Betterspace- better.hotel smarte Heizungssteuerung für Hotels

Betterspace senkt die Heizkosten, steigert den Raumkomfort und schont die Umwelt

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Betterspace doch kurz vor!
Mein Name ist Christopher Müller, ich bin Mitgründer von Betterspace und hauptsächlich für unser Marketing zuständig. Meine Kollegen Gerhard, Siwanand, Benjamin und ich haben Betterspace im November letzten Jahres zum Leben erweckt. Unser Ziel ist, zukünftig der Partner für innovative und nachhaltige Hotels im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung zu sein. Mit unserem Produkt better.hotel wollen wir den ersten Stein für eine nachhaltigere Zukunft im Bereich der Hotellerie legen. Natürlich ist uns klar, dass wir die Energiewende nicht alleine stemmen können, aber wir tun was wir können um unseren Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten.

Wie ist die Idee zu Betterspace entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Meine Kollegen Gerhard und Siwanand haben sich während ihrer Arbeit am Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik mit dem Thema Energieeffizienz auseinandergesetzt. Ihnen wurde bewusst, dass das intelligente Energiemanagement ein unglaublich wichtiger Bestandteil für Nichtwohngebäude ist- dazu gehören unter anderem auch Hotels. Deshalb kam ihnen die Idee, eine Energiemanagementlösung zu entwickeln, die effizient und gleichzeitig finanzierbar ist. Zum damaligen Zeitpunkt in 2014 gab es nämlich noch keine derartige Lösung- insbesondere für die Hotellerie. Auf der Suche nach Mitgründern sind die beiden über den Inkubator der Universität Kassel dann auf Benjamin und mich gestoßen. Wir waren direkt von der Idee zu better.hotel überzeugt und arbeiten seither gemeinsam an unserer Idee und unserem Produkt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als junges Unternehmerteam steht man oft vor Entscheidungen und Herausforderungen, die einem den Start nicht leicht machen. Besonders in Sachen Finanzierung muss man schnell die passende Unterstützung finden. In 2015 wurde uns das EXIST Gründerstipendium bewilligt. Dadurch haben wir einen ersten Puffer erhalten und konnten better.hotel weiterentwickeln. Außerdem konnten wir zwei Business Angels von unserer Idee überzeugen.
Die größte Herausforderung war bis jetzt, die gewollte Aufmerksamkeit in der Hotelbranche zu bekommen. Als Start-Up ist es nicht einfach, zwischen den großen Playern präsent zu sein. Allerdings arbeiten wir auf Hochtouren daran, vor allem in Fachmagazinen auf uns aufmerksam zu machen und wir sind zuversichtlich, dass wir schon bald die nötige Bekanntheit erreichen.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
In den letzten anderthalb Jahren hat sich einiges bei uns getan! Mittlerweile haben wir 13 Teammitglieder und einige Praktikanten, die für Betterspace zusammenarbeiten. Wir haben die Pilotphase für better.hotel abgeschlossen und das System bereits erfolgreich in 10 Hotels verbaut. Zusätzlich wurden wir bei mehreren Wettbewerben für unsere Idee ausgezeichnet. Im Moment steht vor allem die Neukundenakquise im Vordergrund und unseren nächsten großen Schritt planen wir im Juni – dann ist der große Marktstart und better.hotel wird am Markt verfügbar sein.

Wer ist die Zielgruppe von better.hotel?
Wie der Name schon sagt, wurde better.hotel speziell für Hotels entwickelt. In erster Linie konzentrieren wir uns auf die Nachrüstung von Gebäuden, denn oft ist die Technik in den Hotels heillos veraltet und soll durch innovative Energieeffizienz-Produkte abgelöst werden. Im Gegensatz zur Konkurrenz setzen wir bei Betterspace auf eine einfache Installation ohne bauliche Maßnahmen und ohne Eingriffe in die Gebäudeinfrastruktur. Hauptsächlich konzentrieren wir uns dabei auf Hotelketten, MICE-Hotels, Stadthotels und Ferienhotels.

Wie funktioniert better.hotel?
Die better.hotel Heizkörpersteuerung funktioniert ganz einfach: Die alten Thermostate an den Heizkörpern in den Hotelzimmern werden durch Funkthermostate ersetzt. Alle Funkthermostate werden dann durch im Gebäude verteilte Betterspace-Controller miteinander vernetzt und an das Betterspace-Gateway angeschlossen. Das Gateway steuert dann alle Heizkörper automatisch und energieeffizient. Das war‘s !Es sind keine baulichen Maßnahmen notwendig und alle Wände in den Hotelzimmern bleiben unbeschädigt. Das Besondere an better.hotel sind die intelligenten Steueralgorithmen, die hinter dem System stecken. Diese sorgen beispielsweise durch eine Schnittstelle zur Hotelsoftware dafür, dass erkannt wird, ob und wann ein Zimmer belegt ist und dass dieses auch nur dann geheizt wird, wenn es tatsächlich gebucht wird.

Betterspace,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision ist es, nicht nur für die intelligente Steuerung der Heizkörper in Hotels zu sorgen, sondern der Partner für innovative und nachhaltige Hotels zu werden. Dazu werden momentan schon verschiedene Module entwickelt, um Hotels bei der Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen und gleichzeitig den Komfort für Hotelgäste zu steigern. Neben der better.hotel Heizkörpersteuerung sind zum Beispiel auch die intelligente Licht- und Klimaanlagensteuerung ein Thema. Außerdem steht auch die Zählereinbindung weit oben auf unserer Agenda.
Im letzten Jahr ist schon einiges bei Betterspace passiert, wir konnten unser Produkt sehr gut weiterentwickeln, das positive Feedback unserer Kunden spricht für sich.In fünf Jahren sehen wir uns deshalb weit oben an der Spitze der Anbieter für Smart Building-Lösungen inHotels.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Tipp:Ruht euch nicht auf euren Finanzspritzen aus! Gerade in der ersten Gründungsphase sollte man sich darum kümmern, dass die Finanzierung funktioniert. Mein Tipp: Nehmt an Pitching-Events teil und vernetzt euch! Man weiß nie, wer einem über den Weg läuft. Vielleicht findet ihr auch einen Business Angel, der hinter eurer Idee steht und euch bei eurem Aufschwung helfen will!
2. Tipp:Seid mutig und lasst euch nicht unterkriegen! Nicht alles was man sich in seinem Kopf vorstellt klappt auch genauso wie man es möchte. Geht Kompromisse ein, lasst Veränderungen zu und findet andere Wege um an euer Ziel zu kommen!
3. Tipp: Bleibt euch und eurer Idee treu! Es wird immer Menschen geben, die nicht von eurer Idee überzeugt sind. Lasst euch dadurch nicht entmutigen, sondern findet in solchen Situationen den Antrieb, genau diese Menschen durch Weiterentwicklungen und neue Ideen zu überzeugen!

Wir bedanken uns bei Christopher Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X