Birte Moye: Keine Idee ist am Anfang perfekt

Treffen Sie Birte Moye Communication, Marketing and Brandmanagement (BOSP/COR) Robert Bosch Start-up GmbH auf der innolution valley in Ludwigsburg

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz vor!
Birte Moye: Die Bosch Start-up Platform grow ist eine Bosch Tochtergesellschaft, die 2013 mit anfänglich einem Start-up ins Leben gerufen wurde. In den vier Jahren haben wir sieben Start-ups bei uns beheimatet, die zur Aufgabe haben, aus ganz neuen Geschäftsideen nachhaltig profitables Bosch-Geschäft zu entwickeln.

Als Start-up Platform grow bieten wir den Teams die idealen Rahmenbedingungen und Freiräume, die es ihnen ermöglichen, neue Märkte schnell zu verstehen, innovative Geschäftsmodelle zu validieren und profitables Geschäft aufzubauen.

Das eigentliche Platform Team, zu dem auch ich gehöre, nimmt unseren Start-ups dafür die administrativen und kaufmännischen Aufgaben ab, die nicht unmittelbar mit der Entwicklung ihrer neuen Geschäftsidee in Verbindung stehen und bildet die Schnittstelle zum Mutterkonzern. Ich bin dabei vornehmlich die Schnittstelle zur Corporate Communication und zum Corporate Brandmanagement, weil ich diese Themen in der Platform verantworte. Meine Kollegen haben bedingt durch ihre Aufgaben wichtige Schnittstellen zu anderen Corporate Bereichen.

Wir unterstützen darüber hinaus methodisch und nutzen unser breites internes wie externes Netzwerk, um die Start-ups bestmöglich zu begleiten.

Das interne Netzwerk sind bei uns eben die vielen Corporate Bereiche, Entwicklungsabteilungen, Mentoren oder aber andere Innovationsteams von Bosch, die gemeinsam mit unseren Start-ups unter unserem Dach an der Technik fürs Leben arbeiten. Die Infrastruktur und außergewöhnlichen, von Künstlern kreativ gestalteten Räumlichkeiten unterstützen dies genauso wie die integrierte Werkstatt und Testfläche, die Rapid Prototyping und unmittelbares Testing ermöglichen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Birte Moye aus?
Birte Moye: Das ist für mich das Schöne an meinem Job: Ich habe keinen normalen Arbeitstag. Da ich keine Routineaufgaben haben, gibt es auch keinen wirklich Alltag für mich. Ich habe es in den drei Jahren, die ich nun in der Start-up Platform grow bin, aufgegeben, mir Pläne für den Tag zu machen. Die sind in der Regel nach 10 Minuten im Büro hinfällig. Übrigens ist das nicht nur der Fall, wenn ich in Ludwigsburg im Büro sitze. Mein Büro kann und ist quasi überall: zu Hause, im Zug, im Café, im Hotel oder im Wohnzimmer meiner Schwester. Aber auch da kommen spontane Anfragen und neue Aufgaben, die einen Tages- oder Wochenplan durcheinander würfeln. Es braucht dafür nicht den Kollegen, der in Person neben mir sitzt.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
So starten alle Teams bei uns! Keine Idee ist am Anfang perfekt. Wie heißt es doch so schön: Jede Idee ist schlecht, so lange man nicht das Gegenteil bewiesen hat.
Wir bieten Teams schon weit vor der Seed-Phase Unterstützung und Betreuung an. Somit können sie sich langsam an ein mögliches Start-up Leben gewöhnen, ihre neue Geschäftsidee noch weiter schärfen und erste Hypothesen validieren, bevor sie vor unserem Board pitchen und als Start-up bei uns in der Platform anfangen. Uns gibt das auf der anderen Seite die Möglichkeit, die Idee besser zu verstehen, vor allem aber das Team dahinter kennen zu lernen. Denn nicht nur die Idee zählt; das Team ist mindestens genauso wichtig.

Wie sind Sie auf innolution valley aufmerksam geworden?
Das war sehr einfach: Ich bin schon vor einigen Wochen angefragt worden, ob wir uns als „local player“ nicht vorstellen bzw. aktiv beteiligen können und möchten. Wir mussten nicht lange überlegen und haben schnell zugesagt. Schön ist vor allem, dass nicht nur wir als Bosch Start-up Platform, sondern auch unsere Kollegen von Robert Bosch Venture Capital mit dabei sind und Bosch dadurch in verschiedenen Bereichen und Funktionen unterstützt.

Über welches Thema werden Sie auf der innolution valley referieren?
Ich will nicht zu viel verraten, sonst ist der Vortrag nachher langweilig. Ich werde zusammen mit dem Geschäftsführer der Platform Peter Guse darüber berichten, wie man in einem Konzern wie Bosch so Start-up like wie möglich agieren kann und wie man trotz fester Konzernstrukturen und –prozessen Freiräume für die Entwicklung radikal neuer Ideen schaffen kann. Und so viel kann ich verraten: das geht Beides bei Bosch sehr gut!

Wir bedanken uns bei Birte Moye für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X