Sonntag, September 25, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Aurea VR: Universität, die vollständig in dreidimensionaler virtueller Realität stattfindet eingebettet in ein Learning Metaverse

Stellen Sie sich und das Startup Aurea VR doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind eine Ausgründung aus der Hochschule Anhalt und haben seit 4 Jahren an der Forschung zur Nutzung von Virtual Reality Technologien in der Lehre gearbeitet. Wir, das sind 8 technische VR-Experten und 2 Betriebswirte. Ich bin Gründer des Unternehmens, bin BWL-Professor mit Arbeitsschwerpunkt Entrepreneurship.

Wir entwickeln die erste Universität der Welt, die vollständig in dreidimensionaler virtueller Realität (VR) stattfindet. Die Aurea University ist eingebettet in ein Learning Metaverse – eine virtuelle Multiplayer Welt, in welcher Studierende lernen, ihren Bachelor oder Master machen, sozial miteinander interagieren und Game Challenges durchführen können. Das Learning Metaverse ist zudem so konzipiert, dass eine einfache Integration von anderen Universitäten, Unternehmen und Mentoren möglich ist.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin seit 20 Jahren an verschiedenen Universitäten in Forschung und Lehre tätig. Dabei habe ich hautnah miterlebt, dass viele junge Menschen an traditionellen Universitäten am hohen Leistungsanspruch scheitern und nicht individuell in ihrer Entwicklung gefördert werden. Die Covid-induzierte Online-Lehre hat diesen Trend noch weiter verstärkt. Mit dem Startup „aurea uniVRsity“ möchten mein Team und ich eine bisher unbekannte Lehrqualität anbieten. Unsere universitäre Wissensvermittlung in virtueller Realität ist gegenüber traditionellen Hörsälen oder 2D Online-Unterricht wie Farbfernsehen gegenüber Schwarz-Weiß.

Welche Vision steckt hinter Aurea VR?

Der tertiäre Bildungssektor befindet sich weltweit in einem rapiden Umbruch. Neue Technologien in der Lehre inklusive innovativer Virtual Reality Anwendungen, die zunehmende Nachfrage nach personalisiertem Lernen sowie ein erheblicher Kostendruck auf traditionelle Universitäten leiten eine Dekonstruktion jahrtausendealter Lehr-Organisation ein. Vor unseren Augen verändert sich eine gesamte Industrie. Es gibt einen enormen Wandel in der Branche, die neue Welt ist da und diese findet überwiegend online statt. In den nächsten Jahren kommen 100 Millionen junge Digital Natives an die Hochschulen, für die ein Beamer im Hörsaal anmutet wie ein Dinosaurier im Schwimmbad. Diese Generation Z verbringt einen Großteil ihrer Zeit in der digitalen Welt. Insbesondere die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass 2D-Online-Lernangebote nicht auf ihre Bedürfnisse und den grundlegenden Wandel in der Branche ausgerichtet sind.

Wir möchten der jungen Generation eine universitäre Didaktik bieten, die den heutigen Möglichkeiten der Technologie entspricht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen lagen zum einen in der Entwicklung der VR-Didaktik für abstrakte, nicht-figurative Lehrinhalte (wie bspw. BWL) sowie zum anderen in der Entwicklung des Teams. Menschen mit komplett unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Erfahrungen zusammenzubringen und unter Entwicklungsdruck konstruktiv Aufgaben bestmöglich erledigen zu lassen ist eine große Herausforderung. Zumeist stehen einer harmonischen Teamentwicklung persönliche Egoismen der Beteiligten entgegen. Der Schlüssel zu konstruktiver Arbeit aller ist hohe Motivation durch eine gemeinsam geteilte Vision und ein hohes Maß an gegenseitiger Toleranz.

Wir hatten sehr viel Glück. Wir haben das bestmögliche Team für unsere Aufgaben gefunden.

Wer ist die Zielgruppe von Aurea VR?

Die primäre Zielgruppe sind junge Menschen international, die nach dem Abschluss unserer technischen Entwicklung im Herbst 2023 einen BWL-Studienplatz suchen. Die sekundäre Zielgruppe sind Kooperationspartner, bspw. Universitäten, Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, welche wir in unser Metaverse integrieren.

Wie funktioniert Aurea VR? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal ist die Übertragung abstrakter Lehrinhalte in die virtuelle Didaktik (nicht-figurative VR). Wir sind das erste Team weltweit, welches die abstrakte, nicht-figurative VR-Didaktik so umfassend definiert hat und konsequent in der Lehre anwendet. Diese USP ist die treibende Kraft hinter den VR-Animationen in unseren Studiengängen.

Unsere neue VR-Welt wird ein Multiplayer-Universum sein, in dem Studierende nicht nur lernen, sondern auch sozial interagieren können, Freunde finden und ihre Freizeit gemeinsam verbringen können. Darüber hinaus ermöglicht das Lern-Metaversum eine einfache Kommunikation zwischen Studierenden, Universitäten und Unternehmen – potenziellen Arbeitgebern zu gegebener Zeit, sobald die Studierenden ihren Abschluss gemacht haben. So kann erlerntes Wissen praxisnah erprobt und reflektiert werden.

Aurea VR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahre sehe ich die Aurea University als akkreditierte, etablierte Institution mit einer Vielzahl an zufriedenen und erfolgreichen Studierenden. Zudem möchten wir zu diesem Zeitpunkt mindestens 30 Kooperationspartner in unser Metaverse integriert und mit diesen die innovative Form des Lernens und Lehrens weiterentwickelt haben. Wir möchten als Vorzeigeprojekt für innovative Hochschullehre wahrgenommen werden, welches Best-Practice-Standards für innovative Wissensvermittlung definiert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Team ist alles: Sucht euch Personen, welchen ihr vertraut, die auch „über den Tellerrand“ schauen und stellt euer Team vorzugsweise interdisziplinär zusammen.

Durchhaltevermögen: So eine Produktentwicklung kann sehr zäh sein und sich manchmal in die Länge ziehen, bis sich die perfekte Endversion herauskristallisiert. Ebenfalls braucht man ein „dickes Fell“ bei Gesprächen mit Investoren. Glaubt an eure Idee, wenn diese so gut ist, wie ihr denkt, wird sich das Durchhalten auszahlen.

Vorbereitung: Seid stets darauf vorbereitet, eure Idee bzw. euer Produkt zu pitchen (inkl. der ggf. kritischen Fragen, die auftreten können). Man weiß nie, wen man vor sich hat und ob gerade diese Person für das eigene Netzwerk einen großen Impact haben könnte.

Wir bedanken uns bei Carsten Fussan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: aurea univrsity

Kontakt:

AureaVR
Pfälzer Ufer 4
D-06108 Halle

https://aurea.university
hello@aurea.university

Ansprechpartner: Carsten Fussan

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