Einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist!

Der Gründer vom Bausatzhaus war in der StartUp Show 2 Minuten 2 Millionen wie es nach der Show weiterging erzählt er im Interview

Wie ist die Idee zum Bausatzhaus entstanden?
Ich verkaufe seit 1993 Fertighäuser höchster Qualität, habe mir die Domain bausatzhaus.at im Jahr 1998 gesichert und bin somit im Jahr 2003 von einem ausländischen Produzenten gefunden worden, der Holzmodule mir verkaufen wollte. Das System war schon sehr beachtlich, hat mich dann auch überzeugt und ich hab begonnen, es in Österreich exklusiv zu vermarkten. Nach Jahre erfolgreichen Aufbau meines Unternehmens, stießen wir auf die technischen Grenzen des Systems. Durch Umstände, in die ich hineingezogen wurde, wie die Jungfrau zum Kind, haben sich die Wege vom estischen Holzmodul getrennt und ich begann im Jahr 2012 meinen Normstabil © HolzZiegel, oder Alpinebrick, wie er international bezeichnet wird, zu entwickeln. Tausende leere Kilometer standen Monat für Monat an, einen Produzenten zu finden, der mir mein von mir entworfenes System produzieren kann und will, dies kostengünstig und in hoher Qualität. Erschwerend kam hier dazu, dass die rund 7000 Normen in Österreich am Bau niemand mehr durchblickt. Hier half mir sehr eine öster. Forschungseinrichtung. Das Ergebnis ist ein extrem starker lastabtragender Baustoff, der kostengünstig zu produzieren ist und für JEDEN anwendbar ist. Der Normstabil© HolzZiegel.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen?
Produzenten zu finden, die auch aufgrund der ungerechtfertigten Rufschädigung meiner Person gegenüber, trauten! Das System in eine Größe zu bringen, die man nicht nur heben kann, sondern die auch bauphysikalisch funktioniert.

Wer ist die Zielgruppe vom Bausatzhaus?
Jeder Häuslbauer, jeder Baumeister und jeder Zimmerer, da wir hier einen der besten Baustoffe (Holz) in die einfachste Form (Lego) brachten und somit man in Windeseile ein Haus erstellen können. 
Unsere Formel lautet 6×4=1 ! 
6 Personen x 4 Tage = 1 Rohbau

Wie funktioniert das? Welche Vorteile bietet das Bausatzhaus?
Wir bieten dem Bauherren nach seinen Plänen sein Haus einfach in HolzZiegel-Modulen an. Geben Ihm verbindliche Preise für die restlichen Gewerke dazu, wie Zimmerer für Dachstuhl, Dachdecker und Spengler, liefern auch auf Wunsch Fenster und Türen, die Fassade und Innenausbau. Wir haben ein dichtes Handwerker-Netzwerk, die von Planung bis zur Fliese fast jede Leistung anbieten. Wir schauen immer drauf, dass das Bauen EINFACHER gemacht wird! Somit ist es meist schneller und schneller ist „stundenschonender“ = kostensparender !

Fast jeder Österreicher möchte am eigenen Haus mitbauen! Viele überschätzen sich beim Bau mit der klassischen Ziegelbauweise, sind nicht mehr bereit, Styropor-Eps (Styropor ist eine Marke eines Hersteller`s) zu verwenden.
Wir bauen Dampfdiffusionsoffen, ohne Plastikfolien, Dampfsperren oder irgendwelche Leimplatten wie Sperrholz, OSB oder Pressspahn-Platten. UND wir haben im System eine Installationseben für Elektro automatisch dabei, wo man auch in vielen Jahren noch einmal was einziehen kann. Unsere massiven Holzwände haben nicht so einen Resonanzkörper wie viele Gipskartonwände und sind trocken! 
Frech gesagt, wir haben die Vorteile der klassischen Tonziegel-Bauweise und die Vorteile der massiven Holzbauweise übernommen, OHNE deren Nachteile zu übernehmen! Welch Zufall!

Wie ist das Feedback?
Sehr groß, jeden Tag steigt die Bekanntheit des Normstabil© HolzZiegel UND die Liebe zum Holzbau erwacht immer mehr beim Häuslbauer ! 
Ist ja auch der Dachstuhl schon aus Holz, wer mag dagegen was sagen!

Sie waren mit Bausatzhaus in 2 Minuten 2 Millionen die Startup Show. Wie haben Sie sich auf die Show vorbereitet?
Das erste mal nach 29 Jahren Unternehmertum, musste ich mir Gedanken machen, was ist mein Unternehmen wert! Wie berechnet man dies?! Alles andere war, bis auf Lampenfieber, für mich Rutine.

Wie ist das Medien Echo nach der Show?
Sehr groß, es gibt sehr viele Anfragen, sogar von Bauherren mit konkreten Plänen, es gibt Anfragen aus dem Ausland die Interesse haben, das System in Kanada, Israel, Deutschland usw. vertreiben wollen, und sehr viele telefonischen Anfragen, wie haben wirklich alle Hände voll zu tun!

Wie ist das Feedback der Kunden nach dem Auftritt in der Startup Sendung 2 Minuten 2 Millionen? Wie hat sich die Nachfrage entwickelt?
Das Feedback von den Interessenten und Kunden, Partner und Freunden ist berührend. Ich hätte mit so viel nie gerechnet, der Frühlingund Sommer wird zu kurz, das sehe ich schon kommen. Ich denke auch, dass sich noch weitere Vertriebspartner, Handelsvertreter melden werden, die mein System verkaufen wollen oder sogar mit meiner Marke, mit mir zusammenarbeiten wollen.

Welchen Investor hatten Sie im Auge?
Jeden, der rechnen kann. Ich suchte PS im Vertrieb. In Sachen Technik wusste ich, kann mir niemand das Wasser reichen, aber im Vertrieb, im internationalen Bereich, da wären Kontakte sehr gut gewesen. Hier wäre natürlich Herr Dr. Haselsteiner ein sehr kompetenter und sympathischer Partner gewesen, beweist er ja immer wieder, dass man mit Hausverstand manche Dinge gut angehen kann/soll! Auch Herr Hillinger mit seinen Kontakten nach Australien, USA und Südamerika, wo fast alle Häuser aus Holz gebaut werden, hätte hier seine Kontakte vergolden können.

Würden Sie anderen Startup Unternehmen die Teilnahme an der Sendung empfehlen?
Wenn Sie Nervenstark sind, wissen was sie wollen, ja.

Bausatzhaus, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben dieses Jahr schon fast die gleichen m² in der Pipeline wie 2017, haben jetzt schon Vertriebspartner in Deutschland und Österreich geschult, und ich gehe davon aus, dass wir uns im Herbst Gedanken machen müssen, über die Anstellung eines Bauleiters, der dann bei den Baustellen nach den Rechten schaut. Ich alleine schaff das nicht mehr.
Aktuelle verhandeln wir mit einen Abnehmer in Kanada und verschiedene Investoren traten mit mir in Verbindung, ich bin positiv gestimmt, nur so billig wie vor kurzen, kann man Anteile der Hausverstand Bau GmbH nicht mehr erwerben!

In 5 Jahren, wird das System in den umliegenden Ländern, wie auch Norwegen und in USA am Markt deutlich dazu beitragen, dass sich JEDER das Hausbauen leisten kann!

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist. Chef sein heisst, mehr arbeiten, früher beginnen und später aufhören, als die Mitarbeiter, ABER sich dann die Zeit zu nehmen, wenn man mit der Familie was tun kann. 
Persönlicher Tipp: die Familie nicht vergessen, hierfür Powertime einplanen, wo das Telefon aus ist!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Wolfgang Gebetsroither für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X