Samstag, Januar 29, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

BitsForDigits ist eine Plattform, die es Gründern profitabler Internetfirmen erlaubt Anteile an ihrem Business an Investoren zu verkaufen.

Stellen Sie sich und das Startup BitsForDigits doch kurz unseren Lesern vor!

BitsForDigits ist eine Plattform, die es Gründern profitabler Internetfirmen erlaubt Anteile an ihrem Business an Investoren zu verkaufen. Dies sind sogenannte Partial Buyouts oder Partial Exits. 

Hinter BitsForDigits stehen wir, Jan-Philipp Peters und Laurits Just. Wir haben uns während des Studiums in Dänemark kennengelernt. Nach der Uni ist Jan-Philipp nach Irland gezogen um für Facebook und dann Google zu arbeiten, während Laurits einige Jahre bei BlackRock in London verbrachte. 2021 war das Jahr in dem wir uns entschlossen haben, unsere Jobs zu kündigen um dieser Idee nachzugehen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es war nie einfacher ein Internetbusiness zu gründen durch Entwicklungen wie die No Code Revolution oder Plattformen wie Shopify. Die Einstiegsbarrieren wurden also durch Technologieprodukte und Innovation enorm gesenkt. Allerdings hat der Finanzmarkt hier komplett den Anschluss verpasst um diese neue Art an kleinen und mittelständischen Unternehmen richtig zu bedienen. Das sah für uns nach einer enormen Marktlücke aus. Dazu haben uns Markplatzplattformen schon immer fasziniert und wir sind überzeugt, dass dies der perfekte User Case für dieses Problem ist.

Welche Vision steckt hinter BitsForDigits?

Viele bootstrapped Gründer leiden unter dem Druck, dass ihr gesamtes Vermögen in ihrem Unternehmen gebunden ist. Das ist ein enormes Risiko, das einige dazu treibt ihr Business frühzeitig zu verkaufen. Wir wollen jedem Gründer die Chance geben ein paar Chips vom Tisch zu nehmen damit sie ihre Firma ohne Bedenken weiterführen können. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war das bauen der Plattform. Wir als zwei Gründer ohne jegliche Hilfe haben sicher anderthalb Monate gebraucht um die wichtigsten Features live zu bekommen. Eine weitere Herausforderung ist Gründer über das Konzept des Partial Exits zu unterrichten. Bis jetzt sind mit dieser Option noch nicht viele Vertraut und das müssen wir ändern. Wir sind gebootstrappt und suchen aktuell auch nicht nach Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von BitsForDigits?

Auf der einen Seite haben wir Gründer profitabler Internetfirmen. Beispiele hierzu sind SaaS Businesses, eCommerce Shops, Apps, Blogs und so weiter. Auf der anderen Seite haben wir Investoren. Diese sind aktuell meist kleine Private Equity Firmen, Business Angels, aber auch einige Strategic Buyer. 

Wie funktioniert BitsForDigits? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

BitsForDigits funktioniert so, dass sich Gründer und Investoren auf unser Plattform kostenlos und anonym anmelden können. Gründer erstellen ein Business Listing ihres Unternehmens, also geben sie Informationen zu ihrem Unternehmen wie ihr Business Model, Profite, Anzahl der Kunden, eine ungefähre Beschreibung des Geschäfts und so weiter. Investoren hingegeben erstellen ein Profil in dem sie vor allem vorstellen an was für Internetfirmen sie interessiert sind.

Wir überprüfen jedes Investorenprofil und Business Listing um sicherzustellen dass jeder auch die Person ist, die er behauptet zu sein. Nach der Verifizierung kann man sich dann mit anderen auf der Plattform austauschen. Zum Beispiel kann ein PE auf ein SaaS Business im Bereich Shopify Plugins zugehen, ein NDA wird ausgetauscht, die Parteien enthüllen ihre Identität und nach ein bisschen Verhandeln steigt der Investor beim Gründer mit ein.

Die Vorteile sind vor allem, dass Gründer und Investoren solange anonym bleiben können wie sie es wünschen und der Prozess für Gründer komplett kostenlos ist. Aktuell gibt es unseres Wissens nach keine Wettbewerber, die eine ähnliche Plattform anbieten. Wir positionieren uns eher gegen Marktplätze auf denen komplette Akquisitionen ermöglicht werden. 

BitsForDigits, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren hoffen wir tausenden von Gründern dabei geholfen zu haben, Liquidität aus ihrem Unternehmen generiert zu haben und trotzdem im Business weiter investiert zu sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, einfach loslegen. Selbst wenn es nur abends oder am Wochenende ist, jeder kann mit einem Side Project anfangen um Ideen zu testen. 

Zweitens, validieren. Verbringt nicht zu viel Zeit damit, Produkte zu bauen die am Ende niemand benutzt. Mit Kunden sprechen ist das A und O.

Drittens, überlegt euch gut, ob ihr Frühphaseninvestoren braucht. Über bootstrapped Gründer wird vielleicht weniger berichtet, aber es gibt sehr viele erfolgreiche Unternehmen, die durch ihre Kunden und nicht VCs wachsen.

Wir bedanken uns bei bei Jan-Philipp Peters und Laurits Just für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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