittels technologiebasierten Lösungen zu ihrem höchstmöglichen Leistungsniveau und Expertise verhelfen. Und wir befähigen unsere Kunden mit einzigartigen Werkzeugen und Lösungen zur Orchestrierung ihres Vertriebsansatzes. Wir unterstützen sie bei der Lösung ihrer Herausforderungen mittels innovativer und intelligenter Services.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Paul:
Die größte Herausforderung ist, dass jedes Startup durch viele Hochs und Tiefs geht. In den Tiefs ist es extrem wichtig nicht den Glauben und die Überzeugung zu verlieren. Der Job als Gründer besteht zum großen Teil aus Überzeugen – man überzeugt Kunden, Investoren, Mitarbeiter, die eigene Familie (dass man so viel Zeit investiert). Wenn man da selbst nicht den Glauben an das Projekt hat, kann man es völlig vergessen. Doch bisher ist uns die Überzeugungsarbeit vor allem vor Investoren gelungen: Erst im September des vergangenen Jahres haben wir die Series-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

Leopold:
Priorisierung! Es gibt jeden Tag unheimlich viele unterschiedliche Projekte, auf die ich mich fokussieren kann. Hier immer das Richtige auszuwählen ist eine große Herausforderung, und kann im schlimmsten Fall zu Enttäuschungen bei Mitarbeitern führen. Es ist daher immer eine große Herausforderung hier richtig zu entscheiden und Verständnis zu schaffen.

Raoul: Kundenprobleme identifizieren und priorisieren.

Wer ist die Zielgruppe von Building Radar?

Es gibt viele Nutzergruppen, die von Building Radar profitieren. Theoretisch braucht jedes Unternehmen Building Radar, das Informationen zu geplanten Bauvorhaben benötigt. Sehr eng arbeiten wir natürlich mit Generalunternehmen zusammen, die besonders auf Informationen angewiesen sind. Diese müssen extrem früh von einem Bauvorhaben wissen, um ihre Leistung zu positionieren.

Darüber hinaus adressieren wir jedes Unternehmen, das an der Errichtung und Einrichtung eines Gebäudes beteiligt ist. Unsere Hauptkunden sind Unternehmen, deren Produkte oder Services in Gebäuden benötigt werden. Schauen Sie sich im Raum um, indem Sie gerade sind: vom Fußboden über Beleuchtung bis hin zum Putzdienst – die Hersteller dieser Produkte sind unsere Kunden. Diese warten nicht, bis ein Kunde sie anruft. Dank Building Radar finden sie pro-aktiv Bauvorhaben vor ihren Wettbewerbern, um ihr Produkt zuerst zu verkaufen. Building Radar erlaubt Kunden somit, neue Kunden zu gewinnen, Verkaufschancen zu bewerten und neue strategische Beziehungen zu entwickeln.

Wie funktioniert Building Radar? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Wettbewerber von Building Radar kommen aus dem analogen Zeitalter und bieten manuell recherchierte Informationen zu Bauprojekten an. So hat der größte deutsche Wettbewerber beispielsweise ein Rechercheteam von 145 Menschen. Durch Technologie kann Building Radar aktuellere, verifizierte und umfangreichere Daten mit sehr viel effizienteren Kostenstrukturen anbieten.

Die Dienstleistung bieten auch andere Anbieter in diversen Ländern an, allerdings evaluieren alle Marktbegleiter die Daten manuell statt maschinell. Dieser Ansatz ist gut, aber wesentlich schlechter skalierbar und die Informationen sind zum Teil wesentlich später verfügbar als bei uns. Wir decken Bauvorhaben weltweit ab und können unsere Leistungen zukünftig noch weiter ausbauen, dank der hohen Skalierbarkeit unserer Technologie.

Building Radar, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Lösung. Zudem werkeln wir an Add-Ons im Produkt, die unseren Kunden die Arbeit mit den durch uns gefundenen Projekten leichter macht und Aufgaben aus dem Vertriebsprozess übernehmen. Unsere Mission für die nächsten zehn Jahre ist, dass wir Unternehmen befähigen neue Umsatzchancen zu entdecken und durch digitale Werkzeuge umzusetzen.

Seit Mitte des Jahres sind wir im Gespräch mit den ersten Kunden aus Nordamerika. Seit 01.10.2019 sind wir im Rahmen des German Accelerator Programms für sechs Monate in den USA, um genau zu sein in New York. Dort werden wir weitere Kontakte knüpfen und an der Expansion arbeiten. Zudem haben wir seit sechs Monaten die ersten Kollegen für UK im Team. Nordamerika sowie UK sind besonders spannend, da unsere Lösung sehr gute Ergebnisse für den englischsprachigen Raum liefert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1) Teamwork makes the dream work
2) Fokus, Fokus, Fokus: entwickle ein Feature in dem du 10x besser bist als der Markt; erst dann arbeite an was weiteren
3) Immer wieder aufstehen und Kopf-Hoch! Start-Up ist oft hart, aber jede Achterbahn geht auch wieder steil nach oben!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Leopold Neuerburg, Paul Indinger und Raoul Friedrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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