Lasst euch in wichtigen Planungen und Entscheidungen von Spezialisten beraten

Mit AR-CHECK reinigt eine Arbeitskraft bereits an ihrem ersten Arbeitstag komplexe Anlagen und Oberflächen mit komplizierten Anforderungen fehlerlos und in hoher Qualität

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen AR-Check doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Martin Cudzilo. Geboren bin ich in Kanada Toronto und lebe seit 1970 in Deutschland. Seit 2004 betreibe ich einen Gebäudereinigungsbetrieb im Raum Frankfurt am Main. Aufgrund meines Interesses an innovativen Technologien im Hard- und Softwarebereich sowie dem Focus auf die zunehmende digitale Entwicklung in Industrie und Handwerk, habe ich mich 2006 auf die Entwicklung von computergestützten Systemen zur Digitalisierung von Organisations-, Verwaltungs- und Auftragsausführungsprozessen in der Gebäudereinigung spezialisiert. AR-CHECK ist eine auf Augmented Reality basierende Softwarelösung zur Unterstützung und Organisation von Reinigungsprozessen.

martin-cudziloWie ist die Idee zu AR-Check entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
In der Gebäudereinigung gibt es zwei wesentliche Faktoren, die erhebliche Kosten und Probleme verursachen. – Der überdimensionierte Verwaltungsapparat und die scheinbar unvermeidbaren Qualitätsschwankungen in der Reinigungsausführung! Im Rahmen meiner Spezialisierung habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie ich die vorbenannten Probleme lösen kann. So entstand die Idee und die Lösung beider Probleme, AR-CHECK!
Mein Gründerteam besteht aus mir. Zudem erfreue ich mich professioneller Unterstützung, u.a. von meinem brillanten Patentanwalt Robert Kratz und einigen weiteren hervorragenden Rechtsanwälten und spezialisierten Beratern.

Von der Idee bis zum Start.Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Obwohl sich ein Trend abzeichnete, war der technologische Stand der Entwicklung in Bezug auf die Technologie Augmented Reality sowohl in Bezug auf die Hardware wie auch in Bezug auf die Software für mein Vorhaben nicht ausgereift. Aufgrund seines großen Potenzials war ich zwar sicher das diese Technologie die Arbeitswelt erobern und verändern wird. Die Frage war vielmehr wann? Die Entwicklung und Prognosen stimmten mich zuversichtlich, in Folge dessen ich AR-CHECK 2014 zum Patent angemeldet habe. Erfreulicher Weise erwies sich meine Entscheidung als richtig, denn die technologische Entwicklung vollzog sich schneller als erwartet. Große, insbesondere amerikanischeSoftwarekonzerne wie Google, Microsoft, Daqri, SAP, ODG u.v.m. erkannten frühzeitig das Potenzial dieser Technologie und brachten bereits 2015vielversprechende Lösungen hervor. 2016 wurde es dann richtig interessant, wie ich auf der größten Fachmesse für Virtual- und Augmented Reality, der Augmented World Expo (AWE) in Santa Clara sehen konnte.
Auf der „ISSA Interclean 2016“ in Amsterdam,die weltweit als führende Veranstaltung für die Reinigungs- und Hygieneindustrie bekannte Fachmesse, errang eine Augmented Reality Lösung den Innovationspreis. Finanziert habe ich AR-CHECK über die Einnahmen aus meinem Tagesgeschäft. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine Kunden.

Wer ist die Zielgruppe von AR-Check?
Die Zielgruppe sind Leistungsempfänger von Reinigungsleistungen (Endkunden), also Betreiber von Hotels, Restaurants, Fitnessstudios, Krankenhäuser, Städte und Kommunen etc., aber auch Unternehmen, die Gebäudereinigungsleistungen anbieten (Bsp. Gebäudereinigungsunternehmen, Gebäudedienstleister etc.)

Wie funktioniert AR-Check?
AR-CHECK kombiniert Augmented Reality Technologie (erweiterte Realität) mit Smart Glasses(Datenbrillen). Über ihre Datenbrille wird jeder Reinigungskraft angezeigt, welche Arbeiten wo gerade fällig sind und in welcher Reihenfolge sie ihre Aufgaben zu erledigen hat. Die fälligen Oberflächen (Böden, Möbel, Einrichtungsgegenstände, Fenster etc.) sieht sie durch ihre Datenbrille farblich (rot ) überlagert. Zusätzlich werden die zur fachgerechten Erledigung erforderlichen Reinigungsmaterialien, Arbeitsschritte und sonstige hilfreichen Informationen in ihr Sichtfeld projiziert. Dabei hat sie stets beide Hände frei für die Arbeit. Die Datenbrille arbeitet mittels Sensoren, die sich in den Reinigungsgeräten (Staubsauger, Wischmopp, etc.) oder in den Handschuhen (für Reinigung mit Wischtüchern, Bürsten, Schwamm, etc.) befinden. Bei der Ausführung der Reinigung registrieren die Sensoren nicht nur, ob das Reinigungsgerät die zu reinigende Oberfläche berührt und eingeschaltet ist (Bsp. Staubsauger), sondern sie erkennen auch, ob der erforderliche Mindestanpressdruck (Schwellenwert) besteht, der für eine effektive Reinigung erforderlich ist. Des Weiteren erkennt AR-CHECK, ob die Reinigungskraft die richtigen Reinigungsgeräte und Materialien verwendet. Beispiel: Aus Bequemlichkeit oder versehentlich benutzen einige Reinigungskräfte zum Beispiel den Wischlappen für das WC, den sie gerade zur Hand haben, schnell mal für die Reinigung in der Küche oder im Büro. AR-CHECK würde diesen gravierenden Fehler sofort erkennen und effektiv unterbinden. Erst mit einer ordnungsgemäßen Reinigungsausführung zeichnet AR-CHECK die Reinigung auf und zeigt zur Unterstützung der Reinigung eine Farbveränderung im Sichtfeld an (von Rot auf Grün). Jeder vom Nutzer ausgeführte Arbeitsprozess, wie auch seine Versäumnisse und/oder Fehler, werden von AR-CHECK erkannt und erfasst. Situationsbezogene Prozesse zur Wiederaufnahme bzw. Aufrechterhaltung der vorgegebenen Arbeitsweise werden automatisch ausgelöst. Sämtliche Prozesse sind hocheffizient und erfolgen in Echtzeit. AR-CHECK reduziert die Fehlerquote in der Arbeitsausführung sowie Ausfälle und erhöht gleichzeitig die Qualität der Arbeitsergebnisse. Eine kosten- und zeitaufwändige Einarbeitung für die Ausführung der verschiedenen Reinigungstätigkeiten, aber auch mögliche Verständigungsprobleme aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse, gehören mit AR-CHECK der Vergangenheit an.

Warum sollte man AR-Check nutzen?
Mittels neuester, international patentierter Technologie verwandelt AR-CHECK unqualifiziertes Personal unverzüglich in professionelle Reinigungsexperten, was sonst nur durch intensives Training und langjährige Praxis möglich wäre. Mit AR-CHECK reinigt eine Arbeitskraft bereits an ihrem ersten Arbeitstag komplexe Anlagen und Oberflächen mit komplizierten Anforderungen fehlerlos und in hoher Qualität – ohne jedwede Ausbildung, ohne Sprachkenntnisse und ohne zusätzliche persönliche Betreuung.Auf diese Weise schafft die Technologie neue Arbeitsplätze für Menschen, die bisher aufgrund fehlender Sprach- oder Fachkenntnisse keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hatten. Des Weiteren organisiert und verwaltet AR-CHECK alle damit verbundenen organisatorischen Aufgaben und Prozesse, was bisher nur mit zusätzlichem Personal und Aufwand zu bewältigen ist.

AR-Check, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
AR-CHECK wird eine webbasierende Plattform (ähnlich wie airbnb, uber, skype, facebook etc.).Über die Plattform stehen dem registrierten Nutzer entsprechende Lösungspakete zu Auswahl. Des Weiteren bekomm er über die Plattform die erforderlichen Datenbrillen, dieSensoren zum Nachrüsten der Reinigungsgeräte wie auch Reinigung- und Verbrauchsmaterialien, des weiterenLeistungsverzeichnisse und andere hilfreiche Tipps. Zukünftig ist angedacht, dass diese Plattform sowohl für weitere Ideen als auch für Anbieter von Produkten aus diesem Bereich als Vertriebsplattform zur fungiert.
Aufgrund seiner revolutionären und hocheffizienten Funktionsweise wird sich AR-CHECK auf die Gebäudereinigung disruptiv auswirken und unverzichtbar sein, wo auch immer eine nachhaltig hohe Reinigungsqualität erwünscht ist. In fünf Jahren sehe ich AR-CHECK als internationalen Standard in der Ausführung von Reinigungsleistungen. Aber eins nach dem Anderem. Derzeit bin ich noch auf der Suche nach einem strategischen Partner und Investor, der bereit ist, mit mir gemeinsam die Welt der Sauberkeit und Hygiene zu revolutionieren

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Spezialisiert euch.
2. Denkt groß und disruptiv.
3. Lasst euch in wichtigen Planungen und Entscheidungen von Spezialisten beraten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Cudzilo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X