Wenn man von der Lösung überzeugt ist – U M S E T Z E N!

Blumatix Entwicklung von Lösungen basierend auf Machine Learning

Stellen Sie sich und das Startup Blumatix  doch kurz unseren Lesern vor!
Die Blumatix Consulting GmbH wurde 2016 in Salzburg gegründet. Gesellschafter sind vier erfahrene Software-Ingenieure. Mittlerweile sind 10 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Lösungen basierend auf Machine Learning.
Blumatix ist das Unternehmen hinter dem Blumatix Capture Service – einem Dienst zur vollautomatischen Erkennung von Rechnungsmerkmalen auf unstrukturierten Rechnungen.

Wie ist die Idee zum Blumatix Capture Service entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Seit Jahren stört uns, Monat für Monat beim Steuerberater für das Abtippen von unseren Eingangsrechnungen in das Buchhaltungssystem bezahlen zu müssen. Das Problem resultiert aus einer unüberschaubar großen Vielfalt an unterschiedlichen Rechnungslayouts. Bestehende Softwarelösungen liefern nur unbefriedigende Ergebnisse, was einen hohen Aufwand in der manuellen Nachkontrolle bedeutet. Zugleich lässt die vollstrukturierte elektronische Rechnung seit Jahren auf sich warten und hat sich bis heute nicht nennenswert durchgesetzt. Lediglich 6% der 16 Mrd. Rechnungen im B2B Bereich innerhalb der EU (Stand 2016) waren strukturiert, das bedeutet ca. 15 Mrd. Rechnungen mussten in irgendeiner Form manuell bearbeitet werden.

Durch unsere langjährige Beschäftigung mit dem Thema künstliche Intelligenz und Machine Learning entstand die Idee, dieses Problem mit einem völlig neuen Ansatz zu lösen: Einem selbstlernenden System, das anhand von Beispielrechnungen lernt anstatt programmiert zu werden. Der großen Vielfalt an Rechnungen ist damit am besten zu begegnen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Wir sind alle vier schon seit langen Jahren selbständig und haben auch in diversen früheren Projekten bereits zusammengearbeitet. Wir wussten also, dass wir gut miteinander können. Da war es naheliegend unsere Kompetenzen in einer gemeinsamen Firma zu bündeln. Den sicheren Hafen der Individualentwicklung verlassen und stattdessen ein skalierbares Produkt zu entwickeln war ein langer und wohl überlegter Schritt für uns.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir setzen seit unserer Gründung konsequent auf zwei Standbeine in unserem Unternehmen: Individualsoftwareentwicklung einerseits und Produktentwicklung andererseits. Durch die Individualentwicklung verdienen wir unmittelbar Geld. Damit können wir unsere Ausgaben decken und zugleich gemeinsam mit öffentlichen Fördergeldern die Entwicklung des Blumatix Capture Service finanzieren.Größte Herausforderungen gibt es viele.

Im Bereich der Entwicklung ist das wohl die hochkomplexe Extraktion von Artikelpositionen.Das Thema Finanzierung ist natürlich auch immer eine große Herausforderung. Wir sprechen mit unserem Blumatix Capture Service große Unternehmen an. Die Entscheidungswege dort sind lang und so kann vom Erstkontakt bis zu einem Auftrag schon mal ein Jahr vergehen. Das kann für ein Startup zu lange sein.

Wer ist die Zielgruppe von Blumatix?
Große Unternehmen mit mehr als 100.000 Eingangsrechnungen jährlich. Nach oben gibt es keine Grenze. Grundsätzlich gilt: Je mehr Rechnungen von unterschiedlichen Lieferanten ein Unternehmen bekommt, desto größer ist das Problem und desto höher ist der Wert unserer Lösung.
Beispiel: Porsche Informatik (Referenzkunde)

Wie funktioniert der Blumatix Capture Service?
Blumatix setzt Machine Learning für die Extraktion von Merkmalen ein. Es werden beim Maschine Learning Muster und Gesetzmäßigkeiten erkannt (und nicht „auswendig gelernt“) – und das ermöglicht im Gegensatz zu Systemen mit fixen Regeln oder vordefinierten Templates auch für unbekannte neue Rechnungen extrem hohe Erkennungsraten. Neue unbekannte Rechnungen müssen daher nicht extra gelernt werden.
Sowohl bei der Entwicklung als auch für das Hosting setzt Blumatix auf Standards, wie die Microsoft Plattform und setzen Tools wie die .Net Plattform, das ML Studio sowie die Azure Cloud ein. Die Unternehmensdaten des Blumatix Capture Service sind absolut sicher, da keine Rechnungsinhalte in die Cloud übertragen werden. Sie verbleiben komplett in der IT Infrastruktur der Kunden.

Welche Vorteile bietet Blumatix?
• Höchste Automatisierungsrate für die Verarbeitung von Eingangsrechnungen
• Niedrigste Setup- und Integrationskosten
• Kein Administrationsaufwand für neue Rechnungsformate
• Sofortige Nutzung neuer Rechnungsformate
• Höchste Erkennungsrate im Durchschnitt 95%
• Benchmarking von Referenzrechnungen zur Sicherstellung der Qualität

Wie ist das Feedback?
Am besten drückt das wohl der Kommentar eines Kunden nach einer gelungenen Präsentation aus. Zitat: „Sie haben mich begeistert.“

Blumatix, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision ist es, das beste am Markt befindliche System zur automatisierten Erkennung von Rechnungsmerkmalen aus unstrukturierten Rechnungen anzubieten, und damit die verbleibenden manuellen Tätigkeiten bei der Erfassung von Eingangsrechnungen auf ein Minimum zu reduzieren.
In fünf Jahren werden durch unser System EU-weit 1 Mrd. Rechnungen jährlich analysiert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Die Idee muss ausgereift und einfach sein. Komplizierte Ideen sind meistens zu wenig durchdacht. Frühzeitig mit allen möglichen Menschen darüber sprechen, dadurch ist man gezwungen die Idee zu schärfen!
• Das Produkt muss ein Problem am Markt lösen – und zwar besser und günstiger als der Mitbewerber das macht.
• Wenn man von der Lösung überzeugt ist –> U M S E T Z E N!

Weitere Informationen finden Sie hier

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X