Wenn du etwas machst, dann mach es gleich richtig

Blowglow zum Anrauchen der Shisha

Stellen Sie sich und das Produkt: Den Blowglow kurz unseren Lesern vor!

Hallo liebe Leserinnen und Leser, mein Name ist Luca Salini, ich bin 23 Jahre alt, studiere Wirtschaftsingenieurwesen und habe den Blowglow entwickelt. Der Blowglow ist ein Gerät zum Anrauchen der Shisha, durch ihn spart man Zeit und lästige Arbeit.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Der Wunsch einer selbstständigen Arbeit nachzugehen war schon immer sehr ausgeprägt bei mir. Mit 18 Jahren habe ich eine GbR zusammen mit einem Schulfreund gegründet und Gartenarbeiten im näheren Umkreis getätigt. Allerdings haben sich meine Interessen verschoben und so bin ich zu einem neuen Projekt gekommen.

Die Idee für den Blowglow schlummerte schon länger in mir, aber es hat das Wissen zur Umsetzung gefehlt. Durch mein Studium konnte ich die fehlenden Fähigkeiten und vor allem auch Möglichkeiten erlangen, wie z.B. Konstruieren mit CAD Programmen oder Prototypenbau mit einem 3D-Drucker. Nach der Erstellung eines funktionierenden Prototyps habe ich mich dazu entschieden das Produkt in Serie zu fertigen. Die Entscheidung zu gründen war also eher eine Konsequenz.

Welche Vision steckt hinter dem BlowGlow?

Dem Kunden einen Mehrwert bieten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Am Anfang der Entwicklung war ich nicht allein, es hat alles mit zwei Schulfreunden begonnen. Natürlich möchte man die Verantwortung für ein Unternehmen nicht allein tragen und bildet oftmals Teams, die keinem anderem Zweck dienen, als einer Gemeinschaft und der Abgabe von Verantwortung. Zum Glück kam die Trennung in einer frühen Phase, vor der Gründung, sodass wir heute immer noch sehr gut befreundet sind.

Nach der Trennung kam eine harte Zeit, in der ich vieles mit mir selbst ausmachen musste. Selbstständigkeit steht gesellschaftlich oftmals unter einem funkelnden Stern, der mit Reichtum und Freiheit assoziiert wird, allerdings kommt vor dieser Freiheit und dem Reichtum, sofern dieser denn überhaupt einmal eintritt, auch viel Leid, Ärger und Durchhaltevermögen.

Meine Finanzierungsmöglichkeiten waren begrenzt, was allerdings auch seine guten Seiten hatte. Ich konnte keine Umwege nehmen. Alles musste beim ersten Mal funktionieren und jedes Detail war wichtig, denn einen Fehler hätte ich ohne Kredit nicht ausbessern können. Natürlich ist der Druck dadurch gestiegen, aber ich war auch von Beginn an sehr gründlich.

Ein Investor war in der Gründungphase keine Option, da mir die Verantwortung eine Firma zu gründen zunächst einmal gereicht hat. Glücklicherweise sind mir keine groben Fehler unterlaufen, toi toi toi.

Wer ist die Zielgruppe vom BlowGlow?

Meine Zielgruppe sind junge Leute, die einen gewissen Luxus schätzen und bereit sind neue Dinge auszuprobieren.

Wie funktioniert der BlowGlow? Wo liegen die Vorteile?

Stellen Sie sich vor, Sie würden an einem kalten Wintermorgen in Ihr Auto steigen. Optimal wäre es doch jetzt, wenn der Innenraum schon warm wäre oder? Die Realität sieht allerdings anders aus: Sie fahren erst eine gewisse Zeit, bis der Motor warm wird und schließlich auch der Innenraum. Parallelen gibt es beim Shisha rauchen: Optimal wäre es, wenn man beim ersten Zug an der Shisha viel Geschmack und Rauch hätte, allerdings sieht die Wirklichkeit anders aus. Man muss erst dutzende Male an der Shisha ziehen, dadurch wird diese immer wärmer, bis man schließlich viel Rauch und viel Geschmack hat.

Für das Auto gibt es schon eine Lösung: Die Standheizung. Für die Shisha hingegen gab es mit dem bisher genutzten Staubsauger mehr ein Mittel zum Zweck, als eine Lösung. Tatsächlich ist die Saugkraft bei einem Staubsauger viel zu hoch und verbrennt den Tabak.

Der Blowglow wurde so konzipiert, dass er exakt die Saugkraft einer menschlichen Lunge imitiert. Dadurch verbrennt der Tabak nicht und die Shisha schmeckt, als wäre sie menschlich angeraucht worden. Dafür steckt man das Produkt mit seinem Ansaugstutzen auf die genormten Silikonschläuche und betätigt nur noch den Schalter. Der Rest ergibt sich von selbst.

Wie ist das Feedback?

Ich glaube in der heutigen Zeit sind keine negativen Feedbacks beinahe mehr wert als Positive und davon gab es keine. Durch den eher jungen Kundenkreis bekomme ich viele Nachrichten auf Instagram und werde gelegentlich auch in Stories erwähnt. Ich freue mich immer sehr, wenn Leute Gefallen an meinem Produkt finden und es in den sozialen Medien teilen. Über die Weihnachtsfeiertage haben mich mehrere Nachrichten erreicht. Meine Erfindung hatte es scheinbar unter den ein oder anderen Weihnachtsbaum geschafft hat, das hat mich sehr gefreut.

Blowglow, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den folgenden fünf Jahren soll die Produktpalette erweitert und verbessert werden. Die ein oder andere Idee liegt in der Schublade und wartet darauf ausgepackt zu werden. Aktuell sehe ich mich als Selbstständiger, in den kommenden fünf Jahren möchte ich den Sprung zum Unternehmer schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Wenn du etwas machst, dann mach es gleich richtig. Es gibt eine 80-zu-20-Regel auch Paretoprinzip genannt. 80% Prozent der Arbeit nehmen 20% deiner Zeit ein und die letzten 20% der Arbeit nehmen 80% deiner Zeit ein. Das ist wie damals in der Schule: Für eine Drei lernt man ein bisschen, für eine Eins muss man mehr als das Doppelte investieren.
  2. Die Verlockung etwas mit Freunden zu gründen ist groß und eventuell auch manchmal genau das Richtige. Allerdings ist es sehr wichtig, dass die Kompetenzen eines jeden Einzelnen zur Realisierung der Idee beitragen.
  3. Andere Meinungen und Vorschläge sind unverzichtbar. Ich hatte das Glück bei der Entwicklung durch Prof. Dr. Jan T. Sehrt unterstützt zu werden und später durch das Entrepreneurship Zentrum Witten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Luca Salini das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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