Sonntag, August 14, 2022

Man kann nie wissen, wo und wann die nächste Hürde auftaucht. 

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Auk Eco AS smarter Indoor Garten einfach zu bedienen und äußert effizient

Stellen Sie sich und das Startup Auk Eco AS doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Didrik Dege Dimmen und ich bin CEO und Co-Founder von Auk Eco AS. Wir sind ein stetig wachsendes Team aus derzeit zwölf Serienunternehmern, Ingenieuren und Designern aus Norwegen. Zusammen haben wir Auk entwickelt, einen aus unserer Sicht revolutionären Indoor-Garten. Denn durch die automatische Steuerung der Licht-, Wasser- und Nährstoffbereitstellung schafft Auk stets die idealen Wachstumsbedingungen für beispielsweise Kräuter oder Chillies. Allein in Norwegen haben wir bereits mehr als 8.000 Auk-Systeme verkauft. Nun sind wir dabei, unser Produkt in die ganze Welt zu bringen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben so ziemlich alle Indoor-Gardening-Systeme, die es auf dem Markt gibt, getestet. Dabei haben wir festgestellt, dass sie entweder zu einfach, nicht gut genug oder viel zu kompliziert und schwer zu bedienen sind. Also haben wir uns entschieden, selbst ein Produkt zu entwickeln: Einen schönen, einfach zu bedienenden und äußert effizienten, also eine Menge Pflanzen produzierenden, smarten Indoor-Garten. Das Ergebnis ist Auk. 

Welche Vision steckt hinter Auk Eco AS?

Unserem Planeten geht es zunehmend schlechter. Das Ackerland erodiert aufgrund von Verschmutzung und Kontaminierung. Wir verbrauchen viel zu viel Energie für die Verpackung, den Transport, die Lagerung und die Abfallentsorgung von Lebensmitteln. Das ist ein großes Problem. Viele Menschen wollen zwar ihre eigenen Lebensmittel anbauen und sich selbst versorgen –, aber sie haben nicht die richtigen Werkzeuge dafür. Auk ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zur vertikalen Landwirtschaft als generellem Trend. Und jeder Schritt, der diesen Prozess beschleunigt, lohnt sich.  

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ganz klar: die Produktion. Denn Auk besteht aus einer ganzen Reihe verschiedener Komponenten; zwei Platinen, 13 LED-Leuchten, drei Schrittmotoren, eine Zylinderspule, maßgefertigte mechanische Kunststoffteile und viele mehr. Alles muss perfekt harmonieren. Hinzu kommt, dass die Entwicklung der Hardware nicht nur komplex, sondern bekanntermaßen auch teuer ist. Das Schwierigste war jedoch, das Ventil des Wassertanks so zu gestalten, dass es einerseits richtig funktioniert und andererseits unabhängig vom Wasserstand eine bedarfsgerechte Menge an Flüssigkeit ausgibt. Letztlich mussten wir sogar einen neuen Druckausgleicher erfinden, der speziell auf Auk zugeschnitten ist. Das alles hat viel Zeit beansprucht. 

Wer ist die Zielgruppe von Auk Eco AS?

Alle, die eigene Kräuter, Salate, Tomaten und andere Nutzpflanzen für den alltäglichen Bedarf anbauen möchten. Zwei Gruppen stechen allerdings besonders hervor: Junge Familien und ältere Generationen, deren Kinder bereits aus dem Haus sind. Sie eint die Wertschätzung für besonders schmackhafte Kräuter und die Freude am eigenen Anbau. 

Wie funktioniert Auk Eco AS? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Eines der größten Probleme mit traditionellen Indoor-Gardening-Systemen ist, dass die zum Einsatz kommenden Samen eine begrenzte Menge an Nährstoffen enthalten. So wachsen die Pflanzen zwar anfangs gut heran, zerfallen oder sterben sogar ab, wenn die Nährstoffe aufgebraucht sind. Daraufhin gilt es, von vorne anzufangen: neue, teure Schoten pflanzen und weitere vier bis fünf Wochen warten, bevor es wieder etwas zu ernten gibt. Das ist äußert ineffizient und ist einfach eine schreckliche Benutzererfahrung. 

Wir aber wollten ein System, dass Anwendern einen ständigen Nachschub an Kräutern, Salaten und Gemüse liefert –, das nie aufhört zu gedeihen und eine kontinuierliche Ernte sicherstellt. Um das zu erreichen, haben wir unser EverGrow-System entwickelt. 

Die wichtigste Komponente des EverGrow-Systems ist der Nährstoffmischer. Je nachdem, welche Pflanzen gedeihen sollen, führt er einen individuell angepassten Nährstoffmix in der richtigen Menge zu. Und da der Nährstoffmischer nachfüllbar ist, müssen die Pflanzen nie hungern. Die Vollspektrum-LED-Lampe passt darüber hinaus die Intensität und Farbe des Lichts an, je nachdem, in welchem Lebensstadium sich die Pflanzen befinden. Daher ist es möglich, die Entwicklung von Blüten gezielt zu fördern oder zu verhindern. Das EverGrow-System schafft nahezu perfekte Bedingungen für seine pflanzlichen Bewohner – und das automatisch. 

Auk ist außerdem aus nachhaltigen Materialien hergestellt, hat ein einzigartiges Design, verfügt über ein dimmbares Licht für mehr Komfort in der Nacht und die Möglichkeit, buchstäbliches jedes beliebige Saatgut zu verwenden. Wer möchte, kann sich unseren smarten Indoor-Garten nicht nur in Weiß, sondern nun auch in Schwarz mit Walnussstäben bestellen.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sammelt Geld, wann immer ihr könnt. Versucht aber nicht, den Zeitpunkt des Fundraisings zu optimieren, sondern besorgt euch einfach das Geld und fertigt das Produkt. Man kann nie wissen, wo und wann die nächste Hürde auftaucht. 

Stellt immer neue Leute ein –, aber die richtigen. Das Einstellen von Mitarbeitern ist mühsam und Abkürzungen sind daher sehr verlockend. Kompromisse sind aber keine Lösung, ihr werdet es bereuen. 

Habt eine große Sicherheitsmarge für alles parat. Alles wird dreimal länger dauern, dreimal mehr kosten oder ihr werdet nur ein Drittel so viel verkaufen wie ursprünglich geplant. Eine Sicherheitsmarge ist notwendig, um für die „bekannten Unbekannten“ gewappnet zu sein. 

Wir bedanken uns bei Didrik Dege Dimmen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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