Baue Vertrauen auf!

Blue Ben innovatives Modelabel das erste Produkt ist der Blue Sweater aus 100% Holzfasern

Stellen Sie sich und das Startup Blue Ben kurz unseren Lesern vor!
Blue Ben ist ein innovatives Modelabel, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, alternative Stoffe zu entwickeln, die nicht nur Wasser sparen und sondern sogar Wasser geben – in Form der Finanzierung von Wasseraufbereitungssystemen in den Ländern, die unter dem Fast Fashion Konsum besonders leiden. Wir wollen nicht ein neues Bewusstsein für die Nutzung von Ressourcen schaffen, daher haben wir uns radikal entschieden, komplett auf Baumwolle und synthetisch Fasern zu verzichten, um eine ganz neue Kategorie von Textilien zu kreieren:

Responsible Fashion statt Fair Fashion.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Ich finde es spannend, Probleme zu lösen. Davon gibt es in der Welt genügend und ich denke, dass das Unternehmertum ursprünglich dafür gedacht war, Lösungen für die Probleme unserer Gesellschaft anzugehen.

Welche Vision steckt hinter Blue Ben?
Eine neue Kategorie von Bekleidung zu etablieren – und andere Marken zu inspirieren, ebenfalls umzudenken und den Stoff aus 100 % Holzfaser über unsere NGO Drip by Drip zu beziehen. Der „Blue Sweater“ ist nur der Anfang, wir planen weitere Kleidungsstücke und die weltweit erste Kollektion, die Wasser spart, gibt und auf Baumwolle und synthetische Fasern verzichtet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Tatsächlich ist die ganze Realisierung unseres Projekts aufgrund der Neuartigkeit eine Herausforderung. Eine der größten dabei: Einen neuen Stoff zu entwickeln ohne Baumwolle und Polyester zu verwenden. Dann im nächsten Schritt einen Sweater zu kreieren, der auch komplett ohne diese Fasern auskommt und trotzdem höchsten Qualitätsansprüchen genügt. Vom Care Label bis zum Nähgarn ist alles biologisch abbaubar und zu 100% aus Holzfasern entwickelt, das gab es noch nie. Finanziert haben wir uns bisher durch Eigenkapital und eine Crowdfunding-Kampagne auf der deutschen Plattform Startnext.

Momentan läuft unsere zweite Kampagne, diesmal international auf Kickstarter.

Wer ist die Zielgruppe von Blue Ben?
Unsere Zielgruppe sind Menschen, die sich mit den Themen Umwelt und Mode gleichermaßen auseinandersetzen, die aktiv an unserer Gesellschaft mitgestalten wollen. Die Generation Y und die Millenials sind unsere Hauptzielgruppe, da sie die Zeichen der Zeit erkannt hat und ein Umdenken stattfindet: Wir wissen, dass wir nicht mehr auf Kosten anderer Leben wollen, aber wir wollen auch nicht auf Ästhetik verzichten.

Diese Ansprüche wollen wir mit unserem Label verbinden.

Aus welchem Material bestehen die Sweater? Wo kann man sie kaufen?
Das Grundmaterial der „Blue Sweater“ ist Buchenholz. Durch verschiedene chemische Prozesse entsteht daraus Modal, die Faser aus der unsere Sweater gestrickt werden. Der Clou daran ist, dass es bis jetzt keinen Sweater-Stoff aus 100% Holzfasern gab. Wir sind die ersten weltweit, die ihn erfolgreich entwickelt haben und nun auf dem Markt anbieten können. Erwerben kann man unsere Sweater aktuell über unsere zweite Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter, ab Februar 2019 aber auch in unserem eigenen Onlineshop.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback macht uns sehr glücklich und ist sehr positiv, denn die meisten Käufer können gar nicht glauben, dass so ein eleganter, weicher und angenehmer Stoff aus hartem Holz entstehen kann.

Die Weichheit ist mit der eines Kaschmirpullovers gleichzusetzen.

Blue Ben, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zunächst konzentrieren wir uns darauf, die Sweater-Kollektion auszuweiten und neue Schnitte und Farben anzubieten. Darüberhinaus werden wir zwei weitere innovative Stoffe entwickeln, die in die nächsten Sweater fließen werden. Welches Kleidungsstück danach kommt, entscheiden dann unsere Kunden!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Fang klein an. Ich habe Blue Ben mit zehn Newsletter-Abonnenten begonnen. Aktuell sind es 700. Mit einer Öffnungsrate von über 60%.
2. Baue Vertrauen auf. Egal was du aufbauen möchtest, ohne das Vertrauen deiner Zielgruppe gibt es keine Aufmerksamkeit und ohne Aufmerksamkeit keinen Erfolg.
3. Mach etwas Außergewöhnliches. Egal was du tust, es muss einen Aspekt beinhalten, den es noch nie gab. Alles andere wird in der Flut von Ideen und Produkten untergehen.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Ali Azimi für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X