ApiOmat Mobile Backend as a Service

ApiOmat ist die technische Plattform für die digitale Transformation

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ApiOmat doch kurz vor!
Mein Name ist Marcel Etzel, ich bin Gründer und Geschäftsführer von ApiOmat. Ich komme ursprünglich aus Frankfurt am Main und habe Wirtschaftsinformatik studiert. Auf dem Weg zum CEO hatte ich Stationen in der IT-Abteilung der SEB Bank und bei T-System. In die Welt der Apps kam ich dann über ein anderes Startup, wo ich schlussendlich auch meine Mitgründer traf. Wir haben zunächst neben unseren Berufen ca. ein Jahr lang den Prototyp entwickelt, bevor wir dann im Dezember 2012, gemeinsam mit dem Technologiegründerfonds Sachen, in Leipzig die Firma hinter ApiOmat gründeten – die Apinauten GmbH.
Mit ApiOmat helfen wir Unternehmen dabei, die Umsetzung der Digitalisierung sofort zu beginnen und somit auch im Wettbewerb gegen kleinere und agilere Konkurrenten zu bestehen.
Wir wachsen sehr schnell und sind aktuell 38 Personen an unserem Standort in Leipzig.

Wie ist die Idee zu ApiOmat entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Zu dem Zeitpunkt der Gründung hat das Gründerteam bereits schon mehrere Jahre zusammen in App-Projekten für Großunternehmen gearbeitet. Bereits 2008 haben wir begonnen Applikationen für Unternehmen zu schreiben, wir sind also schon sehr lange in dem Bereich Mobile unterwegs.
2010 hatten wir festgestellt, dass neben den Marketing-Apps, die damals fast immer von Unternehmenskunden beauftragt wurden, der größte Mehrwert für den Endnutzer darin steckt, die Geschäftsvorfälle, die er mit dem jeweiligen Unternehmen als Kunde oder Mitarbeiter hat, mobil abzuwickeln.
Dazu musste aber zwischen der neuen Technologie der Apps und den alten Technologien, die in den Unternehmen schon vorhanden war, eine Brücke gebaut werden.
Wir haben zunächst damit begonnen diese Brücke in manueller Arbeit umzusetzen und dann aber schnell festgestellt, dass sich das nicht lohnt. Die Projektkosten waren für die Kunden zu hoch und die Qualität der Lösung hing stark damit zusammen, wie gut die Entwickler und das Projektmanagementwaren. Zudem ist es letztendlich unsinnig wiederkehrende Aufgaben manuell zu wiederholen, wenn sich diese auch standardisieren lassen. So wurde die Produktidee zu ApiOmat geboren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Herausforderung am Anfang ist es, den ersten Kunden zu finden und ein Minimum ViableProduct zu entwickeln. In der zweiten Stufe ist es wichtig,die tatsächliche Zielgruppe zu identifizieren und das Produkt an diese Zielgruppe anzupassen.
Die Herausforderungen heute sind die Skalierung in der Produktauszulieferung und das Aufrechterhalten von hohen Qualitätsstandards, damit die Kundenzufriedenheit bleibt. Letztendlich ist die ultimative Herausforderung die vertriebliche Skalierung und die internationale Expansion.
Als Finanzierungspartner steht uns der TGFS zur Seite, aber auch unser Businessmodell erlaubt es uns einen ordentlichen Teil der Expansion selbst zu finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von ApiOmat?
Unsere Zielgruppe sind Großunternehmen und gehobener Mittelstand. Der Grund für diese Größenordnung liegt auf der Hand. Diese Zielgruppe unterliegt einem hohen Wettbewerbs- und Investitionsdruck. Folgerichtig gibt es dort bereits Menschen, die die Themen der Digitalen Transformation verstanden haben und mit der Umsetzung beginnen müssen.

Wie funktioniert ApiOmat?
ApiOmat ist die technische Plattform für die digitale Transformation. Es ist ein Werkzeug das dabei hilft die bestehende IT mit neuen Devices und Technologien so zu verbinden, dass Prozesse und Daten in mobilen Apps abgebildet werden können. Natürlich läuft ApiOmat im Rechenzentrum des Kunden.
Unsere Kunden haben eine, über Jahrzehnte gewachsene, IT Struktur. Diese sollte,nur weil es neue Technologien wie Apps gibt, möglichst nicht abgelöst werden. Der Satz „Never change a running System“ kommt ja nicht von ungefähr. Es ist wichtig den alten Systemen, die leider nicht so gut Daten und Prozesse untereinander austauschen können, zu ermöglichen sich mit mobilen Endgeräten zu verbinden. ApiOmat schlägt genau diese Brücke zwischen der bestehenden IT von Großunternehmen und den neuen Technologien.

Wie viel kostet der Service von ApiOmat?
Dafür gibt’s unterschiedliche Modelle. Im kleinen Enterprise-Einsteigermodell kostet ApiOmat für eine App pro Jahr 12 000 €. Beim typischen Enterprise-Model, liegt der Preis in der Regel bei 180 000 €. Wir haben aber ein variables Pricing, das von den tatsächlich benötigten CPU-Kernen abhängt, um die gewünschten Prozesse zu digitalisieren.

ApiOmat, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
User Ziel ist es, unsere Marktführerschaft in Deutschland, Österreich und Schweiz auszubauen und uns zu internationalisieren. In 5 Jahren sehen wir uns als Marktführer und Partner der Unternehmen für die Vollendung Ihrer digitalen Transformation.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es ist wichtig sich so schnell wie möglich Feedback von Kunden und Investoren einzuholen. Allerdings ist das auch immer mit Vorsicht zu genießen, da beide Gruppen immer aus ihren persönlichen Sichtweisen argumentieren. Die Kritik eines Investors an einem Businessplan ist teilweise schon berechtigt, man muss nur wissen wie man sie zu nehmen hat. Wenn man sie wörtlich nimmt führt das meist in einen Irrweg. Genauso ist es auch mit den Kunden. Wichtig ist auch eine gewisse Gelassenheit mitzubringen. Manche Gründer neigen dazu, zu schnell ihre Geschäftsmodelle zu pivotieren. Manchmal ist es so, dass man als Gründer vollkommen unterschätzt wie lange die Zyklen sind bis man sieht was tatsächlich funktioniert.Umgekehrt ist es natürlich auch wichtig, dass man nicht zu lange wartet. Man muss eine gute Mischung finden und auf das eigene Bauchgefühl vertrauen.

Wir bedanken uns bei Marcel Etzel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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