Work-Life-Balance: Nur wer immer wieder auf seine Gesundheit und sein Wohlbefinden achtet, kann einen Burnout vermeiden.

BOOST Thyroid Community für Menschen mit Hashimoto’s

Stellen Sie sich und das Startup BOOST Thyroid doch kurz unseren Lesern vor!

BOOST Thyroid ist eine App und eine Community für Menschen mit der Autoimmunerkrankung Hashimoto’s, welche zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Wir unterstützen unsere Nutzer mit wissenschaftlich-fundierten Informationen, stärken die Schilddrüsen-Community und entwickeln neue technologische Ansätze für gesundes Altern mit Hashimoto’s.

In unserer App können Nutzer ihre Symptome, Laborwerte, Medikation und Supplemente eintragen. Anhand ihrer Eingaben bekommen sie personalisierte Ratschläge und Informationen zu Gesundheit und Wohlbefinden und werden auf Gespräche mit ihrem Arzt vorbereitet. Außerdem können sie sich an unseren internen Forschungsvorhaben oder unseren Projekten mit akademischen Partnern, wie zum Beispiel der University of Oxford, University Lund oder der Charité Berlin beteiligen.

Ich selbst bin promovierte Immunologin und war bereits vor BOOST Thyroid viele Jahre in der Forschung und im Bereich Digital Health tätig. Meine Erfahrungen und Ergebnisse in der Forschung konnte ich bereits bei TEDx und WIRED Health vorstellen. Mit unserem Blog auf Medium bin ich dort zum Top Writer für Wissenschaft und Gesundheit geworden. Letztes Jahr wurde ich auf der „Nordic 100“ aufgeführt, einer Liste der einflussreichsten Personen in der Nordischen Tech Szene.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Dies hat ganz persönliche Gründe. Ich bin selbst von Hashimoto’s betroffen und habe nichts gefunden, was mir sowohl als Forscherin als auch als Patientin weiterhilft.

Als Forscherin brauchte ich ein Werkzeug, mit dem ich Forschung beschleunigen kann, um schneller Antworten auf dringend benötigte Fragen zu bekommen. Mit diesen Antworten sollen Betroffene gesünder leben können und proaktiv den Verlauf der Krankheit beeinflussen.

Als Patientin suchte ich eine App, mit der ich meine Symptome und Laborwerte tracken kann, die mich daran erinnert meine Medikamente zu nehmen und die meine Daten für die persönliche Gesundheitsvorsorge und zu Forschungszwecken auswertet. Dies benötigen Patienten, um zu verstehen wie Änderungen des persönlichen Lebenswandels sich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken.

Und weil es dies alles nicht gab, haben wir unser eigenes Unternehmen gegründet.

Was war bei der Gründung von BOOST Thyroid die größte Herausforderung?

Für mich als nicht-gebürtige Deutsche war die Gründung in Deutschland und die damit verbundene deutsche Bürokratie die größte Hürde. Dies alles hat mich viel zu viel Zeit und Geld gekostet.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Frühe Perfektion hat wenig Wert. Bedingungen ändern sich ständig und was zuerst perfekt war, wird dies nicht auf lange Zeit bleiben. Der beste Ansatz zum Überleben ist eine Idee immer wieder neu zu testen und immer wieder anzupassen bis sie funktioniert. Danach kann sie nur noch besser werden.

Welche Vision steckt hinter BOOST Thyroid?

Es ist unser Ziel, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen ein gesundes, langes und erfülltes Leben haben. Patienten von Hashimoto’s möchten wir mittels Wissenschaft, Technologie und unserer Community zu gesunden Lebensgewohnheiten inspirieren und ihnen so persönliches Wohlbefinden und gesundes Altern ermöglichen.

Wer ist die Zielgruppe von BOOST Thyroid?

Jeder Mensch mit einer Autoimmunerkrankung, welche die Schilddrüse beeinträchtigt. Dies sind ungefähr 200 Millionen Betroffene weltweit.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Team hat all seine Erfahrungen in Wissenschaft, Medizin, Machine Learning und Design sowie unser tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von Patienten in unsere App einfließen lassen. Das Ergebnis ist in dieser Form einzigartig und ganz besonders empathisch.

BOOST Thyroid, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden die Künstliche Intelligenz in unserer App kontinuierlich weiterentwickeln, so dass wir Menschen minimal-invasiv helfen gesund zu bleiben. Anhand unserer Daten werden Ärzte schneller passende Diagnosen stellen und für jeden Patienten die bestmögliche Therapie verschreiben können. Außerdem werden unsere Daten fortlaufend zur Forschung und Bewertung neuer Behandlungen genutzt. In fünf Jahren werden wir damit eine App haben, mit der allen Patienten und ihrem ganz persönlichen Krankheitsverlauf geholfen wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1.     Durchhaltevermögen: An manchen Tagen scheint nichts zu funktionieren und stündlich gibt es neue Probleme. Solche Phasen gibt es, aber sie gehen vorüber.  

2.     Fokus: Um zu liefern, wenn es darauf ankommt, muss man sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren und seine Energie nicht anderswo verschwenden.

3.     Work-Life-Balance: Nur wer immer wieder auf seine Gesundheit und sein Wohlbefinden achtet, kann einen Burnout vermeiden.  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Vedrana Högqvist Tabor für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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