Man sollte unternehmerisches Denken mitbringen

become-a-pro Plattform für Actionsport: Vermittlung von Sportlern und Sponsoren sowie Organisation von Sportevents

Stellen Sie sich und das Startup become-a-pro doch kurz unseren Lesern vor!
Ich heiße Martin, bin auch schon 37 und mit meinen Hobbys Freeskiing, Mountainbiken, Wakeboarden, Kite-Surfen und Motorsport leidenschaftlicher Actionsportler, wenn auch nur im Freizeitbereich. Aber diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, „become-a-pro“ zu gründen.
become-a-pro ist zum einen eine Eventmarke, die Sportevents im Actionsport durchführt. So sind wir aktuell in der Planung für einen Dirt Jump Contest am 4. August.

Zum anderen ist become-a-pro eine Vermittlungsagentur für Sportler und Sponsoren von diveresen Actionsport Disziplinen. Sowohl Athleten als auch Sponsoren können sich mittels Profilen auf become-a-pro.net präsentieren und so auf sich aufmerksam machen. Dort gibt es eine extra dafür ausgerichtete Suchmaschine, die alle Profile der Seite durchgeht und exakt die Ergebnisse liefert, nach denen gesucht wird. Dies reduziert enorm den Aufwand beim Scouting und Sponsoring.

Wie ist die Idee zu become-a-pro entstanden?
Die reicht, wenn auch in abgewandelter Form, bis Anfang der 2000er zurück. Im Actionsport trainieren die Athleten sehr oft alleine und ohne strukturierte Förderung an ihrem Homespot. Auch wir wollten uns damals mit einem Freestylepark entsprechende Trainingsmöglichkeiten schaffen, bekamen aber dazu leider keine Gelände. So entstand die Idee, Athleten auf diese Weise zu helfen, wie es become-a-pro tut: Als zentrale Anlaufstelle im Actionsport. Denn viele Athleten können sich oft nicht vermarkten, haben nicht die Kontakte zu den Sponsoren oder werden natürlich nicht einfach so entdeckt, weder am Homespot noch auf den sozialen Medien. Was bleibt ist eine Email an potenzielle Sponsoren, die täglich mit diesen Anfragen überhäuft werden. Mit become-a-pro haben die Sponsoren die Möglichkeit exakt nach Athleten zu suchen, die zu ihren Anforderungen passen. Ohne einen überlaufenen Posteingang durchstöbern zu müssen oder sich durch unzählige Profile in den sozialen Medien zu kämpfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Mit die größte Herausforderung war und ist die Steigerung des Bekanntheitsgrades. Dieses Konzept funktioniert nur über einen großen Bekanntheitsgrad. Hinzu kommt die Sponsorenakquise. Der Vorteil liegt auf der Hand, aber die eingefahrenen Prozesse großer Unternehmen verleiten oft dazu, weitere hilfreiche Werkzeuge zu ignorieren. Das muss sich jetzt erst einspielen und mit ständigem Wachstum funktioniert auch das Konzept. Ohne Athleten keine Sponsoren und umgekehrt, somit mussten die ersten User etwas geduldig sein. Die Finanzierung kam bisher aus der privaten Geldbörse.

Welche Vision steckt hinter become-a-pro?
Die Vision hinter become-a-pro ist, den verschiedene Actionsport-Disziplinen bekannter und attraktiver zu machen und so jungen Talenten eine Möglichkeit zu bieten, ihren Traum vom Profisport zu leben. Wenn ich sehe, welche Sportarten oder gar andere Sendungen im TV übertragen werden, bleibt jedenfalls viel Potenzial für was Interessantes wie Actionsport übrig.

Wer ist die Zielgruppe von become-a-pro?
Quasi die gesamte Weltbevölkerung. Seien es die Athleten zwischen 14 und 30, oder die Eventbesucher in allen Altersklassen. Actionsport ist geil zum selber betreiben, aber auch unglaublich spannend zum Zuschauen. Als Sponsoren kommen Unternehmen aus allen Bereichen und Branchen in Frage. Zum Beispiel Hersteller aus der Sportartikelindustrie, um neue Produkte zu präsentieren aber auch Firmen, die nicht zwingend etwas damit zu tun haben, für Werbezwecke, Events, Product-Placement, usw. Da gibt es endlos viele Möglichkeiten, bei denen Actionsport einen Platz findet. Wenn man die Werbespots im TV genauer betrachtet, findet man mittlerweile viele dieser Sportarten wieder.

Wie funktioniert become-a-pro?
Die User registrieren sich auf der Seite become-a-pro.net und erstellen dort ein persönliches Profil. Dieses Profil ist anonym und nur über einen Usernamen erkennbar. Man kann sich dort mit Infos, Bilder und Videos präsentieren, um sein Können zu demonstrieren. Sponsoren können das Profil auch als Marketingmöglichkeit verwenden, denn die Zielgruppe ist hier zentral an einem Ort vorhanden. Wenn beispielsweise ein Sponsor einen Sportler mit besonderen Skills benötigt, sucht er danach und bekommt per Klick eine Vorauswahl von Athleten mit diesen Skills. Wenn ein passender Athlet dabei ist, kann der Sponsor diesen anfragen und die Vermittlung über become-a-pro beginnt. Alles sehr einfach.

Welche Vorteile bietet become-a-pro?
Im Gegensatz zum Breitensport gibt es nahezu keine Trainingszentren oder Anlaufstellen, wo sich junge Athleten einschreiben können, um Profi zu werden. become-a-pro bietet diese Anlaufstelle, um Athleten mit Sponsoren zusammen zu bringen. Wir helfen den Athleten, sich gut in Szene zu setzen und haben die richtigen Kontakte in die Branche. Sponsoren haben wiederum den Vorteil, dass sie sich nicht mehr durch den Dschungel der Sozialen Medien durchwühlen oder ihren Posteingang voller amateurhaften Sponsoring-Anfragen durchsuchen müssen. Mit ein paar Klicks haben sie die Auswahl an Athleten, die zu ihren Anforderungen passen.

become-a-pro, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Als guter und kompetenter Partner im Sportsponsoring. Nicht nur im Actionsport-Bereich, sondern auch außerhalb. Und als Eventveranstalter, der die breite Masse ins Staunen versetzt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Bereitschaft für Veränderung. Das Leben wird sich ändern, man hängt täglich fast 20 Stunden im Projekt. Die Wochenenden sind komplett verplant und die Zeit verrinnt im Flug.
2. Durchhalten. Man bekommt nichts geschenkt. Aber nur wer an seine Idee glaubt und daran festhält, der wird auch damit erfolgreich sein.
3. Man sollte unternehmerisches Denken mitbringen. Sonst landet man ganz schnell bei der Liebhaberei und dann wird das ein teures Hobby. Eine gewisse Professionalität ist auch bei Gründern erforderlich, um voran zu kommen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Werz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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