Setzt Euch mit den Befindlichkeiten Eurer Kunden auseinander.

Artcrater Sammlernetztwerk für Kunstwerke

Stellen Sie sich und das Startup Artcrater kurz unseren Lesern vor!

Artcrater ist ein exklusives, kostenfreies Sammlernetzwerk, über das validierte Mitglieder ihre Kunstwerke diskret und direkt von Sammler zu Sammler anbieten und verkaufen können. Die über die Plattform Artcrater angebotenen Kunstwerke sind ausschließlich für Mitglieder sichtbar. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Kunstwerke wirklich „behind the scenes“, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, gehandelt werden.

Artcrater ist für Sammler eine attraktive Alternative zum risikoreichen Auktionsverkauf, bei dem annähernd 40% der angebotenen Kunstwerke in der Regel nicht verkauft werden. Artcrater beschränkt sich gezielt auf die 700 am stärksten nachgefragten Künstler der Welt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Gründerin von Artcrater ist die bekannte deutsche Sammlerin Gudrun Wurlitzer. Ihr Anliegen war es, mit der Gründung der Internet-Plattform auf ein Problem zu reagieren, das sie selbst gut kennt und das sie als weithin verbreiteten Collectors-Pain identifiziert hat. Denn: Wer Kunst kauft ist König, doch wer sie wiederverkaufen will, wird zum Bittsteller und hat es schwer. Galerien nehmen erworbene Arbeiten nur selten zurück. Was  dann bleibt, ist die Auktion. Jedoch können nur gut die Hälfte der zur Auktion kommenden Arbeiten tatsächlich erfolgreich zugeschlagen werden. Die nicht verkauften Werke gelten als “verbrannt”, denn sie sind in einschlägigen Datenbanken als „Unsold Lot“ bzw. „bought in“ geführt und bleiben damit für längere Zeit nur sehr schwer verkäuflich. Auf genau dieses Problem reagiert Gudrun Wurlitzer als Gründerin von Artcrater.

Welche Vision steckt hinter Artcrater?

Mit Artcrater wird Sammlern, die ihre Werke verkaufen möchten, eine diskrete und risikolose Alternative geboten. Artcrater ist bestrebt, ein reines Sammlernetzwerk mit einer wachsenden Community zu werden, das es seinen Mitgliedern ermöglicht, Kunstwerke diskret, digital und direkt vom Sammler zum Sammler zu verkaufen, ohne das Risiko eines „bought in“ einzugehen. Die erzielten Preise werden bei Artcrater nicht angezeigt, es erfolgt keine Registrierung in Datenbanken, wie dies bei Auktionsergebnissen der Fall ist.

Gleichzeitig bietet Artcrater Sammlern die großartige Erfahrung, interessante Kunstwerke wie in einem Auktionskatalog zu entdecken, ohne jedoch das Risiko einzugehen, beim Kauf in einen Bieterkrieg verwickelt zu werden und ein Aufgeld von bis zu 30% zum Hammerpreis zu zahlen. Artcrater erhebt vom Verkäufer und Käufer nur eine Gebühr von 5%, die während des Verkaufsprozesses eindeutig angegeben sind. Artcrater strebt an, das bisher gänzlich undigitalisierte Kunstmarktsegment der “Private Sales“ durch die entwickelte Online-Alternative deutlich effizienter zu machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Artcrater ist aktuell auf Investorensuche und derzeit noch bootstrapped.

Wer ist die Zielgruppe von Artcrater?

Artcrater tritt als Alternative zu den Auktionshäusern auf und wendet sich an die mittelständischen Sammler, die Werke von Künstlern sammeln, die zu den 700 nachgefragtesten Künstlern der Welt zählen.

Wie funktioniert Artcrater? Wo liegen die Vorteile?

Artcrater ist ein exklusives Netzwerk für Sammler. Nur validierte Mitglieder haben Zutritt und können dann über die Plattform an andere Sammler Verkaufen. Sammler, die Artcrater nutzen, sind vor allem vor allen Risiken geschützt, die mit einem Auktionsverkauf verbunden sind. Artcrater berechnet nur je 5% Kommission vom Verkäufer und Käufer, während bei Aktionshäusern für den Einlieferer in der Regel 10% und für den Käufer 30% Aufgeld fällig werden. Außerdem entfällt bei Privatverkäufen die Mehrwertsteuer, die im Kunsthandel oder im Auktionskontext zu zahlen ist. Deutschland ist das Land mit der höchsten Mehrwertsteuer auf Kunst, so dass dieser Vorteil von unschätzbarem Wert ist.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback innerhalb der Zielgruppe ist phänomenal. Seit dem Start zu Jahresbeginn wächst die Zahl der Mitglieder und es wird deutlich, dass das Angebot von Artcrater genau den Nerv der Sammler getroffen hat. Artcrater erhält von den Mitgliedern ausschließlich Lob und unzählige positive und begeisterte Rückmeldungen – zumal es bereits innerhalb kürzester Zeit zu diversen erfolgreichen Verkäufen im mittleren fünfstelligen Bereich über die Plattform gekommen ist. Das Vertrauen in die Plattform ist ausgesprochen groß, weil die Sammlerin und Inhaberin Gudrun Wurlitzer offen dafür steht. Hinzu kommt, dass die Mitglieder in das Sammlernetzwerk auch selbst sehr viel Vertrauen haben, weil sie als Sammler bei Artcrater diskret  unter sich bleiben können.

Artcrater, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir nach vorsichtiger Schätzung mindestens 1-2% des internationalen Online-Markts für Zeitgenössische Kunst beherrschen, in Zahlen bedeutet dies weit über 50 Mio $ Umsatz. Gleichzeitig sind wir darauf bedacht, dabei das Vertrauen unserer Sammler stets in den Vordergrund zu stellen. Vor allem aber glauben wir auch an einen Wandel des undigitalisierten Segments der sog. „Private Sales“. Private Sammlungen werden liquider werden, Kunstwerke häufiger auf diskretem und digitalen Wege den Besitzer wechseln – und so mehr Platz schaffen für Neuerwerbungen. Ein Gewinn für Künstler, Galerien und Sammler, an dem Artcrater entscheidend mitbeteiligt ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Setzt Euch mit den Befindlichkeiten Eurer Kunden auseinander. Fangt klein an und sprecht mit Ihnen, bevor Ihr das ganze aufblast.

Foto: Bernd Jaworek

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Gudrun Wurlitzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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