Achte auf regelmäßige Auszeiten!

Beeofix Bienenwachstücher zur nachhaltigen Aufbewahrung von Lebensmitteln

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Beeofix doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Christa Rohringer-Fangmeyer, ich wohne in den Voralpen in Waidhofen/Ybbs in Österreich. Das Unternehmen Beeofix habe ich nebenberuflich gegründet.

Beeofix, das sind wiederverwendbare Bienenwachstücher zur nachhltigen Aufbewahrung von Lebensmitteln und ist damit eine ressourcenschonende Alternative zu Alu- und Plastikfolien. Mit den Bienenwachsfrischhaltetüchern können Behälter mit Brot, Käse, Obst oder Gemüse mit abgedeckt, Schüsseln verschlossen werden, es eignet sich auch als Deckel Joghurtbecher,… . Viele meiner Kunden wickeln Lebensmittel wie Brot, Käse, Obst und Gemüse darin ein.

Dank der Wärme der Hände passt sich Beeofix jeder Form an, verschließt atmungsaktiv und wirkt dank der speziellen Zusammensetzung leicht biozid. Beefix wird aus gebrauchten Baumwoll- oder Leinentüchern hergestellt, die mit einer Mischung aus regionalem Biobienenwachs, Biojojobaöl und Kiefernharz getränkt werden. Die Tücher sind mit kaltem (maximal lauwarmem) Wasser und eventuell etwas Spülmittel abwaschbar und viele Male wiederverwendbar.

Der Zero-Waste-Aspekt ist mir bei der Fertigung der Frischhaltetücher sehr wichtig. Drei Aspekte davon möchte ich besonders hervorheben:

1. Das Upcycling gebrauchter Baumwoll- und Leinentücher
2. Tägliche Müllvermeidung, da Beeofix wiederverwendbar ist
3. Lebensmittel halten aufgrund der bioziden Eigenschaft von Bienenwachs und Kiefernharz länger frisch und landen daher nicht so häufig im Müll.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Begonnen hat alles damit, dass ich die Bienenwachstücher für mich und als Gastgeschenk für Bekannte hergestellt habe. Nachdem die Tücher immer gut angekommen sind, startete ich einen Probelauf auf dem Wochenmarkt meines Wohnortes. Auch dort fanden die Tücher großen Anklang. Ich entschloss mich daraufhin, für Beeofix eine Homepage mit Webshop zu erstellen und ein Unternehmen zu gründen. Das ging alles ziemlich schnell.

Beeofix Bienenwachstücher zur Aufbewahrung von LebensmittelnWas war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Herausforderungen gab und gibt es sehr viele. Eine der größten war und ist das Zeitproblem, da ich das Unternehmen ja nebenberuflich gegründet habe. Schwierig für mich ist es auch, Aufgaben zu delegieren. Beeofix hat zwar noch keine Angestellten, doch habe ich nun die Fertigung einer größeren Anzahl von Bienenwachstücher vergeben. Es ist schwierig, mit der – zur Zeit noch . – schwankenden Nachfrage zurechtzukommen.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten ich schaffe das nicht?
Immer wieder mal habe ich diesen Gedanken, doch auch dank der Unterstützung meiner Familie und weil ich davon überzeugt bin, dass Beeofix ein für unsere Umwelt wichtiges und auch ein erfolgversprechendes Projekt ist, denke ich nicht ernsthaft ans Aufgeben. Für mich ist diese Überzeugung ein ganz wesentlicher Punkt!

Wie hat sich Ihr Unternehmen Beeofix seit der Gründung entwickelt?
Beeofix wurde im Mai dieses Jahres gegründet. Nach regionalen Medienberichten, die Kür zum Projekt des Monats Juni bei „ZeroWasteAustria“ und der Auswahl als Finalistin beim Jimdo-Gründerslam im Juli floriert das Unternehmen derzeit für mich sehr zufriedenstellend.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Ja, ganz bestimmt. Vor allem, wenn man – wie ich- Quereinsteigern als Unternehmerin ist. Es gibt so viele Dinge, die ich bei der Unternehmensgründung nicht bedacht habe bzw. nicht bedenken habe können, weil ich nicht wusste, was da alles auf mich zukommt: Viele bürokratische Hürden, ich bin NOCH für alles allein verantwortlich – Buchhaltung, Controlling, Steuerwesen, Versicherungen,… . Da ist Netzwerken schon eine wichtige und hilfreiche Sache.

Aber das Wachsen mit den Aufgaben gilt ja nicht nur für die Gründung eines Unternehmens, sondern ganz allgemein für das Leben.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Da ist Beeofix das beste Beispiel dafür.

Wer ist die Zielgruppe von Beeofix?
Die Zielgruppe von Beeofix sind umwelt- und gesundheitsbewusste Menschen, die auf eine gesunde und nachhaltige Lebensweise achten. Dazu gehören auch jene Konsumenten, denen die die Ökologie wichtig ist, da sie langfristig an den Erhalt der Natur denken.

Was ist das Besondere an den Produkten?
Der ZERO-Waste–Aspekt in der Herstellung und durch den Gebrauch der Bienenwachsfrischhaltetücher.

Wo können die Bienenwachstücher eingesetzt werden?
Täglich im Alltag:
* Zur Aufbewahrung jeglicher Art von Lebensmitteln (ausgenommen sind rohes Fleisch und Fisch) bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank, selbst das Einfrieren ist möglich.
* Transport von Lebensmitteln: Jausen- oder Schulbrot, Abdecken von Kuchenblech, im Sommer z.B. Abdecken von Gläsern zum Schutz vor Wespen oder anderen Insekten.
* Ich habe schon von jungen Frauen gehört, die in Bars ihre Drinks mit Beeofix abdecken, um sich davor zu schützen, dass jemand ko-Tropfen oder Ähnliches in ihr Glas gibt.

Wo liegt der Vorteil von den Produkten?
In der Wiederverwendbarkeit und der etwas längeren Haltbarkeit von Lebensmitteln

Wo sehen Sie sich und Beeofix in den nächsten 5 Jahren?
Mein Ziel ist es, Beeofix nicht nur Online zu vertreiben, sondern in möglichst vielen Reform- und Bioläden anbieten zu können.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Manchmal können Visionen und Ziele – vor allem, wenn sie nur sehr vage formuliert sind – angsteinflößend sein. Dann ist es wichtig, zu fokussieren und versuchen zu erkennen, wo genau sich der Knackpunkt befindet. Da sind Gespräche mit Außenstehenden oft sehr hilfreich.

Auf die Work-Life-Balance zu schauen ist ganz wichtig! Achte auf regelmäßige Auszeiten!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christa Rohringer-Fangmeyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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