Donnerstag, Oktober 21, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

askui SaaS-Lösung zur No-Code Testautomatisierung auf UI-Ebene

Stellen Sie sich und Ihr Startup askui kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jonas Menesklou und ich bin CEO des StartUps askui. Wir haben unseren Sitz im schönen Karlsruhe und beschäftigen uns mit dem Thema UI-Automatisierung. Dabei bieten wir eine SaaS-Lösung zur No-Code Testautomatisierung auf UI-Ebene an.

Wir stellen sozusagen sicher, dass Applikationen immer so funktionieren wie sie sollen. Dabei betrachten wir die Applikation wie ein Mensch, das heißt wir benutzen nur die visuellen Aspekte zum Testen. Vom zu Grunde liegenden Code sind wir dadurch unabhängig.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mitgründer Dominik und ich arbeiteten schon während des Studiums an der Idee. Wir hatten beide schon immer den Drang zur Selbständigkeit. Als wir dann auch beide Ende 2020 mit dem Studium fertig wurden und merkten, dass unser Ansatz viele Probleme in der Testautomatisierung löst, fiel die Entscheidung zu gründen nicht schwer.

Welche Vision steckt hinter askui?

Spätestens seit Corona wissen wir, dass wir in einer digitalen Welt leben. Wir wollen in einer funktionierenden, digitalen Welt leben. Unseren Beitrag dazu leisten wir, indem wir UI-Automatisierung vereinfachen – damit digitale Produkte auch immer so funktionieren wie sie sollen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war zu lernen, wie unser Markt und die Prozesse in diesem funktionieren. Man kann als StartUp sehr schnell agieren und reagieren, jedoch muss man seinen Markt verstehen, um die richtigen Prozesse zu installieren. Das war besonders in der Anfangsphase ein hartes Learning. Seit dem 01.01.2021 werden wir durch das EXIST-Gründerstipendium finanziert. Davor waren wir bootstrapped unterwegs. 

Wer ist die Zielgruppe von askui?

Als B2B SaaS Produkt adressieren wir Hersteller und Betreiber von Software mit grafischen Benutzeroberflächen. Das kann ein klassischer Webshop oder eine Webapplikation sein. Aber auch Legacy Applikationen oder CRM/CMS-Systeme gehören dazu. Sobald ein Softwarehersteller die dauerhafte Funktionalität seines Produkts sicherstellen muss, können wir helfen.

Wie funktioniert Ihr „Produkt“ oder „Angebot“? Wo liegen die Vorteile?

Klassische UI-Automatisierung benutzt code-basierte Selektoren zur Adressierung von Elementen im User Interface. Man benötigt spezielle Experten, um solch eine Testautomatisierung zu implementieren und zu pflegen. Das kann je nach Umfang der Automatisierung sehr teuer werden.

Unser Ansatz ist nicht über den Quellcode zu automatisieren, sondern das User Interface wie ein Mensch zu betrachten. Unsere Software wurde darauf trainiert User Interface Elemente anhand von visuellen Eigenschaften zu erkennen. Das heißt zur Automatisierung benötigen wir lediglich Screenshots von der Applikation – dadurch können wir selbst komplizierteste Legacy Anwendungen testen, ohne auch nur einmal den Quellcode anzufassen. 

Zusätzlich verwenden wir natürlichsprachliche Testfälle, wie bspw. „Klick den ‚Login‘ Button“, um die Automatisierung so einfach wie möglich zu gestalten.

Wie ist das Feedback?

Bislang hatten wir durchweg sehr positive und erstaunte Reaktionen. Es fühlt sich schon fast wie Magie an, wenn ein Mauszeiger plötzlich von alleine über die Benutzeroberfläche fliegt und Elemente anklickt. Wir erklären dann auch immer sehr gerne, wie unser Ansatz genau funktioniert.

Ein paar Baustellen haben wir aber auch noch. So entwickeln wir bspw. zurzeit die Automatisierung von Drag&Drop Funktionen im UI. Dieser sehr spezifische Testfall wird zwar aktuell nicht sehr oft verwendet, wird in Zukunft aber häufiger auftauchen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns langfristig nicht nur als Entwickler von Testautomatisierungssoftware, sondern generell als Technologieanbieter. So bietet die Technologie unter anderem interessante Anwendungsfelder in der Robotic Process Automation (RPA). Wir wollen unsere Technologie durch eine Schnittstelle auch für Entwickler von RPA-Lösungen verfügbar machen und so neben der Testautomatisierung auch die Automatisierung von repetitiven Aufgaben ermöglichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Machen ist besser als planen

Geld lügt nicht

Implementiere skalierbare Prozesse, später hast du keine Zeit mehr dazu

Wir bedanken uns bei Jonas Menesklou  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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