Glaubt an euch und eure Fähigkeiten!

Bodyguard sportliche Wäsche-, Fitness- und Beachwear-Kollektion

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Bodyguard doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Monika Schulz-Wagner, ich bin Modedesignerin und Mutter dreier Kinder zwischen 19 und 23. Hinter Bodyguard verbirgt sich eine sehr sportliche Wäsche-, Fitness- und Beachwear-Kollektion, die sowohl modisch, als auch nachhaltig ist.

BodyguardWarum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Ursprünglich habe ich das Label bereits in den Neunzigern gegründet. Bedingt durch die Geburt meiner Kinder gab ich meine Kollektion auf. Letztlich waren es dann aber die Kinder, die mich ermuntert haben sie wieder aufzunehmen.
Damals wie heute war mein Entschluss zur Selbstständigkeit mein Bedürfnis, Dinge zu gestalten und Neues zu schaffen, gleichzeitig dabei unabhängig zu bleiben, ohne sich dem Geschmack eines Managements unterordnen zu müssen.

Was waren bei der Gründung Ihres Unternehmens die größten Herausforderungen?
Die größte Herausforderung birgt die Tatsache, dass vom Entwurf bis zum Endprodukt, aber auch Büroorganisation, Internetpräsenz, Social Media und PR alles in meiner Hand liegt. Auf der einen Seite, weil ich als Dipl. Modegrafikerin und Modedesigner von einigen Dingen, wie Steuern, Erstellen eines Webshops oder Pressetextes keine Ahnung hatte, auf der anderen Seite auch da ohne effektives Zeitmanagement Familie und Privates komplett auf der Strecke bliebe.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten das schaffen wir nicht?
Natürlich gibt es immer wieder Rückschläge und man denkt, was mache ich hier eigentlich, wie soll ich das schaffen. Aber es liegt nicht in meiner Natur zu resignieren, im Gegenteil: in solchen Situationen formt sich in mir immer der Gedanke – jetzt erst recht! Gleichzeitig habe ich aber auch gelernt, um Hilfe zu bitten.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Mit Sicherheit und nur so. Die Kunst ist, sich seine Aufgaben oder auch Ziele so zu stecken, dass sie immer etwas über dem Machbaren liegen. Nichts ist langweiliger, als Aufgaben, die einen unterfordern und nichts frustrierender, als andauernd unmöglich zu erreichenden Zielen nachzulaufen.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Das denke ich schon. Perfektion liegt ja immer im Auge des Betrachters. Wenn man seine Ansprüche hoch ansetzt, wird es immer Punkte geben, die noch verbessert werden können.

Wer ist die Zielgruppe von Bodyguard?
Sportliche, modische, selbstbewusste Frauen, die auch auf Nachhaltigkeit Wert legen.

Aus welchem Material ist die Kleidung von Bodyguard?
Die Wäsche ist aus natürlichen Materialien wie Baumwolle und Modal. Wobei der Modalanteil den Teilen einen besonders weichen Griff verleiht, sie aber gleichzeitig auch reißfester und formstabil macht. Zudem haben sie eine hohe Saugfähigkeit, was bei sportlicher Wäsche besonders wichtig ist.
Generell versuchen wir unsere Kollektion aus natürlichen Materialien zu fertigen. Da dies in der Beachline aber nicht möglich ist, haben wir hier einen Stoff eingesetzt, der aus einer 100%ig recycelter Polyamid-Faser besteht. Für ihre Herstellung werden alte, aus den Meeren geborgene, verwaiste Fischernetze, sogenannte Geisternetze, verwendet. Dennoch erfüllt das Material alle modernen Ansprüche, wie UV-, Chlor- und Salzwasserbeständigkeit.

Was ist das Besondere an der Kleidung?
Das Besondere liegt im Gesamtkonzept. Eine modische Kollektion, die Spaß an der Mode vermittelt, die Stärke und das Selbstbewusstsein der Trägerin unterstreicht und trotzdem ökologisch und nachhaltig ist.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist bisher überaus positiv, deshalb werde ich die Fitnessline und im nächsten Frühjahr auch die Beachline weiter ausbauen.

Bodyguard, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Erweiterung der Produktpalette, aber natürlich auch Wachstum durch Umsatzsteigerung und neue Mitarbeiter. Gleichzeitig möchte ich aber auch etwas bewegen und mich mit dem Slogan #beyour own bodyguard für die Rechte der Frauen einsetzen.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
– Glaubt an euch und eure Fähigkeiten.
– Verfolgt euer Ziel konsequent, aber nicht stur, d.h. bleibt offen und flexibel für nötige
Veränderungen.
– Baut euch ein Netzwerk sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich auf.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Monika Schulz-Wagner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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