Egal wie schwer es ist, dranbleiben

appinio: Marktforschung der Zukunft

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen appinio doch kurz vor unseren Lesern vor!
Aus Nutzersicht ist appinio eine Plattform für Meinungen, ähnlich wie Snapchat, nur für Meinungen. Jeder User kann mit appinio Fragen stellen, diese mit Freunden oder ganz Deutschland teilen und innerhalb von Minuten Feedback von Hunderten von Menschen erhalten. Kostenlos! Zusätzlich können User ihre Meinung auf spielerische Weise mit ganz Deutschland vergleichen und so Weise erfahren, ob sie eher individuell oder „mainstream“ sind. Mit der Beantwortung von Umfragen, wird automatisch Geld an soziale Projekte weltweit gespendet – man tut also auch etwas Gutes.
Auf der anderen Seite ermöglichen wir Unternehmen über unsere Online-Plattform Umfragen zu erstellen und innerhalb von wenigen Minuten repräsentative Marktdaten und Consumer Insights von spezifischen Zielgruppen zu generieren. appinio ist damit nicht nur die weltweit schnellste Lösung, sondern bietet – dank unseres automatisierten Prozesses – Marktforschung zu einem Bruchteil der üblichen Kosten an und demokratisiert somit die gesamte Branche.

Wie ist die Idee zu appinio entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee Marktforschung per Mobile App durchzuführen kam während meiner Zeit im Marketing bei einem großen FMCG-Unternehmen. Häufig hatten wir Fragestellungen und Entscheidungen, die schnell validiert werden sollten. Es gab aber kein Tool auf dem Markt, mit dem wir kostengünstig und direkt Consumer Insights von der für uns relevanten Zielgruppe generieren konnten. Über die traditionelle Marktforschung hätte das Monate gedauert und war unverhältnismäßig teuer. Zudem hatten wir, und ich denke da spreche ich stellvertretend für die gesamte Konsumgüterbranche, Schwierigkeiten die jungen Menschen zu erreichen und für Marktforschung zu motivieren – dabei stellt gerade die Altersgruppe der 18-30 Jährigen die werberelevanteste Zielgruppe.
Ich habe mir dann überlegt, wie man auf der einen Seite Marktforschung attraktiver für die Unternehmen machen und gleichzeitig aber auch attraktiver für die Menschen gestalten kann. Denn grundsätzlich gibt jeder – ob gefragt oder nicht –seine Meinung gerne zu diversen Themen ab. Das ist Teil unseres menschlichen Wesens. Nur, und das ist sehr paradox, nicht bei Marktforschung, dabei ist das nicht anderes als seine Meinung zu teilen. Am Ende hat ich ein Konzept über 80 Seiten aber kein Verständnis von IT und keine Ahnung wie ich das anzugehen habe, man hätte mir genauso gut sagen können „Jonathan, bau ne Rakete und flieg’ auf den Mond!“. Über einen gemeinsamen Freund habe ich dann Kai Granaß, meinen Co-Founder und jetzigen CTO, kennengelernt. Gemeinsam und mit weiterer Unterstützung haben wir dann angefangen das sehr ambitionierte Vorhaben appinio umzusetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen waren definitiv die Abgänge von einem Co-Founder am Anfang der Reise und die Finanzierungsrunden, die immer mehr Zeit kosten, als man denkt. Finanziert sind wir bis dato ausschließlich über Business Angels. Wir sind aber nun kurz davor unsere Series A zu starten und werden uns dann, wie es aussieht, auch einen VC ins Boot holen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Natürlich gibt es immer gute und schlechtere Phasen, aber rückblickend würde ich sagen haben wir uns sehr gut entwickelt. Wir haben einige Preise gewonnen, haben viele großartige Referenzen und zahlende Kunden und haben uns in der Marktforschung schon einen Namen gemacht. Zusätzlich haben wir eine gut funktionierende App, mit der wir jetzt kurz vor der Internationalisierung stehen – ab Oktober geht es für mich daher drei Monate ins Silicon Valley.

Wer ist die Zielgruppe von appinio?
Unsere Zielgruppe sind alle Unternehmen, die Marktforschung betreiben. Zusätzlich öffnen wir den Markt vielen KMU’s, denen es vormals aus Budget-Gründen nicht möglich war, Marktforschung durchzuführen. Die Zielgruppe für unsere App sind alle Menschen mit einem funktionierenden Smartphone. Im Kern sind die meisten unserer User aber zwischen 14 und 35 Jahre alt.

Wie funktioniert appinio?
Unternehmen erstellen über unsere Plattform schnell und einfach online ihre Umfrage und definieren ihre individuelle Zielgruppe – dann geht es los! Erste Ergebnisse werden bereits nach wenigen Minuten angezeigt und der Status der Umfrage kann live verfolgt werden. Die User antworten direkt, orts- und zeitunabhängig über die Mobile App. Für die Teilnahme werden die User mit Coins vergütet.
Inzwischen agiert appinio auch als Full Service Insitut und deckt das gesamte Leistungsspektrum von der Studienkonzeption bis zur Auswertung und Ergebnispräsentation ab.

Warum sollte man appinio nutzen?
Mit appinio haben Unternehmen erstmals die Möglichkeit jede Entscheidung, jedes Design, jedes Produkt, einfach alles, von ihrer Zielgruppe validieren zu lassen und immer einen direkten Draht zu ihren Konsumenten zu haben. Dabei ist keine Lösung so schnell und so günstig wie appinio und erreicht zudem die jungen, werberelevanten Menschen. Als App-User kann ich selbst Meinungsforschung betreiben und innerhalb von Minuten Hunderte Antworten auf eigene Fragen erhalten. Ich kann mich mit meinen Freunden vernetzen, meine Meinung mit ganz Deutschland vergleichen und im Ranking oder Level aufsteigen. Außerdem tut man etwas Gutes und spendet an soziale Projekte – allein das sollte ja schon Grund genug sein! 

appinio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Bis dato haben wir es geschafft die Marktforschung ganz neuen Kundensegementen zu öffnen, der kleinen Bäckerei oder dem Startup mit nur wenigen hundert Euro Budget bei gleichbleibender Qualität. Wir haben die Marktforschung für Unternehmen demokratisiert, das macht uns Stolz. Wir wollen nun aber einen Schritt weiter gehen und Marktforschung jedem Menschen ermöglichen, so dass weltweit jeder Mensch aus jedem Land der Welt direkte Antworten auf eigene Fragen erhalten – ein Beispiel: Wir befragen 200 Menschen in der Türkei, was sie über Erdogan denken. Ziel ist es innerhalb der nächsten fünf Jahre eine globale Plattform für Meinungen aufgebaut zu haben, die das mit jedem Land der Welt ermöglicht. Dadurch bringen wir Meinungsforschung auch in Länder, wo es vormals unmöglich war Meinungen zu erheben, und, helfen vielleicht dabei, dass sich die Menschen untereinander besser verstehen. Gerade in der heutigen Zeit ist das wichtig.

Zum Schluss: Welche3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das allerwichtigste: Hartnäckig bleiben und niemals aufgeben. Egal wie schwer es ist, dranbleiben. Ich habe ohne jegliches Vorwissen geschafft ein Unternehmen aufzubauen, dann könnt ihr das auch. Ein komplementäres Team finden, dem ihr vertraut und wo alle mit gleichem Commitment mitziehen. Und fleißig sein.

Wir bedanken uns bei Jonathan Kurfess für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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