Auka mischt mit seiner mobilen Bezahltechnologie den privaten Finanzsektor auf

Mit Hilfe der White-Label-Plattform von Auka können Banken ihren Service modernisieren und den Kunden somit attraktive mobile Bezahldienste anbieten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Auka doch kurz vor!
Mein Name ist Daniel Döderlein und ich bin Gründer und Geschäftsführer von Auka.
Auka ist ein norwegisches Fintech-Unternehmen, welches es Banken ermöglicht, mobile Bezahldienste für ihre Privat- und Geschäftskunden anzubieten. Im Februar 2014 sind wir mit unserer P2P- und P2M-Plattform unter dem Namen mCash mit einer Privatkundenbank und großen Ketten wie Starbucks und Burger King als Partner gestartet. Im Oktober 2015 hat mCash eine exklusive Kooperation mit der Sparebank 1 Group geschlossen – das zweitgrößte Finanzinstitut in Norwegen. Heute – nun unter dem Namen Auka – ermöglichen wir Finanzinstituten einen einfachen Zugang zur Welt des mobilen Bezahlens. Fortan können diese ihren Händlern und Kunden sichere, mobile Bezahldienste anbieten – ganz einfach auf Basis unserer White-Label-Plattform.

Wie ist die Idee zu Auka entstanden?
Es passierte an einem schönen Sommertag im Jahre 2006. Ich war mit meinem ältesten Sohn auf dem Spielplatz. Während er am spielen war, habe ich mit meinem Nokia gekämpft und da kam es mir: Wie könnte man mit so einem Ding Geld versenden? Es sollte so einfach sein wie eine Textnachricht. Nur zum Verständnis: Mein Nokia war kein Smartphone, all das spielte sich in der Prä-Smartphone-Ära ab und war noch weit davon entfernt, überhaupt möglich zu sein. Was noch herausfordernder war ist, dass ich zu dieser Zeit noch gar keine Ahnung von Bezahldiensten und Geldtransfer hatte. Acht Jahre später haben wir dann in Norwegen unsere erste App zum Bezahlen gestartet – unter dem Namen mCash.

Wie schnell ist Auka seit der Gründung gewachsen?
Auka wird mittlerweile von 17 norwegische Banken angewendet. Zusätzlich zu der sehr beliebten P2P-Funktion wird unsere Technologie von fast 5000 Händlern in Norwegen benutzt – und zwar im stationären Handel und online. Im Moment sind mit einigen Banken rund um den Globus im Gespräch und gehen davon aus, unseren Service demnächst auch mit einem internationalen Partner zu starten.

Wie funktioniert das Konzept von Auka?
Mit Hilfe von Aukas White-Label-Plattform können Banken ihren Service modernisieren und den Kunden somit attraktive mobile Bezahldienste anbieten – mit minimalem monetären und zeitlichen Aufwand.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?
Es ist sehr schwer, eine komplett neue Idee in einem bestehenden Markt zu etablieren. Mir wurde immer und immer wieder gesagt, dass es vielleicht misslingen würde. Im Falle von Auka mussten wir die Verhaltensmuster in einer Umgeben ändern, wo Kartenzahlung und Bargeld bereits fest verankerte Systeme sind. Von den Banken kam ebenfalls Gegenwind, da unsere Technologie in Konkurrenz zu ihrem Geschäftsmodell steht. In der ersten Phase bis zum Start von mCash im Jahre 2014 wollte keine Bank mit uns kooperieren. Also haben wir das Produkt einfach selbst auf den Markt gebracht. Die stetig steigende Nachfrage hat die Banken realisieren lassen, dass unsere Technologie ein tatsächliches Problem der Anwender löst. Nachdem wir also bewiesen haben, dass unser Produkt nachgefragt wird und funktioniert, sind wir wieder zurück zu unserem ursprünglichen Plan: eine Kooperation mit Banken. Es war ein langer und steiniger Weg, aber der Markt scheint nun reifer und damit auch bereit für unser Produkt zu sein.

Was ist das Alleinstellungsmerkmal von Auka?
Auka bietet eine Mischung aus innovativer Startup Mentalität und einer technisch perfekten Finanzdienstleistungs-Technologie. Bei Nacht das rebellische Startup und bei Tag der verlässliche Dienstleister – genau so beschreiben wir uns am liebsten. Mit diesem Mix schaffen wir es unserer Konkurrenz einen Schritt vorraus zu sein und Banken dabei jederzeit die nötige Zuverlässigkeit zu bieten, die diese in ihrem Geschäftsalltag benötigen. Wir bieten keine halbherzige Mischung, sondern das Beste aus Beidem.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Dich aus?
Früh aufstehen, späte nach Hause kommen – mit grandiosen Kollegen arbeiten, die mit genauso viel Herz bei der Sache sind wie ich. Wenn meine Ideen so langsam aufgebraucht sind, treibt das Team ihre weiter. Ich spiele nicht mehr die erste Geige und das ist ein großartiges Gefühl. Ich bin immer verfügbar, aber ich muss verstehen, dass ich auch relevant sein kann, während ich die Führungsverantwortung an andere große Persönlichkeiten abgebe. Für mich ist es jetzt wichtiger als zuvor mit Investoren zu reden und die langfristige Planung und das Wachstum zu steuern.

Auka, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich werde das was ich jetzt schon tue noch immer machen, nur größer und weltweit. Vielleicht starte ich auch noch eine weitere Firma, darin scheine ich ja ganz gut zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Niemals aufgeben. Jeder Gründer sollte sich seinen Kapitalgeber immer auf Basis von Expertise aussuchen, sodass er optimal zur eigenen Idee passt. Zusammen mit der Fähigkeit Dinge schnell und unkompliziert zu erledigen, ist das das Wichtigste.

Wir bedanken uns bei Daniel Döderlein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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