Donnerstag, Januar 27, 2022

Barfer’s Wellfood: artgerechte Tiernahrung für Ihren Liebling

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Barfer’s Wellfood Tiernahrung auf Basis von BARF

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Barfer’s Wellfood doch kurz vor!
Ich bin Norman Vogel, 39 Jahre, Berliner und seit 20 Jahren selbstständiger Unternehmer. Mein jetziges Unternehmen Barfer’s Wellfood produziert und vertreibt Tiernahrung für Hunde und Katzen, die auf Basis der Biologisch Artgerechten Roh-Fütterung (BARF) ernährt werden.

Wie ist die Idee zu Barfer’s Wellfood entstanden?
Eigentlich war das eher ein trauriger Anlass. Mein Hund Nero erkrankte an Krebs. Bis zu dieser Diagnose haben wir ihn immer mit konventionellem Trockenfutter versorgt. Danach habe ich mich dann intensiv mit der Ernährung von Hunden beschäftigt und beschlossen meinen Hund zu „barfen“, also nach einer Methode zu füttern, die der natürlichen Futteraufnahme am nächsten kommt. 2011 bot sich dann zufällig der Kauf einer kleinen Produktionsfirma – sprich einer Fleischerei – an. Da ich schon lange Unternehmer bin und mich das Thema sehr beschäftigte habe ich diese Chance genutzt. Seitdem habe ich das Unternehmen umgebaut und neu ausgerichtet. Heute bin ich damit sehr erfolgreich, als Unternehmer und als Hundefan. Nero ist inzwischen übrigens wieder gesund. Ich glaube nicht an Wunderheilung, aber bis auf die „Wehwehchen“, die ein neun Jahre alter Großer Schweizer Sennenhund haben kann, hatte Nero nichts mehr, was man tierärztlich behandeln müsste. Das Projekt ist deshalb für uns rundum erfolgreich.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Also es gibt sicher leichter umsetzbare Start-up-Ideen, als einen fleischverarbeitenden Produktionsbetrieb für Tiernahrung. Das liegt vor allem an den naturgemäß hohen Investitionen in Maschinen und Anlagen in diesem speziellen Fall. Außerdem unterliegt eine Produktion von Tiernahrung strengen EU-Richtlinien, die wir erstmal alle erfüllen mussten, bevor es richtig losgehen konnte. Dafür braucht man zusätzliches finanzielles Stehvermögen und auch einen ziemlichen Durchhaltewillen. Natürlich sind Finanzierungen von Start-up’s immer problematisch, wenn man sich nicht komplett von Investoren und Fremdkapital abhängig machen möchte. Einen großen Teil der Investitionssumme konnte ich durch meine früheren unternehmerischen Erfolge aus meinem Privatvermögen selbst beisteuern. Das war natürlich eine gute Ausgangssituation. Der verbliebene Teil ist bankenfinanziert. Die größte Herausforderung war die Komplexität, die sich aus dem Geschäftsmodell und den gesetzlichen Anforderungen ergeben hat. Den größten Spaß macht mir mein Team und den Erfolg unserer Marke täglich wachsen zu sehen.

Wer ist die Zielgruppe von Barfer’s Wellfood?
Unsere Zielgruppe sind Hunde- und zunehmend auch Katzenbesitzer, die ihre Tiere artgerecht ernähren wollen. Wir liefern an ein breites Spektrum von Kunden, das geht bei Profis wie Züchtern los und hört bei affinen Einsteigern auf. Viele Tierhalter wollen ihren vierbeinigen Freunden aber einfach in jeder Lebensphase das richtige Futter geben. Deshalb gehören auch Besitzer von Welpen zu unserem Kundenkreis, ebenso wie Halter von älteren Tieren oder Tieren mit gesundheitlichen Problemen. Unsere Kunden sitzen überall in Deutschland und inzwischen versenden wir in immer mehr europäische Länder. Der moderne Internethandel macht es möglich. Häufig wird das Barfen übrigens auch von Tierärzten, Hundetrainern oder Züchtern empfohlen.

Was ist das Besondere an der Tiernahrung von Barfer’s Wellfood?
Zunächst gibt es drei Arten von Tiernahrung, das Dosenfutter, das Trockenfutter und die Rohfütterung. Unser Fleisch ist weitgehend naturbelassen. Es wird schonend verarbeitet, zum Teil von Hand zerkleinert, gemischt und bei Menüs oder Fertigmixen mit Zusatzstoffen wie Ölen, Gemüse oder Mineralien versehen. Danach wird es gefrostet und kommt in bester Qualität zum Kunden. Inzwischen haben wir mit Barfer’s Complete eine Produktlinie entwickelt, die die Vorzüge des Barfens mit einer bedarfsgerechten, unkomplizierten Fütterung verbindet. Unsere Barfer’s-Complete-Produkte sind Alleinfuttermittel, die den Hund ausgewogen und gesund ernähren, gleichzeitig aber einfach zu handhaben sind: Packung am Abend vorher auftauen und am nächsten Tag füttern. Der Kunde benötigt keine weiteren Zusätze, muss nicht nach besonderen Ernährungsplänen füttern oder als problematisch empfundene Regeln beachten. Damit hat das Barfen für den Halter die gleiche Komfortstufe erreicht, wie Dosenfutter. Die Tiere wird das am meisten freuen.

Wo wird produziert und worauf achten Sie bei der Auswahl der Zutaten?
2014 sind wir in unserer neue 2.250 Quadratmeter große Produktionsstätte in Berlin-Marienfelde umgezogen. Das Gute waren nicht nur die deutlich erweiterten Raumkapazitäten, sondern auch der Umstand, dass der neue Standort faktisch nur ein paar Meter vom alten entfernt ist. Unsere Produktqualität beginnt bei den Rohstoffen. Wir achten streng auf Qualität beim Einkauf und überprüfen alle gelieferten Chargen genau. Die Anforderungen an Tiernahrung sind in der EU unglaublich hoch. Wir produzieren schon sehr nah am Lebensmittelniveau.

Barfer’s Wellfood, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wird Barfer’s Wellfood seine Produktionskapazitäten verdreifacht und die Produktionsmenge um ein Vielfaches erhöht haben. Schon jetzt können wir den Bedarf kaum decken. Seit unserer Gründung liegt die Nachfrage stets über den Pro­duk­tions­möglichkeiten. Wir befinden uns deshalb in einem ständigen Erweite­rungs­prozess bei Produktion und Lagerung. Aber auch unser Produkt­programm wird aus­gebaut. Gegenwärtig haben wir fast 120 verschiedene Produkte im Angebot. In den kommenden Jahren möchten wir uns zu einem Vollsortimenter im BARF-Bereich entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir intensiv an neuen Menüs und komplettieren unsere Palette mit weiteren Artikeln. Einen besonderen Coup haben wir aber noch in der Tasche: Wir bereiten eine Zertifizierung unserer Alleinfuttermittel mit einem außerordentlich renommierten Qualitätssiegel vor. Wir sind überzeugt, dass wir damit unserer Fütterungsmethode zu sehr viel Aufmerksamkeit verhelfen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn jemand sagt „Das geht nicht!“, dann sind es seine Grenzen, aber nicht deine. Fleiß, Ausdauer und Bescheidenheit sind die Tugenden, die man braucht, um ein Start-up zum Fliegen zu bringen. Ich empfehle den Gründern, sich bei der Auswahl von Investoren neben den vielen wichtigen anderen Kriterien, die Motivation des Investors anzuschauen. Es sollte ihm nicht nur um den Return on Investment gehen, er sollte auch inhaltlich von der Gründungsidee begeistert sein. Dann bringt er auch den längeren Atem auf, den so manche gute Idee nämlich braucht.

Wir bedanken uns bei Norman Vogel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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