Worauf man bei der Entwicklung einer App wirklich achten muss!

Apps können für viele Branchen und Unternehmen, sowie für deren Nutzer einen echten Mehrwert bieten

Allerdings ist nicht jede App ein Selbstläufer. Es gibt einige Punkte, die Sie im Vorhinein berücksichtigen sollten, um von Anfang an beste Voraussetzungen zu schaffen, um möglichst viele Downloads zu erzielen. Wir entwickeln seit einigen Jahren Apps in München, und haben diese wichtigen Punkte an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

1. Was ist der Hauptnutzen ihrer App?

Welches konkrete Feature bietet ihre App, welches Ihre Zielgruppe zum Downloaden bewegt? Und handelt es sich wirklich um ein Alleinstellungsmerkmal, welches Ihr Service von allen anderen unterscheidet? Nur wenn Ihr Produkt wirklich innovativer und besser ist, als die Ihrer Konkurrenz, können Sie dieses auch wirkungsvoll kommunizieren und bewerben.

Vergleichen Sie hierfür im Vorfeld auf jeden Fall andere Angebote in den Appstores. Wenn das Feature, mit welchem Sie punkten wollen, bereits mehrfach erfolgreich umgesetzt wurde, wird es schwierig, eine bereits erfolgreich im Markt platzierte Konkurrenz-App zu verdrängen.

2. Monetarisierung – wie kommt das Geld rein?

Bei der Konzeptionierung einer App, ist es wichtig, sich auch über die Monetarisierung Gedanken zu machen. Möchten Sie ihre App gratis zum Download anbieten, also das Freemium-Modell nutzen, oder soll die App kostenpflichtig sein?

In den letzten Jahren hat sich zunehmend das Freemium-Modell durchgesetzt, da sich mit diesem wesentlich leichter zunächst Downloads generieren lassen. So ist es wesentlich einfacher, User von Ihrem Service zu überzeugen. Diese können anschließend über In-App-Payments zu zahlenden Kunden werden, indem sie kostenpflichtige Zusatzfunktionen anbieten.

Aber auch eine völlig kostenlose App kann sinnvoll sein, wenn diese indirekt Ihre Kunden an Ihre Services bindet, oder zum Erwerb von anderen Produkten Ihres Unternehmens führt. Falls Ihre App konkreten Nutzen für eine kleinere Zielgruppe bietet, kann nach wie vor auch die kostenpflichtige Variante eine sinnvolle Lösung sein.

3. Konkurrenz berücksichtigen

Ohne Marktforschung sollte man ein App-Projekt gar nicht erst starten. Wie viele Mitbewerber gibt es in Ihrem Segment? Wie gut ist das Angebot an ähnlichen Apps, wie Sie es planen? Hat Ihre Lösung ein Feature, welches in dieser Form noch nicht gibt, und das einen echten Mehrwert bietet? All dies ist wichtig, um für Ihre App von Anfang an die Erfolgschancen zu maximieren.

4. Benutzerschnittstelle

Ein Smartphone wird völlig anders genutzt wie etwa ein Laptop oder ein PC. Aus diesem Grund sollten sich Apps unbedingt von Ihren Websites unterscheiden. Denn die User Experience ist viel direkter, und kann bei einer App wesentlich spannender gelöst werden, als bei einer Website. Ein Smartphone verfügt über eine Vielzahl an Sensoren und Funktionen wie etwa Kameras, Hardware-Buttons, und natürlich den Touchscreen. Wenn sie diese vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten auf kreative Art und Weise nutzen, können Sie eine User-Experience schaffen, welche begeistern kann und zu langfristiger Nutzung, sowie positiven Bewertungen führt – Nehmen Sie sich viel Zeit, um die Benutzerschnittstelle so einfach, funktionell und innovativ wie möglich zu gestalten.

5. Android und/oder iOS?

Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine App zu entwickeln oder entwickeln zu lassen, dann stellt sich früher oder später die Frage, auf welchen Plattformen Sie diese veröffentlichen. Alles dreht sich dabei um iOS und Android, die beiden derzeit dominanten Betriebssysteme. In den meisten Fällen macht es Sinn, für beide Plattformen zu entwickeln. Die größere Userbase ist eindeutig bei Android zu erreichen – bei iOS ist diese dafür bereit, im Schnitt mehr Geld auszugeben. Auch die Zielgruppen unterscheiden sich ein wenig voneinander.

6. Review Guidelines

Bevor Sie eine App in Auftrag geben, lesen Sie unbedingt gründlich die Guidelines der App-Stores. Vor allem der iOS Appstore hat relativ strenge Richtlinien, die restriktiv gehandhabt werden. Schließen sie im Vorhinein aus, beim Review abgelehnt zu werden! Kündigen Sie eine App auch nicht zu früh an. Denn so manche App-Launchparty oder Kampagne musste schon abgesagt oder verschoben werden, wenn diese es nicht durch den Review geschafft hat. Dieser Prozess kann einige Wochen dauern, und wenn man durch den Rost fällt, muss man den gesamten Einreichungsprozess erneut durchführen.

7. Code Rechte sichern oder nicht

Wenn Sie eine App von einem Entwicklerbüro in Auftrag geben, klären Sie im Vorhinein unbedingt die rechtliche Situation ab. Sie haben hierbei die Möglichkeit, sich die Rechte am Code vollständig zu sichern. Falls Sie die Rechte am Code nicht erwerben, kann es zu Spannungen kommen, wenn man beispielsweise die Entwickler wechseln möchte. Im schlimmsten Fall kann es dann sein, dass die App völlig neue programmiert werden muss.

Dies sind also die wichtigsten 7 Punkte, die man bei der App-Entwicklung beachten sollte. Erstellen Sie vorab einen groben Plan ihrer Wunsch App und behalten Sie die angesprochenen Punkte immer im Hinterkopf.

Mehr zu App-Entwicklung für Startups finden Sie hier: www.startup-creator.com/de

Autor: Florian Hübner

Florian Hübner, CEO von Startup Creator und Decondia, unterstützt Unternehmer und den Mittelstand auf ihrem Weg in die Digitalisierung.Mit einem starken Netzwerk in Deutschland und Indien hilft er Gründern ihre Idee vom Konzept, über Design bis hin zur Entwicklung von Softwareanwendungen in Form von App- und Webentwicklung umzusetzen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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