Samstag, Oktober 16, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

aspUraclip: mobile Mini-Breezer mit besonders hochwertigen ätherischen Bio-Ölen

Stellen Sie sich und das Startup aspUraclip doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Vinh-Nghi Tiet, ich bin Ingenieur und studierter Elektrotechniker. Gemeinsam mit meinem Partner Wolfgang Kleiner habe ich den ersten mobilen Mini-Breezer, den aspUraclip, entwickelt. Das ist ein Kunststoff-Clip, der mit hochwertigen ätherischen Bio-Ölen gefüllt ist und ganz einfach in die Nase eingesetzt werden kann. Dort verströmt er dann seinen wohltuenden Duft, zum Beispiel nach Lavendel oder Eukalyptus. Das Besondere: Da er in jede Tasche passt, ist er perfekt für unterwegs, quasi immer ready-to-go, um für frische Luft und einen klaren Kopf zu sorgen. Damit wollen wir unseren KundInnen jederzeit individuelle Wohlfühlmomente ermöglichen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Seit meiner Kindheit bin ich ein begeisterter Bastler und ich habe früh meine Faszination für (technische) Innovationen entdeckt. Daher hat mich auch die Vorstellung, ein Produkt von der Idee über die Entwicklung bis zu Fertigstellung und dem Vertrieb zu realisieren, schon lange gereizt. Als Wolfgang mir dann von seiner Geschäftsidee erzählte, erkannte ich das Potenzial der Mini-Breezer und wagte mit ihm gemeinsam den Schritt in die Unternehmensgründung.

Welche Vision steckt hinter aspUraclip?

Seit unserer Gründung arbeiten wir an einem Ziel: Wohlfühlmomente für jede und jeden zu ermöglichen – überall und zu jeder Zeit! Wir wollen unsere KundInnen bei einem aktiven und glücklichen Leben unterstützen, abseits von Hektik und schlechter Luft.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

2018 haben wir an der Show „Die Höhle der Löwen“ teilgenommen und konnten dort die Investoren Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer für uns gewinnen, die uns mit insgesamt einer Million Euro unterstützten. Auch dank dieses Erfolges sind wir heute finanziell weitestgehend unabhängig. 

Die größten Herausforderungen hatten wir tatsächlich nach der Ausstrahlung der Sendung zu meistern. Der Ansturm an Bestellungen hat uns einige Luxusprobleme beschert, die Produktion kam nämlich kaum hinterher und es war schwierig, den Absatzerwartungen zu entsprechen. Nach kurzer Zeit mischten sich dann unter die anfängliche Euphorie auch kritische Stimmen. Gerade die Verpackung unserer Clips wurde von vielen KundInnen bemängelt, sodass wir diese noch einmal komplett überarbeitet haben. Zudem rief die viele Aufmerksamkeit auch die Konkurrenz auf den Plan und wir sahen uns plötzlich in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Und neben all dem Ärger war das dann auch der Moment, in dem wir wussten: Wir sind eine ernstzunehmende Konkurrenz!

Wer ist die Zielgruppe von aspUraclip?

Wir haben den aspUraclip für alle neugierigen und aktiven Menschen entwickelt, die sich mehr Freiheit und Unabhängigkeit im Alltag wünschen. Der aspUraclip begleitet seine TrägerInnen in der Uni, auf der Arbeit, in der U-Bahn oder beim Sport. So möchten wir Spaß und Wohlbefinden fördern, sodass unsere KundInnen ätherische Öle ganz bequem anwenden und das Leben genießen können.

Wie funktioniert aspUraclip? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Produkt ist eine Weltneuheit, etwas Vergleichbares gibt es auf dem Markt bisher nicht. Die Maschinen zur Herstellung unserer Mini-Breezer mussten wir daher eigens entwickeln und sind stolz, dass wir aus eigener Kraft ein marktreifes Produkt fertigen konnten. Da war einiges an Tüftler-Geist gefragt! Außerdem verwenden wir für unsere Mini-Breezer nur besonders hochwertige ätherische Bio-Öle, um optimale Qualität garantieren zu können. Darüber hinaus ist der aspUraclip durchaus ungewöhnlich, gerade der Look, den der Clip seinen TrägerInnen verleiht. Damit ecken wir natürlich auch an. Aber inzwischen ist die „Edgyness“ ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie geworden. Sich selbst verwirklichen, unkonventionell denken und sein, dafür steht aspUraclip. Und das möchten wir auch unseren KundInnen ermöglichen.

aspUraclip, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, ein internationales Unternehmen auf die Beine zu stellen. Wir haben bereits in der Vergangenheit ins Ausland expandiert und sind unter anderem in Polen sehr erfolgreich. Nun sollen weitere Länder, wie Österreich und die Schweiz, folgen. Außerdem arbeiten wir ständig daran, unsere Mini-Breezer zu optimieren und das Produktportfolio um weitere naturreine, ätherische Duftmischungen zu erweitern. Perspektivisch möchten wir uns beispielsweise in den Pharma-Sektor vorarbeiten. Denn neben ätherischen Ölen können ja auch andere Stoffe in den Clip gefüllt werden für medizinische Zwecke. Das ist ein eher mittel- bis langfristiges Vorhaben, aber wir beginnen jetzt schon mit den Vorbereitungen. Mit Unterstützung der Bundesregierung sind dafür einige tolle Plattformen wie z.B. das German Accelerator Programm entstanden, bei der wir mit am Start sind, um die richtigen Partner zu finden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ganz klar: Sich vertrauensvolle PartnerInnen zu suchen! Und zwar solche, die andere Fähigkeiten und eine eigene Meinung mitbringen, sodass man sich bestenfalls ergänzt. Ansonsten sollten sich GründerInnen der harten Arbeit und der Herausforderungen, die auf sie zukommen, bewusst sein, aber sich dadurch nicht entmutigen lassen. Rückschläge gehören dazu! Oder frei nach Wolfgangs Leitmotiv: Es dauert länger als man denkt, es kostet mehr als man denkt und es ist schwieriger als man denkt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Vinh-Nghi Tiet für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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