Brew Dudes: erfrischendes Pale Ale

Brew Dudes  Craft Bier: Ein handwerklich hergestelltes, fruchtiges Pale Ale

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Brew Dudes doch kurz vor!
Wir sind die Brew Dudes, sieben Studenten im Masterstudiengang Marken- und Medienmanagement, kurz „M3ve“, an der Würzburger Hochschule für angewandte Wissenschaften. Wir vertreiben seit nunmehr einem Jahr unser eigenes Craft Bier: Ein handwerklich hergestelltes, fruchtiges Pale Ale.

Wie ist die Idee zu Brew Dudes entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ursprünglich entstand die Idee zur eigenen Marke aus dem Antrieb heraus, die Theorie im Studium in die Praxis umzusetzen. Wir konnten uns hier glücklich schätzen, dass wir bereits alle durch verschiedenste Praxisprojekte im Rahmen des Studiums sowie durch Praktika und andere Tätigkeiten Erfahrungen sammeln konnten. Brew Dudes war für uns von Anfang an ein echtes Herzensprojekt, in das wir gerne so viel Zeit wie möglich investierten. Soweit wir uns erinnern können kam uns die Idee zum eigentlichen Produkt, dem Craft Bier, an einem ganz gewöhnlichen gemeinsamen Abend in Würzburg – an dem selbstverständlich auch das ein oder andere Bier getestet wurde.Es ging dann alles doch relativ schnell, zwei passionierte Brauer von der Albertshöfer Sternbräu waren gefunden, das Etikett designt und die ersten Vertriebspartner akquiriert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Anfangs sicherlich die vielen administrativen Formalien samt Gesellschaftsvertrag, Gewerbeanmeldung und lebensmittelrechtlichen Vorgaben. Ende letzten Jahres stellten uns dann die maximal möglichen Produktions- und Lagerkapazitäten vor die bisher größte Herausforderung. Durch den Wechsel zum Brauhaus Binkert und neuen Lagermöglichkeiten konnten wir dies jedoch schnell lösen. Wir alle sprühen vor kreativen Ideen und jeder hat ein gewisses Spezialgebiet, dennoch mussten wir natürlich Zuständigkeiten und klare Prozesse festlegen, um das ganze Vorgehen strukturieren zu können. Finanziert haben wir uns ausschließlich über eigene Mittel aus anderen Nebenjobs und dem was einem Studenten monatlich zur Verfügung steht. Dennoch sind wir froh auf ein Netzwerk hilfsbereiter Partner zurückgreifen zu können, die uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Sogar etwas besser als wir es am Anfang gedacht hätten. Mittlerweile sind wir neben Würzburg in fünf weiteren Regionen bei über 25 Gastronomen und Händlern erhältlich. Insgesamt haben wir etwa 8.000 Liter Pale Ale in Brew Dudes Flaschen gefüllt und auch die finanziellen Ergebnisse entwickeln sich insbesondere aufgrund der höheren Ausbringungsmenge und Kostendegression sehr gut. Eine wichtige Kennzahl für uns sind auch die Erfolge im Internet, wie zum Beispiel unsere knapp 1.500 Fans auf Facebook.

Wer ist die Zielgruppe von Brew Dudes?
Unsere Zielgruppen unterteilen wir in Endverbraucher und gewerblichen Abnehmern. Bei der Endverbraucheransprache wird generell nicht zwischen den beiden Geschlechtern unterschieden, das Pale Ale schmeckt sowohl Frauen, Dudetten wie wir sie auch nennen, als auch Männern, den sogenannten Dudes. Aus Sicht Dudes und Dudetten werden primär probierfreudige und trendbewusste Studenten und Berufseinsteiger adressiert, die einen gewissen Wert auf Qualität legen. Restaurants, Bars, Messe- und Eventveranstalter sowie Händler gehören zu unseren Zielgruppen im Geschäftsbereich. Für uns ist dabei wichtig, dass wir sowohl Endverbraucher als auch unsere Vertriebspartner jederzeit authentisch und persönlich ansprechen und sich beide mit uns und der Marke Brew Dudes identifizieren können. Klar, ist das nicht immer machbar, wir versuchen es aber soweit wie möglich umzusetzen und sind daher selber auf Messen präsent, stehen neben Verkaufsregalen oder trinken unser Pale Ale am Mainufer.

Wo liegt der Unterschied von Bier zu Craft Bier?
Generell liegt der Fokus des Craft Biers stärker auf dem Handwerk der Braukunst und Qualität vor Quantität. Wie auch bei uns werden primär kleinere Mengen mit umso größerer Experimentierfreude eingebraut. So kommen beispielsweise mehrere verschiedene Malz- und Hopfensorten zum Einsatz – bei unserem Pale Ale sind es jeweils drei. Erreicht werden dadurch die unterschiedlichsten Geschmacksaromen, von fruchtig bis hin zu schokoladig. Welche Bierstile und Zutatenkombinationen am besten gefallen, ist aber absolute Geschmackssache. Wir empfehlen daher beim nächsten Supermarkt-, Craft-Bier-Handel- oder Restaurantbesuch einfach ein paar Craft Biere in den Einkaufswagen zu legen und auszuprobieren.

Was ist das Besondere an dem Craft Bier von Brew Dudes?
Wir sind sehr stolz auf das großartige Rezept unserer Brauer und den typisch erfrischend fruchtigen Geschmack unseres Pale Ales. Wir bezeichnen es gerne, auch aufgrund der moderaten Bittere, als ideales Craft Bier für Einsteiger. Von außen ist unsere Flasche vor allem am orangenen Logo, dem gleichfarbigen Kronkorken und den Konterfeis aller sieben Brew Dudes wiederzukennen. Jedes einzelne Etikett stempeln wir übrigens immer noch von Hand, unsere sogenannten Dude Packs (zwei Flaschen plus Aufkleber in einer schicken Geschenktüte) packen wir selber und in Würzburg liefern wir persönlich mit dem Fahrrad. Der handgemachte Charakter wird also auch nach dem Brauen fortgesetzt.

Wo wird Brew Dudes produziert?
In Oberfranken, genauer gesagt in Breitengüßbach bei Bamberg.

Brew Dudes, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Craft Bier ist auf dem deutschen Markt immer noch nicht überall angekommen, vor allem im Vergleich mit den USA, wo es Craft Bier nahezu an jeder Ecke zu kaufen gibt. Gerade das macht die Branche so spannend und wir sind froh diese in gewisser Weise mit prägen zu können. Grundsätzlich planen wir vor allem unsere Vertriebsaktivitäten weiter auszubauen, um weitere Orte in Deutschland vom Craft Bier und unserem Pale Ale zu überzeugen. Wo wir uns in fünf Jahren sehen, können und wollen wir noch gar nicht genau sagen. Uns geht es zurzeit vor allem um den Spaß und die Erfahrungen, die letztlich unbezahlbar sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Als junges Start-Up machen wir gerade selber unsere Erfahrungen und haben gar keine fachlichen Ratschläge. Ein paar Sachen haben wir dennoch schon gelernt: Niemals aufgeben, einfach weitermachen und dazu lernen, auch wenn es manchmal schwer ist. Es wird am Ende immer alle sgut! Wichtige Voraussetzung: alles muss Spaß machen, um 100% motiviert dahinter zu stehen. Ein Start-Up zu gründen, nur weil es einen Trend gibt, halten wir für nicht gerade sinnvoll!

Wir bedanken uns bei Till Pötting für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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