Aurelius Götz: Man sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren

Aurelius Götz CEO Talendu sucht auf der herCAREER eine Mitgründerin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Aurelius Götz: 
Talendu ist die erste Online-Plattform für analoge Kurse und Workshops, auf der diese professionell angeboten, schnell gebucht und überall nachgefragt werden können. Wenn beispielsweise jemand einen Tanzkurs, einen Gymnastikkurs, Kunstworkshops oder andere tolle Kurse oder Workshops besuchen möchte, kann er auf Talendu in seiner Umgebung nach entsprechenden Kursen suchen, diese vergleichen und direkt buchen. Die Anbieter dieser Kurse und Workshops können diese einfach, schnell und professionell auf Talendu einstellen und somit mehr Reichweite und Kunden gewinnen. Außerdem übernehmen wir für sie den ganzen Payment- und Verwaltungsaufwand. Das heißt sie müssen lediglich Kurse anbieten und durchführen, um alles andere kümmern wir uns.

Aber Talendu bietet nicht nur geschäftlichen Anbietern Möglichkeiten, sondern auch Privatpersonen. Wenn Sie etwas Tolles können und ein großes Know-how und viele Skills auf einem Gebiet haben, dann können Sie das mithilfe von Talendu mit anderen teilen und selbst Kurse oder Workshops anbieten.

Zu unserem Team: Tohid, Lisa, Christian und ich, wir haben uns während eines Projekts an der TU München kennengelernt und gemerkt, dass wir uns extrem gut in unterschiedlichen Bereichen ergänzen. Wir hatten dann die Möglichkeit, die Idee von Talendu gemeinsam umzusetzen und haben Ende letzten Jahres damit angefangen. Der geplante Start von Talendu ist jetzt bald Ende September/ Anfang Oktober 2018.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Aurelius Götz: Bereits während meines Studiums wollte ich immer ein eigenes Startup gründen. Die Vorstellung, dass 100% von dem, was ich arbeite mir auch wieder zu 100% zugutekommt, hat mir dabei genauso gut gefallen wie die Möglichkeit aus eigener Kraft, mit den eigenen Ideen und mit der eigenen Kreativität ein Unternehmen aufzubauen.

Als ich dann meine Mitgründer getroffen habe, ergab sich uns die Gelegenheit, gemeinsam Talendu in die Tat umzusetzen. Dann heißt es einfach „machen“.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Aurelius Götz: Zum einen mussten wir versuchen mit wenig Kapital das bestmögliche zu erreichen. Dafür mussten wir genau ausloten wofür es sich lohnt Geld auszugeben und was man lieber selber macht. Zum anderen mussten wir sehr stark lernen Prioritäten zu setzen. Am Anfang hat man unglaublich viele Ideen und man will alle umsetzen. Geschätzt konnten bei uns allerdings nur ca. 40% dieser Ideen zu Beginn umgesetzt werden, da wir sonst zu viel Zeit für womöglich unwichtige Funktionen verschwendet hätten. Hinzu kommt, dass wir zwar am Anfang die Idee hatten, unser Geschäftsmodell sich aber permanent geändert und weiterentwickelt hat, einfach um dem Markt und den Kunden gerecht zu werden. Das hält bis heute an.

Diese ständige Dynamik ist, denke ich, eine der größten Herausforderungen.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Man muss es sogar. Ich denke man erreicht nie einen Punkt, an dem alles perfekt ist. Auch später nie. Wichtig ist, dass man natürlich ein vorzeigbares Produkt hat, das auch funktioniert. Das meiste Learning kommt dann aber, wenn man am Markt ist. Wenn im Vorfeld zu viel Zeit mit Perfektionismus verbracht wird, geht wichtige Zeit verloren.

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Wir suchen nach einem CMO (Chief Marketing Officer), weil wir in diesem Bereich unsere Kompetenzen im Team ergänzen wollen. Als ich mich auf die Suche gemacht habe, bin ich auf die herCareer gestoßen und war gleich begeistert von dem Konzept und den Möglichkeiten, die hier geboten sind. Man kann sich im großen wie auch im kleinen Rahmen mit Interessierten austauschen.

Sie suchen auf der herCAREER eine Mitgründerin. Was sollte die Mitgründerin mitbringen?
Aurelius Götz: Steve Jobs hat einmal gesagt: „Es macht keinen Sinn, kluge Köpfe einzustellen und ihnen dann zu sagen, was sie zu tun haben. Wir stellen kluge Köpfe ein, damit sie uns sagen, was wir tun können.“In dem Sinne suchen wir zum weiteren Aufbau und Wachstum von Talendu eine Mitgründerin, die unser Team als Chief Marketing Officer (CMO) im Bereich Marketing und Kommunikation ergänzt. Uns ist dabei sehr wichtig, dass sie eigene Ideen und Verantwortung mitbringt.

Sie sollte diese eigenen Ideen mit Spaß und Kreativität umsetzen und auch einmal neue Wege gehen können.

Die Schwerpunkte als CMO liegen weiterhin auf dem kreativen Erstellen von Kampagnen und der Kommunikation mit unseren Kunden in den Social Media und anderen Kanälen, dem kreativen und leidenschaftlichen Aufbau einer Community sowie der Durchführung von Markt- und Zielgruppenanalysen.

Idealerweise sollte unsere Mitgründerin schon Erfahrung im Online Marketing gesammelt oder zumindest einen entsprechenden Hintergrund haben. Falls sie Erfahrung im Bereich „Digitale Produkte“ hat, umso besser. Sie sollte sich mit den aktuellen Trends und Tools im Online Marketing auskennen und Spaß daran haben in den Social Media eine Community aufzubauen und mit dieser zu interagieren. Uns ist auch wichtig, dass sie offline gut mit Menschen umgehen und auch die von unserem Produkt überzeugen kann, die nicht schon durch dieses selbst begeistert sind.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ganz klar als Marktführer für die Vermittlung von analogen Kursen und Workshops. Wir haben ein hoch skalierbares Geschäftsmodell und alle Prozesse und Strukturen von Anfang an darauf ausgelegt. Außerdem haben wir sehr viele Ideen, die wir mit der Zeit umsetzen möchten. Damit können wir den Anbietern der Kurse und Workshops wie auch den daran Interessierten und den Teilnehmern ein immer besseres Kundenerlebnis bieten, ihnen sehr viel Aufwand und Zeit ersparen und ihnen in ganz unterschiedlichen Bereichen neue Möglichkeiten eröffnen.

Sie dürfen also gespannt bleiben.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste ist „einfach machen“. Es gibt bei einer Gründung wohl 10 Gründe, die dafür sprechen und 100 dagegen. Wer es aber nicht versucht, der wird sich vielleicht sein ganzes Leben darüber ärgern es nicht probiert zu haben.

Des Weiteren sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren, auch wenn das heißt, dass das Produkt zum Start noch nicht „ganz“ ausgereift ist. Träumereien und Ideen, die man unbedingt auch umsetzen möchte, kann man immer noch hinterher machen.

Und auch wohl einer der wichtigsten Punkte: Das Team. Man muss sich Mitgründerinnen und Mitgründer suchen, die zum einen zu einem selbst passen und zum anderen besser sind als man selbst. Außerdem müssen sie natürlich vom Produkt begeistert sein.

Wir bedanken uns bei Aurelius Götz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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