Gehe offen und ehrlich auf Menschen zu

B42 bietet eine Trainings-App für Amateurfußballer und -fußballerinnen.

Stellen Sie sich und das Startup B42 doch kurz unseren Lesern vor!

Sehr gerne. B42 bietet eine Trainings-App für Amateurfußballer und -fußballerinnen. Unsere Zielsetzung ist es, sie auf ein neues Leistungsniveau zu heben. Zudem wollen wir ihre Verletzungsanfälligkeit reduzieren und sie im Falle einer Sportverletzung mit professioneller Reha-Unterstützung durch diese schwierige Phase begleiten. 

Hierzu bietet unsere App Trainings- und Comeback-Programme sowie ergänzend Hilfestellung zum Thema Sportlerernährung. Alle Programme lassen sich dabei individuell auf das Geschlecht, die individuelle Leistungsfähigkeit und die Saisonphase anpassen. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Inhalte basieren auf sportwissenschaftlichen Erkenntnissen; wir haben sie zusammen mit renommierten Sportärzten, Trainern und Therapeuten entwickelt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe mir als Amateurfußballer lange die Frage gestellt, wie ich durch optimale Ernährung und ergänzendes Training meine Leistung verbessern kann. Auch das Thema Verletzungsanfälligkeit hat bei mir – wie bei so vielen Sportlern – mit zunehmendem Alter an Bedeutung gewonnen. Ich habe mich dann immer tiefer in diese Themen eingelesen, viele Experten kennengelernt und mir Wissen angeeignet. Dann hat sich ein Gedanke immer weiter verfestigt: Von diesen Einsichten und Informationen sollten auch andere Fußballer profitieren. Daraus entstand die Idee zu B42. 

Welche Vision steckt hinter B42?

Wir wollen den Amateurfußballer besser machen – jeden einzelnen Tag. Nicht nur, indem wir die Sportlerinnen und Sportler mit unseren Trainingsprogrammen fitter auf den Platz bekommen, sondern auch, indem wir ein klares Wertefundament vertreten. Wir sehen einen fairen, respektvollen und anständigen Umgang auf und neben dem Fußballplatz als Kern unseres Werteverständnisses und positionieren uns daher bewusst gegen Rassismus und Homophobie. 

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es tatsächlich, den Glauben an meine Idee trotz vielerlei Skepsis von außen nicht zu verlieren und mein Ding durchzuziehen. Aber an solchen Prozessen wächst man auch. Was die Finanzierung angeht, so haben wir eine erste Seed-Finanzierung hinter uns, sind aber langsam auf der Suche nach Partnern für eine Series-A-Finanzierung.  

Wer ist die Zielgruppe von B42?

Unsere Zielgruppe besteht aus allen ambitionierten Hobbyfußballern und -fußballerinnen, die ihre Leistung auf dem Platz steigern und ihre Verletzungsanfälligkeit minimieren möchten oder nach einer Verletzung schneller und gestärkt zurück auf den Platz wollen. 

Wie funktioniert B42? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten mehrere Programme: Den Gamechanger, ein High-Performance-Programm, das darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit zu maximieren – in den Bereichen Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Zweiter Baustein ist Recovery, ein effektives Reha-Programm. Es unterstützt die Sportler beim Ausheilen von typischen Sportverletzungen und ergänzt dabei die ärztliche Diagnostik und die physiotherapeutische Behandlung. Darüber hinaus haben wir mit Speed Zone, Mobility Lab und Stability Base drei sechswöchige Trainingsprogramme im Angebot, mit denen die Fußballer ihre körperlichen Voraussetzungen auf ein neues Niveau heben können.

Ein solch umfassendes Angebot, angepasst an die spezifischen Bedürfnisse von Fußballern und Fußballerinnen, gibt es nur bei B42. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Nicht essentiell. Schließlich können unsere Sportlerinnen und Sportler von überall aus trainieren. Alles, was sie brauchen, sind etwa zwei Quadratmeter Platz. Zudem ist unser Angebot für jede Saisonphase geeignet und jederzeit anpassbar. Wir sehen die Corona-Krise also auch als Chance. Jetzt zeigt sich die Flexibilität und das ganze Potenzial unseres Trainings.  

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben uns gesagt: Wir sind diejenigen, die es den Fußballern und Fußballerinnen gerade jetzt ermöglichen, trotz ausfallendem Mannschaftstraining an ihrer Form zu feilen. 

Wir haben den Sportlern und Sportlerinnen die Trainingseinheit Game Changer Off-Season empfohlen, weil es für die Zeit ohne Mannschaftstraining die perfekte Alternative ist, um an allen körperlichen Voraussetzungen zu arbeiten. Und wir haben uns in der Anfangsphase der Corona-Krise entschieden, unseren Premium-Zugang einen Monat kostenlos anzubieten. Für unser Mannschafts-Paket gibt es diese Möglichkeit noch immer.  

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Persönlich gesehen hoffe ich, dass wir lernen, anders zu leben und zu arbeiten. Vielleicht können wir die Zahl der Flüge nachhaltig reduzieren oder sind in der Lage, effizienter und flexibler zu arbeiten – mit Home Office, Videokonferenzen und weniger unproduktiven Meetings. Und ich würde mir wünschen, dass wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärker fördern. Wir merken gerade, wie anspruchsvoll es ist, beides unter einen Hut zu bekommen. 

B42, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich bin optimistisch, dass wir bis dahin bei den Fußball-Apps die führende Größe Europas und fast jedem Fußballer ein Begriff sein werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Gehe offen und ehrlich auf Menschen zu. So kann man unfassbar viel lernen, sein Netzwerk erweitern und auch menschlich sehr viel positive Energie zurückbekommen. 

Versuche, wertschätzend zu sein, denn ohne dein Team bist du nichts.

Verliere nie den Glauben an deine Vision – auch wenn dir viele Hürden in den Weg gestellt werden. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei  Andreas Gschaider für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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