Warum Vorbereitung mehr als die halbe Miete ist?

Be prepared – Warum Vorbereitung mehr als die halbe Miete ist?

Startups haben jede Menge Energie, die Berge versetzt und zu Höchstleistungen beflügelt. Doch in der Realität als Unternehmer angekommen, warten schöne und weniger schöne Aufgaben auf Sie. Unternehmenskommunikation und PR wird gern als notwendiges Übel oder Ablenkung von der eigentlichen Aufgabe gesehen. Doch wenn man genau hinsieht, ist es ein Wertsteigerungsinstrument und ein Wettbewerbsvorteil. Wer die Wirkung von Kommunikation verstanden hat, wird diese strategische Aufgabe gern in der Prioritätenliste weiter oben einstufen.

Aber ohne Vorbereitung passiert wenig. Mein Arbeitsmotto ist be prepared, und dass nach 20 Jahren als Kommunikatorin nicht ohne Grund. Eine perfekte Vorbereitung schützt vor schlechten Erfahrungen und lässt Sie in jeder Situation souverän aussehen. Also wie oder was planen wir?

1. Themen
Teilen Sie Ihr Blatt Papier, Flipchart oder Whiteboard in zwei Teile. Auf der linken Seite stehen die Themen der Unternehmensbereiche, über die Sie grundsätzlich sprechen könnten. Das ist der Start des Startups, das Konzept, die Gründer, die Planung, der Launch von Produkten/Dienstleistungen, Personalmeldungen, Pressekonferenzen, Messeteilnahmen oder Geschäftsjahreszahlen. Kommunizieren Sie mit Ihren Gründerpartnern oder Mitarbeitern und schauen Sie, welche relevanten und hilfreichen Themen Sie sammeln können.

2. Empfänger
Es ist wichtig zu unterteilen, wen was interessiert. Also nun schreiben Sie zu den 10 Themen auf die rechte Seite die potentielle Zielgruppen für die o. g. Themen (Link: Artikel „Wen interessiert’s“). Die Stakeholder sind Bank, Investoren, Kunden, Einkäufer, Zulieferer, Medien und wer sonst noch zu Ihren Themen passen könnte. Ordnen Sie die Gruppen den Themen zu.

3. Plan
Die Themen tragen Sie in einen Kalender für die nächsten 365 Tage. Was stellen Sie fest? Sie haben mindestens 10 Themen im Verlauf des Jahres, die sich für die Kommunikation Ihres Startups nach außen eignen. Alle anderen – also unseriöse oder unwichtige – streichen Sie bitte.

4. Mittel
Jetzt schauen Sie sich an, wen sie womit erreichen wollen oder können? Ist es eine Pressemitteilung, ein Foto, ein Video, ein Brief oder ist es etwas für Ihren Facebook- oder Instagram-Kanal?
Verfügen Sie über ein Bildarchiv zu den Themen oder engagieren Sie eventuell einen Fotografen oder Filmexperten?

5. Struktur
Zu guter Letzt fragen Sie sich, wer diesen Plan realisieren wird. Also wie schaffen Sie die Struktur, die Sie benötigen, um Ihre News an die richtigen Empfänger zu bringen. Sie benötigen: Redaktion, PR-Berater, Fotograf, Videoprofi, Eventmanager, Social Media Experten sowie Medienbeobachtung. Sollten Sie die Kompetenzen alle im Haus haben: klasse. Wenn nicht, dann stellen Sie ein externes Team zusammen oder suchen einen neuen Mitarbeiter für diesen Bereich.
Zur Struktur gehört auch ein Verteiler also ein Kontakte-Pool aller Zielgruppen, die für Ihre Unternehmenskommunikation interessant sein könnten inkl. der Kontaktdaten. So können Sie diese Personen gezielt und personalisiert informieren. Definieren Sie im Verteiler, wer zu welcher Zielgruppegehört und aktualisieren Sie diesen Verteiler mind. einmal pro Jahr. Viele CRM-Systeme bieten diese Möglichkeiten, so nutze Sie ein System für Vertrieb und Kommunikation.

Fazit:
Das Ziel der Unternehmenskommunikation & PR ist regelmäßig relevante Informationen an die geeigneten Zielgruppen zu kommunizieren. Damit das klappt, ist ein Plan für mind. ein Jahr hilfreich. Die Mühe lohnt sich! Sie werden im Laufe der 365 Tage nicht mehr denken, was mache ich heute, sondern arbeiten Ihren Plan Stück für Stück inkl. Erfolgskontrolle ab.

Das Wichtigste ist Ihre Geschichte, die konsequent und konsistent erzählt wird. Ob alte oder neue Welt die Geschichte schafft Buzz, Emotionen, Verbindung, Identifikation und im zweiten Schritt auch Abverkauf.

Bildquelle Pixabay

Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 22 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/

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