Donnerstag, Oktober 21, 2021

Geht jeden Tag ins Rennen mit der Absicht zu lernen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Betterguards Sicherheitsgurt für Gelenke schützt vor Bänder und Gelenkverletzungen

Stellen Sie sich und das Startup Betterguards Technology doch kurz unseren Lesern vor!

Betterguards hat eine intelligente Technologie entwickelt, die Menschen vor Bänder- bzw. Gelenkverletzungen schützt. Der sog. “Sicherheitsgurt für Gelenke” löst nur in kritischen Situationen aus, wie z.B. in einer Umknickbewegung. Bei normalen Bewegungen bleibt das System flexibel und garantiert somit eine hohe Bewegungsfreiheit. Das innovative Betterguards System kann als Bauteil u.a. in Schuhe, Bandagen oder Protektoren integriert werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Zu viele eigene Verletzungen und das damit verbundene Begraben meiner Ambitionen, selbst einmal Profisportler zu werden, waren ausschlaggebend. Ich konnte mich selbst nie gut genug schützen und wollte deshalb etwas entwickeln, das Menschen vor diesem Leid besser schützt und das anders ist als die unbequemen Lösungen, die es auf dem Markt gibt (z.B. steife, klobige Orthesen). Also einen intelligenten Schutz der nur dann auftritt wenn man ihn wirklich benötigt. Um zu verstehen wie ein solcher aktiv-mitdenkender Mechanismus funktionieren kann, habe ich Kunststofftechnik und Medizintechnik studiert. 

Welche Vision steckt hinter Betterguards Technology?

Wir haben das große Ziel, den Fußball Weltmeister 2030 auszustatten! Das ist natürlich ambitioniert, aber nicht unmöglich. Unser großartiges Team, welches auch aus einer Vielzahl von verletzungsgeplagten Sportlern besteht, hat diese Vision verinnerlicht und arbeiten jeden Tag aufs Neue daran, die Grenzen der Physik auszureizen und unsere Produkte ein Stückchen besser zu machen.

Was uns besonders motiviert sind die Berichte von Menschen, die aufgrund der Betterguards Technologie wieder zurück zum Sport oder aufs Spielfeld kommen. Ohne Angst vor Verletzungen! Das treibt uns an, auch Menschen wieder zur alten Leistungsfähigkeit zurückzuführen und deren Performance insgesamt zu steigern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es immer, Geldgeber zu finden und diese von der Idee bzw. Vision zu überzeugen. Wir haben in der Vergangenheit immer nur kleine Schritte gehen können, es heute aber geschafft, ein starkes Team aufzubauen und eine laufende Produktion vorweisen zu können, welche die ersten Kunden und Partner mit einer einzigartigen Technologie versorgt. Darüber bin ich sehr dankbar. Und die nächste massenmarkttaugliche Generation unserer Produkte ist schon in der Entwicklungs-Pipeline.

Wer ist die Zielgruppe von Betterguards Technology?

Unsere direkten Zielgruppen sind Hersteller jeglicher Art von Schuhen, Bandagen, Orthesen, Protektoren, etc., die unsere Technologie in ihre Produkte integrieren sollen. Unser Geschäftsmodell ist also ein klassisches B2B- bzw. „Ingredient Brand“-Modell. Diese Hersteller bzw. Marken kommen in erster Linie aus den Bereichen Sport & Freizeit, Arbeitsschutz und MedTech.

Die Zielgruppe, die Betterguards dann tragen soll, sind in erster Linie Menschen, die schon einmal Probleme mit den Bändern hatten. Aber auch der Performancecharakter verbunden mit unserer Technologie hat stark zugenommen. Deswegen arbeiten wir mit Brand Partnern an Lösungen, die unser großes Potential der Plattformtechnologie in innovativen Produkten einsetzen wollen.

Wie funktioniert die Betterguards Technologie? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Technologie vereint intelligenten Schutz und Bewegungsfreiheit. Die bestehenden Produkte auf dem Markt bieten entweder Schutz, dann aber wenig Tragekomfort – oder eben einen ordentlichen Tragekomfort, dafür aber keinen Schutz. 

Unsere Technologie basiert auf einem intelligenten Fluidsystem, das bei zu hohen Geschwindigkeiten „versteift“, also eine millisekundenschnelle Gegenkraft aufbaut, und somit das Gelenk vor dem Überstrecken/ Umknicken schützt. Ist die Bewegung normal, so bietet das System die nötige Flexibilität und schränkt nicht ein. Dies ist unserer Meinung nach auch der richtige Ansatz, um auf den letzten Metern oder in den letzten Spielminuten nochmal richtig Gas zu geben – ohne Angst vor Verletzungen.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Corona ist sicherlich für viele Unternehmer eine Herausforderung. Das Managementteam von Betterguards hatte von Anfang an einen guten Plan und uns bisher sicher durch die Pandemie geführt. Auf der Kundenseite gab es Verzögerungen, da bspw. Budgets für Innovationen eingefroren wurden. 

Aber wir entwickeln uns gut und haben einige weitere Partner gewinnen können. Und was mich persönlich freut: wir haben seit kurzen einen neuen CEO, der die breite Kommerzialisierung unserer Technologie voranbringt. Jocelyn Robiot, erfahrener ehemaliger adidas Manager, hat das Potential unserer Technologie sofort erkannt und gibt nun richtig Gas. Ich kann mich jetzt als CTO verstärkt der technologischen Weiterentwicklung widmen, mit dem Ziel die Integration in Textilien voranzubringen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben uns natürlich an die Gegebenheiten angepasst. Dazu gehörten u.a. eine Homeoffice-Regelung und die Fokussierung auf unsere Kernziele. Wir haben die Phase gut genutzt.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Ich denke, dass es in vielen Branchen eine Art Aufbruchstimmung gibt. Die Situation war für alle neu und leider herrschte auch eine Art Verunsicherung vor. Ich denke nun blicken die Unternehmen wieder nach vorne. Die Menschen wollen sich bewegen und Sport treiben, auch in Krisenzeiten. 

Betterguards Technology, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns als Partner vieler Marken und wollen Standard in der Verletzungsprävention u.a. im Arbeitsschutz und Sport werden. Hier wäre es bspw. großartig, dass Profi-Ligen das Tragen eines intelligenten Schutzes empfehlen, ähnlich wie man es vor Jahren mit den Schienbeinschonern im Fußball umgesetzt hatte. In fünf Jahren sehen wir uns auf dem Weg, ein etablierter Partner für intelligente Lösungen zu sein. Ähnlich wie BOA, oder GORE-TEX.

Neben der Anwendung am Menschen haben wir viele Ideen für den Bereich Industrie. Sehr spannende Themenfelder, auf die ich mich sehr freue und die wir nach und nach angehen werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geht jeden Tag ins Rennen mit der Absicht zu lernen. Als Gründer klappt nicht immer alles sofort. Deswegen ist die Eigenschaft zu reflektieren sehr wichtig. Wenn man diese Learnings schnell umsetzt und es entsprechend besser macht, ist man dem Ziel einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Holt euch frühzeitig die Expertise erfahrener, exzellenter Leute, im Idealfall Manager aus eurer Branche ins Unternehmen. Bei allen Ansprüchen an die eigene Leistungsfähigkeit ist das eine wichtige Erfahrung und Erkenntnis. Natürlich muss man sich diese Top-Leute auch leisten können, von dem her ist es genauso wichtig, die richtigen Investoren zu finden und zusammen ein Team zu werden.

Baut Euch ein vertrauensvolles Netzwerk auf. Es gibt viele erfahrene Unternehmer, Investoren, Experten da draußen. Die Aufgabe besteht darin, die Richtigen zu finden und langjährige, beidseitig bereichernde Partnerschaften aufzubauen, auch mit euren Kunden.

Bild: Copyright: Thomas Koehler/ photothek.net

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Vinzenz Bichler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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