Habt Spass bei dem was ihr macht

applaudio Peer-to-Peer Recognition Software ermöglicht es Mitarbeitern sich gegenseitig Wertschätzungen auszusprechen

Stellen Sie sich und das Startup applaudio doch kurz unseren Lesern vor!

applaudio ist eine Peer-to-Peer Recognition Software, die es Mitarbeitern einer Firma ermöglicht sich gegenseitig Wertschätzungen auszusprechen. Der Prozess der Wertschätzung im Arbeitsumfeld findet heutzutage oftmals in verbaler Form (Aussprechen eines „Dankes“) oder in Form der Vergabe einer Aufmerksamkeit (z.B. Blumen oder Tafel Schokolade vergeben) statt. Dabei enthalten diese Gesten für Unternehmen spannende Informationen, auf welche bisher Unternehmen nicht zugreifen. Unser Ziel ist es den Prozess der Wertschätzung nun zu strukturieren und digitalisieren, sodass das Unternehmen mit den gewonnenen Informationen die Weiterentwicklung einer von Wertschätzung und Zufriedenheit geprägten Mitarbeiterkultur vorantreiben kann. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Seit geraumer Zeit ist mein primäres berufliches Ziel meine Arbeit mit meiner Leidenschaft zu verbinden. Diese Leidenschaft sehe ich für mich in dem Aufbau einer Firma, bei der ich selbstbestimmt entscheiden kann und sowohl für Erfolg als auch Misserfolg verantwortlich bin. Für mich selbst zu arbeiten gibt mir im beruflichen Sinne ein Gefühl der Freiheit. Ich bin davon überzeugt, dass sich dies langfristig positiv auf meinen beruflichen Erfolg, meine Gesundheit sowie meine Zufriedenheit auswirkt. 

Welche Vision steckt hinter applaudio?

Mit applaudio möchten wir mittelfristig eine übergreifende Plattform für die Themen Mitarbeiterwertschätzung, Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterzufriedenheit aufbauen. Unsere Peer-to-Peer Recognition Lösung soll dabei nur der erste Schritt dorthin sein. Unser Ziel ist es den Unternehmen eine professionelle Lösung an die Hand zu geben, um diese Themen firmenintern weiterzuentwickeln. Gerade in Zeiten des „War for Talents“ ist es immer wichtiger, neben den bekannten finanziellen Anreizen auch ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter langfristig wohl fühlen. Das wird im Umkehrschluss dabei helfen bestehende Mitarbeiter an die Firma zu binden und neue Talente zu gewinnen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es, die Entwicklung von applaudio mit unserer täglichen Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Lukas, mein Co-Founder, besitzt eine eigene IT-Agentur, während ich als freiberuflicher Unternehmensberater arbeitete. Diese zusätzliche Belastung war natürlich eine enorme Herausforderung. Aber wenn ich mir den heutigen Stand und das bisher eingesammelte Kundenfeedback anschaue, bin ich sehr zufrieden mit dem Fortschritt.

Was die Finanzierung angeht konnten wir davon profitieren, viele Tätigkeiten intern abzubilden. Durch seine Agentur kann Lukas beispielsweise Ressouren für die meisten relevanten IT-Aufgaben wie z.B. die Entwicklung oder die graphische Bearbeitung bereitstellen. Das hat natürlich einiges an Kosten gespart und ist auch für die kommende Zeit ein riesiger Vorteil für uns.

Wer ist die Zielgruppe von applaudio?

Während meiner Zeit bei Google habe ich festgestellt, dass viele Techfirmen interne Lösungen anbieten, um das Miteinander unter Kollegen zu stärken. Leider haben nur die wenigsten deutschen Firmen die Möglichkeit eigene digitale Lösungen selbst zu bauen. Daher möchten wir mit unserem Wissen diesen Unternehmen nun eine Möglichkeit schaffen, auf ähnliche Lösungen zugreifen zu können. 

Prinzipiell gibt es keinerlei Einschränkungen was Industrie und Firmengröße angeht. Wichtig ist, dass die Firmen gewillt sind eine Arbeitskultur der Zukunft aufzubauen oder weiterzuentwickeln. Unsere Erfahrung zeigt, das es für junge und kleine Unternehmen einfacher ist, diese Richtung einzuschlagen, weshalb wir auch vermehrt auf diese Firmen zugehen. Aber rein technisch gesehen ist die Nutzung der Plattform für Kunden jeglicher Größe und Herkunft möglich. 

Wie funktioniert applaudio? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf applaudio haben Mitarbeiter die Möglichkeit sich gegenseitig sogenannte „Bravos“ (digitale Dankesnachrichten) zu verschicken. Der Prozess ist dabei sehr intuitive aufgebaut. Ein Mitarbeiter sucht sich den passenden Kollegen aus einer Mitarbeiterliste aus. Anschließend wählt er eine Kategorie (z.B. Echter Team Player, Toller Eventplanner, Bester Buddy) aus und verfasst eine persönliche Dankesnachricht, welche darauf hin versandt wird. Um sicherzustellen, dass „Bravos“ nicht ohne Grund verschickt werden, sollte ein Team Lead (oder Admin) dieses „Bravo“ validieren. Erst nach der Validierung wird das „Bravo“ an den Empfänger weitergeleitet und erscheint in seinem Email-Postfach. 

Die Vorteile liegen auf der Hand. Wertschätzungen am Arbeitsplatz tragen dazu bei, die Motivation und die Zufriedenheit von Mitarbeitern zur steigern. Um dies zu fördern, genießen Mitarbeiter eine nutzerfreundliche Oberfläche, welche die Vergabe von Wertschätzungen einfach macht. Außerdem können „Bravo“-Empfänger von Belohnungen profitieren, wenn das Unternehmen den Einsatz zusätzlich wertschätzen möchte (diese Funktion ist optional). Aus Unternehmenssicht liegt der große Vorteil darin, Zugriff auf neue Informationen der Zusammenarbeit im Team zu erhalten. Beispiel aus der Praxis: Bei der Einschätzung eines Praktikantens muss der Manager nicht immer den Team Lead nach seiner Einschätzung fragen, sondern kann über die Plattform vom Praktikanten erhaltenen Wertschätzungen einsehen. Das gibt ihm bereits ein erstes Gefühl über die Leistung seines Mitarbeiters.    

Im Vergleich zu weiteren Anbietern muss man zwischen zwei Arten von Anbietern unterscheiden. Es gibt Anbieter, die ein holisitisches HR Tool bereitstellen, bei dem das Thema Wertschätzung nur einen kleinen Teil darstellt. Hier haben wir einen deutlich stärkeren Fokus und können entsprechend ein breiteres Portfolio an Features anbieten. Darüber hinaus gibt es im Ausland einige Wettbewerber, die eine ähnliches Modell anbieten wie applaudio. Hier unterscheiden wir uns natürlich dadurch, dass unsere Server in Deutschland liegen und die Daten somit nach den lokalen Datenschutzrichtlinien behandelt werden. Zudem sind wir von unserer intuitiven Nutzung der Plattform überzeugt. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir haben die Krise als Chance genutzt, um unsere Firma zu gründen und unser Produkt an den Markt zu bringen. Gerade in Zeiten, in denen Home-Office ein fester Bestandteil unserer Arbeitskultur wird, ist es durch die Distanz umso wichtiger eine Lösung zu haben, welche die Wertschätzung von Mitarbeitern ermöglicht. 

applaudio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist natürlich im ersten Schritt applaudio im deutschen Markt zu etablieren. Darauf liegt unser momentaner Fokus. Sobald dies geschafft ist, gilt es an unserer Vision einer ganzheitlichen Plattform zur Steigerung von Mitarbeiterwertschätzung, Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation weiterzuarbeiten. Ich möchte mich an dieser Stelle bewusst nicht auf eine Jahreszahl festlegen, da man in einem so frühen Stadium ja kaum das nächste Jahr valide vorhersehen kann.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ausdauer – Bleibt dran, auch wenn das Feedback nicht immer positiv ist.

Geduld – Das Aufbauen einer Firma bzw. die Entwicklung eines Produktes benötigt Zeit. 

Spaß – Habt Spaß bei dem was ihr macht. Wer keine Leidenschaft hat auch mal am Wochenende oder spät abends an seinem Projekt zu arbeiten, wird eine schwere Zeit erleben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Fabian Essrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar