Samstag, Oktober 16, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Aumio ist die App für Meditation und Entspannung für Kinder

Stellen Sie sich und das Startup Aumio doch kurz unseren Lesern vor!

Aumio ist die App für Meditation und Entspannung für Kinder in Deutschland. Mit spielerischen Meditationsübungen und achtsamen Geschichten hilft Aumio Kindern dabei, gesund, selbstbewusst und weniger gestresst aufzuwachsen. Die Aumio-App bietet mehr als 10 Std. kindgerechtes Hörerlebnis in Form von Meditationen, Entspannungs- und Einschlafgeschichten, Traumklängen und Yogaübungen. Die App wurde gemeinsam mit Expert*innen an der FU Berlin entwickelt und hilft nachweislich bei Themen wie Schlaf, Stress und Konzentration.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die psychische Gesundheit erhält in unserer Gesellschaft insgesamt noch nicht die Aufmerksamkeit die sie verdient. Besonders im Kindesalter findet das Thema häufig kaum Beachtung. Dabei ist wissenschaftlich erwiesen dass ein Großteil aller psychischen Probleme früh im Leben ihren Ursprung haben – 50% aller psychischen Probleme entstehen vor dem 14 Lebensjahr. Viele Probleme, die sich erst später im Leben manifestieren könnten durch einfach präventive Maßnahmen verhindert werden. Deswegen habe meine Mitgründer und ich uns dazu entschlossen, selbst aktiv zu werden und eine einfach zugängliche Hilfe zu schaffen. 

Welche Vision steckt hinter Aumio?

Wir möchten mit Aumio dazu beitragen, dass kommende Generationen in unserer immer schneller werdenden Welt, gesund und selbstbewusst aufwachsen – denn ein glückliches Leben beginnt im Kopf!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Idee zu Aumio stammt ursprünglich von meinem Mitgründer Jean Ochel, der in seinem Psychologiestudium an der Freien Universität Berlin den ersten Prototypen entwickelt hat. Die größte Herausforderung war anfangs, das Projekt aus dem Uni-Kontext herauszuheben, ein funktionierendes Team aufzubauen und die ersten Finanzierungsmittel einzusammeln. Sehr hilfreich war dabei unsere Einbindung in das Netzwerk des Profund Inkubators der FU Berlin und unsere Teilnahme beim Leipziger Spinlab Accelerator. Wir wurden anfänglich durch das Berliner Startup Stipendium, das EXIST Gründerstipendium sowie das Gründerstipendium der Sächsischen Aufbaubank gefördert. Im Oktober 2020 folgte dann die erste Pre-Seed Finanzierungsrunde in der die Investoren Capacura und die BACB Beteiligungsgesellschaft eingestiegen sind.

Wer ist die Zielgruppe von Aumio?

Wir sagen immer: Aumio ist für alle Kinder von 5-99 Jahren. Frühzeitig die Techniken von Achtsamkeit kennen zu lernen hilft allen Kindern gesund und innerlich gestärkt aufzuwachsen. Diese Stärke schützt auch vorbeugend davor später mal an Depressionen oder Ängsten zu leiden. Doch Aumio hilft auch jetzt schon im Alltag der Kinder. Beispielsweise als Konzentrationsübung vor den Hausaufgaben, oder indem sie lernen wie sie mit Wut oder Schüchternheit umgehen können. Oder wenn Kinder mit Aumio auf Entspannungsreise gehen und so leichter abschalten und einschlafen. Ein Hinweis darauf, ob Kindern Aumio gerade besonders helfen könnte sind z.B. Schwierigkeiten beim Einschlafen, Konzentrieren oder auch starke Gefühlsausbrüche.

Wie funktioniert Aumio? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als Meditationsapp für Kinder funktioniert die App viel mit Hörgeschichten und spielerischen Übungen. Die Kinder gehen mit dem Weltraumwesen Aumio auf eine Erkundungsreise durch ihren inneren Kosmos und treffen dabei verschiedenste Wesen, die alle mit unterschiedlichen Gefühlen oder Herausforderungen zu tun haben. 

Aumio setzt sich neben der mentalen Gesundheit auch für die Rechte von Kindern ein. Dazu zählt eine ausschließlich auf das Wohl des Kindes zentrierte Produktentwicklung sowie die Sicherstellung eines geschützten Umgangs mit digitalen Medien. Alle unsere Inhalte sind wissenschaftlich fundiert und wurden in Zusammenarbeit mit Expert*innen an der Freien Universität Berlin entwickelt. 

Unsere App schützt außerdem die Privatsphäre von Kindern, sammelt keine Daten und kann ohne die Erstellung eines User-Accounts genutzt werden. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Abonnements, die App ist frei von jeglichen Werbeinhalten. Mit Aumio wollen wir ein Angebot für alle Kinder schaffen und Raum zur Entfaltung der individuellen Persönlichkeit geben. Dabei achten wir besonders auf Akzeptanz und Integration durch genderneutrale Ansprache und Verständlichkeit unserer Inhalte.

Aumio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In zwei wissenschaftlichen Studien mit mehr als 40 Familien konnten wir bereits zeigen, dass Aumio’s Übungen Kindern helfen. Symptome wie Impulsivität Hyperaktivität wurden mithilfe einer regelmäßigen App-Nutzung gelindert. Aktuell führen wir eine weitere, größer angelegte klinische Studie mit der FU Berlin durch, in der wir die Wirksamkeit von Aumio weiter belegen wollen. Mittelfristig ist es das Ziel, das Aumio von Krankenkassen in Deutschland erstattet wird. Gleichzeitig expandieren wir aktuell ins englischsprachige Ausland. In fünf Jahren soll Aumio die No. 1 Meditations-App für Kinder weltweit sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mitgründer: Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist in meinen Augen die Qualität des Gründerteams – und zwar sowohl auf persönlicher als auch auf professioneller Ebene. Komplementäre Erfahrungen und Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie eine gute, produktive Diskussionskultur. Man verbringt unglaublich viel Zeit miteinander und muss sich blind vertrauen können. Ich würde empfehlen, nur mit Leuten zu gründen, die ich schon länger kenne und gut einschätzen kann.

Feedback: Je früher man die erste Version seines Produktes veröffentlicht, desto eher bekommt man ehrliches Kundenfeedback. Und erst dann weiß man ob man auf dem richtigen Weg ist oder nicht. Daher die Empfehlung: Nicht lange warten und so früh wie möglich launchen. Wenn einem die erste veröffentlichte Version des Produktes nicht zumindest ein bisschen peinlich ist, hat man vermutlich zu lange gewartet.

Schnelle Iterationen: Nachdem das Produkt am Markt ist gilt es, das Feedback der User in schnellen Iterationsschleifen umzusetzen und gleichzeitig in konstanten Austausch zu bleiben um zu erfahren, was gut ankommt und was nicht. Hierbei sollte man frühzeitig datengetrieben vorgehen und nicht nur seiner Intuition vertrauen – denn mit der liegt man erstaunlich häufig daneben.  

Wir bedanken uns bei Tilman Wiewinner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Aumio

Kontakt:

Aumio GmbH
Mühlenstraße 8a
DE-14167 Berlin
https://aumio.de/
info@aumio.de

Ansprechpartner: Tilman Wiewinner

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/aumiokids/
Instagram: https://www.instagram.com/aumiokids/

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