Die Biene ist der perfekte Marketing Coach für uns Frauen, sie würde sich niemals schlecht verkaufen!

Wir Frauen verkaufen gerne und gut alle möglichen Produkte, doch wenn es darum geht, dass wir uns selbst ins rechte Licht rücken, dann sind wir viel zu oft viel zu zaghaft. Die Biene jedoch ist nicht nur fachlich 1A, sie ist charmant, agiert überaus klug und vermarktet sich perfekt. Wie sie das macht? Sie nimmt sich heraus genauso zu sein wie sie von der Natur gewollt ist und verbiegt sich nicht. Warum auch?

Eine glänzende Karriere, Tendenz steigend und 100% authentisch.

Schauen wir genauer hin. Die Biene durchläuft in ihrer Karriere viele verschiedene Positionen und beginnt in der niedrigsten: als Putzbiene. Dann steigt sie automatisch auf und wird Amme für die Bienenlarven, dann Baumeisterin für Waben und Bienenwachserzeugerin. Danach wird sie zur Honigbereiterin und Pollenverarbeiterin befördert, um Gelée royale, das königliche Futter, herzustellen. Weiter geht die Karriere und sie wechselt in den Außendienst, um Vorräte zu sammeln und steigt gleichzeitig auf zum Kommunikationsprofi und schließlich zum Chefprogrammierer.

Sie arbeitet konzentriert, gibt für jede Position alles und vermarktet sich unglaublich gut. Sie bewertet ihre Tätigkeiten nicht, während wir gerne schnell mal meckern, maulen und zicken. Das, was sie tut, ist genauso wichtig wie das, was sie als Nächstes tun wird. Darauf liegt ihr Fokus. Sie macht sich stark für Ihre Aufgabe, arbeitet engagiert und bleibt sich immer treu. So bleibt sie 100% authentisch.

Ihr Geheimnis: Sie bleibt sich immer treu. Und wir?

Die Biene muss auch nicht übermäßig männlich und burschikos auftreten. Dazu hat sie ganz sicher überhaupt keine Lust. Sie muss auch nicht besonders hart sein oder sich ganz und gar anders präsentieren als sie ist, wie viele Frauen es tun, wenn sie Karriere machen wollen. Sie bleibt einfach eine Biene. So einfach macht sie es sich. Und so einfach ist es auch.

 

Frauen die „vermännlicht“ auftreten sind nicht authentisch und kommen schlecht an. Sie werden oftmals nicht für voll genommen. Wie auch? Eine Frau kann niemals wie ein Mann auftreten, sie macht sich dabei höchst lächerlich. Wir Frauen machen uns mit so einem Auftreten angreifbar, denn wir treten in den Ring mit Männern und wollen es ihnen gleichtun, was niemals gelingen kann, weil wir eben eine Frau sind – und kein Mann.

Zickenkrieg auf der Arbeit, da steigt jeder Mann aus.

Wenn es dann noch zum Zickenkrieg kommt, verlieren wir vollends unser Gesicht. Kein Mann der Welt nimmt uns dann noch ernst. Auf dieses Niveau lässt der sich nicht herab. Und da beschweren wir Frauen uns, dass wir zu wenig verdienen? Und nicht gleich behandelt werden?

6% weniger Gehalt für die gleiche Tätigkeit bei gleicher Qualifikation.

So ist es dann auch zu lesen, in einem Artikel der ZEIT Online vom 15.3.2018, in dem steht, dass wir Frauen bei gleicher Qualifikation und gleicher Tätigkeit 6% weniger Geld einstreichen. Ist das jetzt die Quittung für ein Verhalten, mit dem wir uns immer wieder selbst ausbooten? Das stimmt natürlich so nicht, ganz klar, aber na ja, eine Biene würde sich niemals auf so ein niedriges Zickenniveau begeben …

Sie schert sich nicht darum was der oder die über sie denken könnte. Sie interpretiert nicht, sie zankt nicht. Sie sorgt für sich, geht gut mit sich und anderen um und erledigt ihre Arbeit. Punkt. Davon können wir extrem viel lernen.

Aber was zur Hölle, ist denn dann das Grundproblem bei uns Frauen?

 

Na ja, keine Frau der Welt hat Lust darauf sich dahin zustellen und sich anzupreisen wie ein Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt. Das ist uns schlicht zu blöd. Und außerdem, ein Mädchen tut so etwas nicht. Im Gegensatz zu Männern. Die tun das andauernd und es bereitet ihnen ganz offensichtlich auch noch Freude. Am Ende ist es dann wie immer, wer am lautesten brüllt wird gehört.

Bleibt die Frage, was wir wirklich tun können um gut anzukommen?
Zuallererst dieses übertrieben männliche Gehabe ablegen. Kein Schlips, keine männliche Sprache, kein Boxring.

Um wirklich anerkannt und wertgeschätzt zu werden, sollten wir uns auf unsere Stärken besinnen und darauf setzen. Und Frau bleiben. Wir sind die geborenen Diplomaten und schaffen es immer souverän und elegant aufzutreten, wenn wir es zulassen, dass wir auch als Frau wahrgenommen werden.

Eine entsprechend weibliche Kleidung, ein besonders schönes, weibliches Accessoire, sei es eine rosa Handtasche, und gute Ausdrucksformen unterstützen unsere Authentizität.

Wir Frauen sind wundervoll, wenn wir echt sind.

Mal ehrlich, jeder Mann liegt uns doch zu Füßen, wenn wir entspannt auftreten. Und dann ist es ein kurzer Weg zu der Anerkennung die uns gebührt.

Die Bienen jedenfalls wissen wie’s geht. Sie vermarkten sich charmant vom Anfang bis zum Schluss ohne sich zu verbiegen und bleiben somit ganz und gar auf der Gewinnerspur.

In diesem Sinne, mach’s wie die Biene!

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Claudia Nickel-Zimmer

Claudia Nickel-Zimmer ist Business & Performance Coach für Frauen.
Sie unterstützt Frauen darin ihr individuelles Selbstmarketing zu entwickeln, sich damit gut zu fühlen und Erfolg an Land zu ziehen.
Im Januar 2018 ist ihr neues Buch „Heb ab und flieg los! Rosalies Strategie für Frauen, ihre Träume leben wollen.“ erschienen. 
Mehr Infos unter www.rosalie-buch.de

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