Blue Chilli verbindet die lokale Gastronomie mit Unternehmen

Die nächstgelegenen Restaurants, Öffnungszeiten, spezielle Mittagsgerichte und exklusive Blue Chilli Angebote

Stellen Sie sich und Ihr Startup-Unternehmen Blue Chilli doch kurz vor!
Mein Name ist Shai Ron, ich bin 33 Jahre alt und bin CEO sowie Mitbegründer von Blue Chilli. Geboren und aufgewachsen bin ich in Israel, inzwischen wohne ich aber schon seit knapp fünf Jahren in München. Mit Blue Chilli haben mein Geschäftspartner Matan Sofer und ich ein Konzept nach Deutschland gebracht, das in Israel bereits sehr erfolgreich ist: eine digitale Lösung für die subventionierte Mittagspause.
Blue Chilli verbindet die lokale Gastronomie mit Unternehmen, die Ihren Mitarbeitern keine Kantine zur Verfügung stellen. Mit unserer interaktiven Lösung ermöglichen wir unseren Kunden nicht nur eine einfache und bargeldlose Abwicklung des Zahlungsprozesses, sondern begleiten Sie von Anfang bis Ende. Neben der Kontoübersicht finden die User über die Blue-Chilli-App die nächstgelegenen Restaurants und alle Details zu Öffnungszeiten, speziellen Mittagsgerichten und exklusiven Blue-Chilli-Angeboten.

Wie ist die Idee zu Blue Chilli entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammen gefunden?
Mein Geschäftspartner Matan Sofer und ich kennen einander seit 12 Jahren und haben bereits zusammen das Unternehmen „Bissim Patisserie LTD“ geführt. Privat wie geschäftlich sind wir ein gutes Team und ergänzen uns perfekt: Matan ist der Geerdete von uns beiden, ich bin eher der Visionär.
Die Idee von der subventionierten Mittagspause ist in Deutschland nicht neu. Die digitalisierte Variante existiert in Israel bereits seit 15 Jahren. Dort ist das Geschäftsmodell extrem erfolgreich. Es hat mich sehr überrascht, dass es in Deutschland – abgesehen von der klassischen Kantine und den Restaurant-Schecks – keine etablierte digitale Lösung für das Thema Mittagspause gibt, vor allem bei Unternehmen. Nachdem wir den lokalen Markt betrachtet und analysiert hatten, konnten wir unser Konzept anpassen und genau auf die Bedürfnisse des deutschen Markts abstimmen.

Von der Idee bis zum Start – Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war definitiv das Einbrechen in den deutschen Markt. Wir haben enorme Ressourcen investiert, um unser Produkt an den lokalen Markt anzupassen und die lokale Denkweise zu verstehen.Das System der subventionierten Mittagspause funktioniert in Deutschland natürlich ganz anders als in Israel. Wir mussten uns mit den Hürden – insbesondere auf Arbeitgeber-Seite auseinandersetzen. Außerdem haben wir uns detailliert mit dem Thema Mittagspause in Deutschland beschäftigt. Was machen Arbeitnehmer normalerweise in ihrer Mittagspause? Ist ihnen eine ausgedehnte Pause mit einer vollwertigen Mahlzeit überhaupt wichtig? Nur so konnten wir sicher sein, dass unser Produkt auf dem deutschen Markt funktioniert.
Finanziert werden wir von unseren israelischen Investoren, die das Konzept bereits kennen und wissen, wie erfolgreich es in Israel ist. Sie glauben wie wir an das große Potential von Blue Chilli.

Wer ist die Zielgruppe von Blue Chilli?
Genau genommen hat Blue Chilli drei Zielgruppen: Unternehmen, deren Mitarbeiter und Restaurants. Ziel von Blue Chilli ist es, für alle eine WIN-WIN-WIN-Situation zu schaffen.
In erster Linie richten wir uns an Unternehmen, die ihren Mitarbeitern keine Möglichkeit für eine ausgewogene Mittagspause inklusive Mahlzeit zur Verfügung stellen können. Blue Chilli liefert hier nach dem altbewährten Prinzip der subventionierten Mittagspause eine Lösung, die zur Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter beiträgt.
Natürlich zählen auch die Mitarbeiter der Unternehmen zu unserer Zielgruppe. Spätestens seit Blue Chilli mit unserem B2C-Modell auch ohne den Arbeitgeber nutzbar ist, haben die Enduser zusätzlich an Bedeutung gewonnen.
Ohne unsere Partner-Restaurants würde unser Konzept nicht funktionieren. Deswegen sind wir ständig auf der Suche nach neuen Restaurants, die wir als Partner gewinnen können. Die Restaurants profitieren dabei von einem angeregten Mittagsgeschäft.

App RestaurantWie funktioniert die App?
Die App ist kinderleicht zu bedienen. Über ein ‚locationbasedsystem’ können die Nutzer sehen, wo sie sind und welche Restaurants sich in ihrer Nähe befinden. Aktuelle Mittagsangebote und sonstige wichtige Informationen wie Öffnungszeiten, Telefonnummer oder das eigene Guthaben sind außerdem über die App abrufbar. Eine ‚smart searchengine’ filtert die gewünschten Informationen: so kann ich beispielsweise nach Restaurants in meiner Nähe suchen. Oder ich lasse mir nur italienische Restaurants anzeigen, wenn ich in meiner Pause Lust auf Pizza oder Pasta habe. Besonders stolz sind wir auf unser Bezahlmodell: das Zahlungsmodul ermöglicht eine bargeldlose Zahlung via Smartphone.

Mit welchen Partner-Restaurants arbeiten Sie zusammen?
Wir arbeiten zurzeit aktiv mit über 50 Partner-Restaurants in München zusammen. Bei der Auswahl der Restaurants legen wir hohen Wert auf Qualität. Aber natürlich ist uns auch eine gewisse Vielfalt in unserem Angebot wichtig. Deswegen zählen kleine Restaurants wie ‚Cafe Solo’ ebenso zu unseren Partnern wie große Franchise-Unternehmen wie ‚Gast’. Ob mexikanisch, orientalisch, asiatisch oder gutbürgerlich: wir sind laufend dabei, weitere Partner zu gewinnen und rechnen 2016 mit einem Zuwachs von ca. 150 Restaurants.

Welche Vorteile haben die Restaurants?
Die Restaurants profitieren zum einen von unserer Medienpräsenz. Während Restaurants die Möglichkeit haben, auf blue-chilli.de Fotos einzustellen und ihre Angebote selbst zu verwalten, machen wir insbesondere in sozialen Netzwerken auf die Angebote unserer Partner aufmerksam. Damit gewinnen sie an Sichtbarkeit.
Außerdem wird durch Blue Chilli das Mittagsgeschäft der Restaurants gefördert. Kollegen machen oft gemeinsam Mittagspause – mit Blue Chilli bekommen sie neue Anregungen und entdecken Restaurants, die sie noch gar nicht kennen. Und wenn es schmeckt, kommt man sicher wieder.

Blue Chilli, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sehen uns als einen Leader in dem Bereich Gastonomie-Digitalisierung in Deutschland. Um diese Position auszubauen und zu festigen, wollen wir unser Produkt ständig weiterentwickeln. Derzeit planen wir weitere Module wie beispielsweise ein Reservierungssystem, Lieferservices oder auch eine Chatfunktion für unsere App.
Ein großes Ziel ist es auch Blue Chilli in ganz Deutschland anzubieten. Gestartet haben wir in München, aber in fünf Jahren sehen wir uns auch in anderen deutschen Städten.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es gibt Tausende gute Ideen, aber wenige, die sie umsetzen können. Wenn Sie schon dabei sind, bleiben Sie dran!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Shai Ron für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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