Man muss von seiner Idee überzeugt sein, und das zu 100 Prozent

Bembel Gin: Gin-DIY-Baukasten sowie einen fruchtigen Apfel-Gin in einer Tonflasche

Stellen Sie sich und das Startup Bembel Gin kurz unseren Lesern vor!

Jorin Karner und ich sind schon seit Langem gute Freunde und große Gin-Liebhaber. 2015 haben wir zuerst einen Gin-DIY-Baukasten entwickelt, mit dem man Gin in über 40.000 Variationen kreieren kann. Eigentlich wollten wir nie einen eigenen fertigen Gin auf den Markt bringen – schließlich braucht keiner den 250. deutschen Wacholder Gin. Die Nachfrage wurde jedoch immer größer und als waschechte Frankfurter haben wir uns dann überlegt, dass unser Gin außergewöhnlich sein muss. Jeder Hesse kennt den Bembel, das Gefäß, in dem Apfelwein ausgeschenkt wird – und so kam uns die Idee zum Bembel Gin. Unseren fruchtigen Apfel-Gin füllen wir in eine Tonflasche, die optisch an den Steinkrug angelehnt ist.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Der Drang zu selbstständigem Arbeiten war schon früh bei mir zu spüren. Anfangs habe ich aus einer Festanstellung heraus unzählig viele Projekte und Aktionen, zum Beispiel im Fußballbereich, initiiert und angeschoben. Auch die erste Gründung, eine Eventfirma spezialisiert auf Casino-Firmen-Events, ist damals entstanden. In jungen Jahren war ich außerdem schon als Fotograf selbstständig tätig. Als Private Gin und Bembel Gin sowie die anderen Projekte immer größer wurden, war es ein logischer Schritt, den sicheren Hafen der Festanstellung zu verlassen und sich beruflich auf eigene Beine zu stellen. Arbeiten wann man es will, ist für mich einfach die bessere Variante, als in einem 9-17 Uhr Job Dinge zu machen, hinter denen man nicht steht.

Welche Vision steckt hinter Bembel Gin?

Der Bembel Gin ist ein Getränk, das für unsere Heimat und die hessische Lebensart steht, das möchten wir damit vermitteln. Wir haben den Klassiker Apfelwein neu interpretiert und gleichzeitig auch den Bembel wieder modern gemacht. Die fruchtige Apfelnote in unserem Gin ist unvergleichlich und nicht nur für Gin-Liebhaber, sondern auch für Neulinge perfekt geeignet.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir kannten uns zuvor schon ganz gut mit Spirituosen aus, aber trotzdem war es gar nicht so einfach, den Gin so zu entwickeln, dass er auch noch gut schmeckt und wir damit zufrieden sind – daran mussten wir eine ganze Weile tüfteln und den Gin immer wieder neu probieren. Die größte Herausforderung ist die Platzierung im Einzelhandel. Die Wege und Entscheidungsfindungen sind unendlich lang und kompliziert, viele hunderte E-Mails verlaufen im Nichts und es sind oft eher zufällige Treffen und Messen, die einen dann weiterbringen. Finanziert haben wir uns aus Eigenkapital aus anderen Projekten.

Wer ist die Zielgruppe von Bembel Gin?

Jeder, der gerne Gin trinkt oder geschmacklich etwas Neues ausprobieren möchte. Unser Bembel Gin ist nicht nur für Frankfurter bzw. Hessen geeignet, sondern kommt auch außerhalb unserer Heimatregion gut an. 

Was ist das Besondere an dem Gin? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben der Optik und dem regionalen Bezug ist vor allem der Geschmack des Gins einmalig. Dank des Apfels ist der Bembel Gin besonders fruchtig und trifft auf Zitrusaromen und eine leichte Wacholdernote. So schmeckt er gemixt im Cocktail, aber auch pur sehr lecker.

Wie ist das Feedback?

Seit wir den Bembel Gin auf den Markt gebracht haben, konnten wir schon viele Bars und Kunden von uns überzeugen, die erste Charge war anfangs bereits nach rund vier Wochen ausverkauft. Gerade auch Personen, denen Gin normalerweise nicht so gut schmeckt, sind von Bembel Gin überzeugt. Mittlerweile werden wir auch außerhalb der Region rund um Frankfurt immer bekannter, was uns natürlich sehr freut und uns in dem was wir machen bestärkt.

Bembel Gin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten mit dem Bembel Gin in jeder Bar in und um Frankfurt verfügbar und in ganz Deutschland als außergewöhnliche Gin-Marke bekannt sein. Außerdem planen wir, weitere Spirituosen zu kreieren, die genauso ausgefallen sind wie unser Gin.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Man muss von seiner Idee überzeugt sein, und das zu 100 Prozent. Zusammen mit Leidenschaft für das, was man tut, und viel Durchhaltevermögen auf dem Weg hin bis zum finalen Produkt lohnen sich die schlaflosen und durchgearbeiteten Nächte am Ende aber allemal!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Andy Sanders und Jorin Karner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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