Baue was Kunden wollen ohne dabei deine Vision aus den Augen zu verlieren

Bohème neue spannende Stories und coole neue Locations entdecken

Stellen Sie sich und das Startup Bohème doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Mohsen, Vincenzo und Amadeo, die Gründer von Bohème. Bis zur Gründung hatten wir mit der Medienbranche eigentlich nicht recht viel zu tun. Aber die Vision das Wiener Kaffeehaus mit seiner Lesekultur zu digitalisieren und dafür eine App zu bauen, damit Menschen an Orten kostenlos und digital, Qualitäts-Journalismus genießen können hat uns einfach gepackt.

Wie ist die Idee zu Bohème entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee ist damals im Wiener Kaffeehaus entstanden. Kaffee und guter Journalismus gehören einfach zusammen. Uns fiel nämlich auf das selbst im klassischen Wiener Kaffeehaus, in dem es eine enorm große Auswahl an Tageszeitungen und Magazinen gibt, immer mehr Leute das Smartphone in der Hand haben. Das gilt natürlich für die anderen Cafés um so mehr. Da war uns auch das große potential das darin steckt klar. Deshalb gründeten Mohsen und ich. Vincenzo ein guter Freund von uns kam dann später hinzu um uns im Kaufmännisch zu unterstützen. Uns verbindet alle eine gemeinsame Freundschaft und unsere verschiedenen beruflichen Erfahrungen ergänzen sich enorm gut im Team.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war anfangs Medienpartner und Verlage für eine Partnerschaft zu gewinnen. So unerfahren wie wir in der Branche waren hatten wir das ein wenig zu euphorisch eingeschätzt. Wir dachten da gerade Medien gerne über Innovation berichten müssten sie ja auch offen und viel schneller im mit neuen Lösungen der Digitalisierung umgehen. Rückblickend ist uns nun schon klar das die etablierten Publisher auch große Organisationen sind und die dinge einfach Unternehmerischen Entscheidungsprozessen unterliegen.

Heute aber im Vergleich zu am Anfang der Gründung ist, dass wir bei Verlagen zumindest viel schneller Interesse wecken können. Neue Verlage kommen inzwischen auf uns zu. Auch werden wir von unseren Medienpartner als Partner in Sachen Location-Based Services wahrgenommen und bekommen bspw. immer mehr Anfragen wie man denn die Aufmerksamkeit seiner Publikation in Locations steigern kann.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir waren bei einigen großartigen Startup Incubatoren und Acceleratoren mit dabei. So haben wir am Anfang im Media Lab Bayern uns selbst als Gründer weiterentwickelt und eine Menge Know-How und Insights aus der Medienbranche nachgeholt. Im Google Launchpad Accelerator haben wir eine Menge über Tech-Themen gelernt und in der Münchner Startup-Schmiede der Ludwig-Maximilians- Universität, dem LMU Entrepreneurship Center haben wir unser Startup zu einem guten Product-Marketfit gebracht und sind gut unterwegs was Neu-Kunden Gewinnung angeht. Wir gewinnen immer mehr der trendigsten Cafés und Gastronomie in München hinzu. Wir konnten nach einem Pilot-Projekt sogar eine Regional Tochter der Deutschen Bahn als Kunden gewinnen und entwickeln gemeinsam mit der Südostbayernbahn weitere Features für deren Pendler.

Das Verständnis für digitalen Kundenservice wächst und davon profitieren unsere Kunden, unsere User und unsere Medienpartner.
Auch München und die Startup-Szene entwickeln sich enorm gut. Die Unterstützung von anderen Startups und sogar der Stadt München, mit dem Kompetenzteam für Kultur- und Kreativwirtschaft ist großartig. Das kommt natürlich auch unserer Entwicklung als Startup entgegen und wir schaffen viele neue Werte gemeinsam mit unseren Partnern.

Wer ist die Zielgruppe von Bohème?
Hier müssen wir unterscheiden zwischen unseren Kunden, die angesagte Cafés, Hotels, Frisör-Boutiquen sind die das Potential von digitalen Service für Gäste erkannt haben und den Gästen die den Service kostenlos auf der Boheme-App nutzen und viele neuen spannende Stories bequem entdecken.
Mit der App wollen wir auf jeden Fall Menschen erreichen, die auch in ihrem Medienkonsum ein gewisses Qualitätsbewusstsein haben und dabei sich ihre Neugier auf spannende neue Themen erhalten haben. Diesen Menschen wollen wir die aktuellsten Themen und viele inspirierende Stories der Publisher näher bringen.

Wie funktioniert Bohème?
Für den Boheme-App-Nutzer und für unsere Kunden eigentlich ganz einfach.
Die Bohème App ist kostenlos. Und weil uns selbst bei anderen Apps das ständige Profil anlegen und Email Adresse hinterlegen nervt – haben wir darauf in unserer App verzichtet. Wenn ich mal nicht für meine Lieblingszeitschrift zahlen will, geh ich einfach in das nächste Café, welches zu unseren Bohème Partnern gehört. Dort zahlt unser Kunde – sprich das Café – dann dafür das ich kostenlos lesen kann, solange ich in der Location bin. Ich bekomme neue spannende Stories und entdecke auch noch eine coole neue Location.

Welche Vorteile bietet Boheme?
Ganz klar, für unsere User ist die App kostenlos. Und unsere User entdecken die spannendsten Stories aus Inhalten für die sie sonst hätte zahlen müssen.
Und für unsere Kunden ist das potential der Smartphone Nutzer gigantisch. Egal ob Café, Hotel, der coole Frisörsalon oder die Arztpraxis. Alle bieten ihren Gästen einen zeitgemäßen digitalen Service und erreichen ihre Gäste mit eigenen Stories und Angeboten.

Bohème, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren sehen wir uns als eine App die Menschen informiert, unterhält und vor allem inspiriert. Man entdeckt wirklich gute und lesenswerte Stories in der App, egal ob im Café oder in der Bahn auf dem Weg ins Büro. Das Bohème Angebot soll bis dahin international verfügbar sein. Internationale Magazine und viele weitere Locations wie in Paris, London, Rom, stehen auf dem Plan. Aber ein echtes Herzens-Projekt von uns ist das wir in Wien das Kaffeehaus erobern!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Bau dir ein gutes Team mit denen du Spaß hast neues zu entwickeln.
2. Sprich von Anfang an mit potentiellen Kunden oder Nutzern deiner Lösung und höre vor allem zu um zu lernen.
3. Baue was Kunden wollen ohne dabei deine Vision aus den Augen zu verlieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Mohsen, Vincenzo und Amadeo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X