Beate Sander: Corona-Crash als Chance für Anlegerinnen

Beate Sander gilt in Deutschland als die Grande Dame des Aktienwissens. Mit 59 Jahren hat sie ihre ersten Wertpapiere an der Börse gekauft, inzwischen ist sie Millionärin und die Koryphäe schlechthin, wenn es um Geldanlagen geht. Mit ihrer Hoch-/Tief-Mut-Strategie hat sie schon vielen Kleinanlegern dabei geholfen, gewinnbringend anzulegen. Mehr als 50 Fachbücher hat Beate Sander bereits zu dem Thema Börsenwissen und Anlage geschrieben – darunter den „Aktien- und Börsenführerschein“ und „Das neue große Buch der Börsen Kolumnen“. Am 30. Oktober 2020 ist sie auf der herCAREER – der Karriere-Leitmesse für Frauen in München zu Gast, um ihren neuen Anlage-Ratgeber „Die richtige Geldanlage in Krisen und im Crash“ vorzustellen.

„Die Welt wird künftig anders aussehen“

In den sechs Wochen des Corona-Lockdowns hat sie mit täglichen Höchstleistungen ihr neues Buch verfasst. Darin zeigt sie auf, wie wir die Krise für die Finanzanlage nutzen können – und das mit unterschiedlich vollen Geldbörsen, vom Wenigverdiener bis zum Anleger im größeren Stil. „Ich will mit diesem Crash-Buch den Leuten zeigen, dass sie nicht verzagen sollen. Man muss handeln und darf einige Fehler einfach nicht machen – zum Beispiel alle Aktien verkaufen. Von 30 DAX-Unternehmen erhöhen 15 ihre Dividenden. Jede Aktie, die Sie verkaufen, bedeutet Transaktionskosten“, gibt Beate Sander im Interview mit der herCAREER zu bedenken.

Die Expertin rät sie dazu, den Corona-Crash tatsächlich als Chance für Anlagen zu nutzen:

„Im Crash kann man Aktien, die übertrieben abstürzen, zu Schnäppchenpreisen kaufen. Umgekehrt gibt es Aktien in Geschäftsfeldern, die kaum nach unten gehen“, sagt Beate Sander. Einige Aktien hätten sogar Aufholpotenzial, diverse Titel der Biotech-Branche seien sogar im Allzeithoch. Derzeit befänden wir uns in einer „Bodenbildungsphase eines Crashs, der Zeichen von Erholung zeigt“.

In ihrem Buch gibt sie viele praktische Tipps und stellt zudem Musterdepots vor: „Was mache ich mit 5000, 10.000, 20.000, 30.000 und 50.000 Euro? Was mache ich, wenn ich auf Sicherheit Wert lege, erfolgsorientiert oder risikofreudig bin?“ Auch schon mit 100 Euro monatlich könne man in ETFs investieren und auf lange Sicht Gewinne erzielen. Frauen, die auf Sicherheit bedacht sind, rät sie, ihre Strategie durchaus beizubehalten und sich in Sachen Anlage- und Börsenwissen kontinuierlich weiterzubilden: „Mit zunehmenden Kenntnissen gewinnt man Sicherheit: Die Vorspeise ETF macht Appetit auf die Hauptspeise Aktien.“

Mit der Corona-Krise ortet Sander, die als Mutter zweier Kinder stets in Vollzeit gearbeitet hat, übrigens einen Backlash für Frauen in traditionelle weibliche Rollen – mit damit verbundener finanzieller Abhängigkeit vom Mann: „Daher ist es mir wichtig, Wege aufzuzeigen, wieder zu einer moderneren Auffassung wie vor dem Crash zu gelangen. Frauen sollten gute Börsenbücher lesen und angebotene Webinare nutzen.“ Wichtig sei unbedingt, „als Frau die eigenen Talente zu nutzen“.

Bild: Beate Sander Foto: Henning Photographie

Quelle messe Rocks GmbH

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