baningo: banking on demand

baningo : Finde den passenden Bankberater

Herr Nedjelik, stellen Sie sich und Ihr Start-up-Unternehmen doch kurz vor …
baningo ist eine innovative, digitale und unabhängige Banking-Dienstleistung. baningo gibt Bankkunden erstmals die Freiheit, ihren Bankberater selbst zu wählen. Nach genau den Kriterien, die ihnen wichtig sind. Der Kontakt zum Wunschberater, oder auch zu mehreren, erfolgt effizient und direkt. Zum Beispiel gleich über den integrierten baningo Messenger.
Wir bieten „banking on demand“ – Kunden holen sich bei uns bankübergreifende Beratung passend zum jeweiligen Bedarf; und zwar wann sie wollen, wo sie wollen, wie sie wollen und v.a. mit wem sie wollen!
Über uns selbst würde ich sagen: Wir von baningo sind ein multiprofessionelles Team – mit Banken-, Finanzwelt- und E-Business-Hintergrund.

Wieso und für wen ist baningo wichtig?
baningo ist für jeden, der mit Geld und Banken zu tun hat, ein effizienter Weg, mehr Selbstbestimmung in die eigenen Bankbeziehungen zu bringen. baningo schließt eine Marktlücke. Wir kombinieren ja mit baningo die Beratungs- und Servicequalität der Filialbanken mit den Vorteilen der Direkt- und Onlinebanken, wie z.B. Zugänglichkeit, Bequemlichkeit, Erreichbarkeit.
Dieses „search online, purchase offline“ hat für den Kunden viele Vorteile. baningo erleichtert etwa das Einfordern von Beratungs- und Service-Qualität. Auf baningo sind Experten verschiedenster Bankinstitute und verschiedenster Fach- und Spezialgebiete erreichbar – und natürlich auch vergleichbar.

Wie ist die Idee zu baningo entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Der erste Kontakt zwischen Harald Meinl und mir, Maximilian Nedjelik, ist passenderweise in einer Bank geknüpft worden. Wir haben erkannt, dass wir etwas in dieser Bankenwelt bewegen und zum Positiven zu verändern möchten. Als wir eines Tages die Idee zu baningo hatten, erschien uns dieser Service so überfällig, so dringend notwendig, dass wir ganz überrascht waren, noch nichts Vergleichbares am Markt vorzufinden. So haben wir unsere damaligen Jobs hingeschmissen und mit unserem Spirit weitere Team-Mitglieder angesteckt. Etwa Michael Niessl, der dann die baningo Plattform vom Scratch weg designt und programmiert hat.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Dass wir Geld in die Hand nehmen mussten, war uns von Anfang an klar. Wir wollten aber so lange wie möglich „bootstrappen“ und mit eigenem Geld auskommen. Das hat sehr gut funktioniert, weil wir rasch die ersten Banken für unsere Idee begeistern und somit erste Umsätze verbuchen konnten. Dennoch, unsere heutigen Möglichkeiten haben damit zu tun, dass ein Business Angel das Potenzial unserer Idee erkannte. Wir haben eine 6-stellige Summe für eine 7-stellige Bewertung bekommen, noch bevor wir überhaupt online waren. Das hilft natürlich ungemein. Wir haben auf diese Weise Budget für Marketing und Produktentwicklung und sind jedenfalls 2016 durchfinanziert.

Ja, die größte Herausforderung war und ist unser Business Model selbst. Unsere User bezahlen nichts, für sie ist baningo kostenlos – und anders als die meisten Unternehmen im Finanzsektor nehmen wir von unseren Kooperationspartnern, den Banken,keine Provisionen für die Vermittlung von Kunden und Geschäften. Bei uns zahlen die Banken eine fixe monatliche Profilplatzmiete, das ist alles.Wir machen es uns damit zwar nicht gerade leicht, doch sind wir davon überzeugt: Ohne Provisionen ist und bleibt baningo transparenter, seriöser und objektiver. Ja, und dann fällt natürlich für den Kunden auch automatisch die künstliche Anhebung von Bearbeitungsgebühren etc. durch die Banken weg, die bei Provisionsmodellen auftritt, und der Kunde spart neben Zeit und Wegen auch Geld.

Wer ist die Zielgruppe von baningo?
Unser Angebot richtet sich zunächst einmal an Kunden, die ihre Bankbeziehungen selbstbestimmt gestalten möchten. Die selbst entscheiden, wer sie berät, in welcher Sprache, wann der Berater erreichbar sein soll und auf welchem Weg, also etwa „abends und per Videochat“. Viele baningo Kunden sind mit ihrer bisherigen Bank unzufrieden. Andere aber auch nicht. Selbst Kunden, die mit ihrer Hausbank zufrieden sind, holen sich über baningo eine 2. oder 3. Meinung zu ihren Finanzthemen, wie etwa Pensionsvorsorge oder Veranlagung ein. Die größte Zielgruppe sind jene, die Wohnkredite benötigen.
baningo Nutzer sind auch oft Direktbankkunden, die bislang keinen Beratungsbedarf hatten und dann, wenn sich der Bedarf einstellt, merken, dass sie bei Direktbanken oder auch auf Vergleichsportalen keine Beratung bekommen.

Wie findet man den passenden Bankberater auf baningo?
Eine Erstauswahl an Beratern findet man auf baningo schon nach einem Klick. Für die differenziertere Suche nach dem genau passenden Berater gibt es mehrere Filterkriterien. Wir arbeiten stetig daran, das Matching Kunde-und-Berater weiter zu verbessern – wir werden da so manche noch geheime Powertoolsanbieten, an denen wir gerade arbeiten.

Mit welchen Banken kooperieren Sie schon?
Bisher mit Unicredit Bank Austria, Hypo NÖ, Hypo OÖ, Oberbank, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und RaiKa Günselsdorf, WSK Bank und Austrian Anadi Bank. Mit vielen weiteren Banken sind wir bereits im Gespräch. Wir sind begründet optimistisch, schon bald Berater aus ganz Österreich online zu haben. Das Gute ist ja: baningo ist für jede Bank eine ausgezeichnete Möglichkeit, zu neuen Kunden zu kommen.Doch nicht nur Kunden-akquisition wird durch uns erleichtert, sondern wir verbessern auch die Kundenbindung. Jemand der sich selber den Bankberater aussucht, wird ein loyalerer Kunde sein, als jemand der einfach wen vorgesetzt bekommt.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie baningo in fünf Jahren?
Unser Ziel für 2016 ist es, in Österreich flächendeckend vertreten zu sein und erste Expansionsmöglichkeiten im Raum DACH wahrzunehmen. Für später ist eine Ausweitung in Richtung Zentral- und Osteuropa angedacht. Zudem planen wir, unseren Service auch für weitere Kundensegmente zu öffnen – für Private-Banking-Kunden und größere Firmenkunden. Unsere Vision ist, dass in 5 Jahren Menschen, die Beratung in Finanzfragen suchen, an baningo.com denken und gleich online gehen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Gründern würde ich aus meiner und unserer Erfahrung Folgendes raten … erstens: Wenn du eine Idee hast, die einem Kunden einen Mehrwert gibt oder für ihn ein Problem löst, glaube an sie. Egal, wer aller sagt „ja, aber …“. Zweitens: Fokussiere dich auf deine Idee. Drittens: Finde die richtigen Wegbegleiter und achte darauf, dass ihr als Team möglichst viele Kompetenzen zur Verfügung habt. Viertens: Verbring nicht Jahre mit dem Planen. Geh raus in die Welt, hol dir Feedback und nimm im Nachhinein, wenn nötig, noch Veränderungen an deinem Geschäftsmodell oder Produkt vor. Fünftens: Halte dein Produkt möglichst einfach und verständlich. Ja, das bewährt sich.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maximilian Nedjelik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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