Baue nicht ein Produkt, baue dein Produkt!

Ansporner Motivationsplattform die dir hilft deine Ziele zu erreichen!

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Ansporner doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind sechs junge Leute, die 2016 die Motivationsplattform www.ansporner.de gestartet haben. Auf Ansporner legst du erst ein Ziel fest und setzt dann einen Geldbetrag darauf (kein Muss!), dass du es erreichst. Das Geld wird eingezogen (Lastschriftverfahren), sobald du aufgibst und geht für den Fall an gemeinnützige Organisationen. Jedes Ziel ist möglich: Gewicht verlieren, mit dem Rauchen aufhören oder einfach alle Folgen der Simpsons gucken. Die Nutzung der Plattform selbst ist kostenfrei.

Wie ist die Idee zu Ansporner entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Motivation ist leider kein Selbstläufer. Unser – ausgerechnet! – Psychologe Marco wollte das Rauchen aufgeben und lernte bald das Schicksal des Sisyphos kennen: Den Rückfall. Erst als ihm seine Freundin für jede Kippe fünf Euro für die Kaffeekasse abpresste, war ihm der Anreiz groß genug, mit dem Rauchen aufzuhören. Als er dann von einem Netzwerk in den USA erfuhr, in dem dieses Prinzip der außengesteuerten Motivation bereits erfolgreich praktiziert wird, war die Idee zu Ansporner geboren. Das Gründerteam selbst ist ein Freundeskreis.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir sind leider nur während des Feierabends selbständig, machen also noch Jobs, die nach dem Brot gehen. Darunter leidet die Freizeit. Aber dadurch ist Ansporner komplett eigenfinanziert, worauf wir ungemein stolz sind. Was wir bei Ansporner selbst unterschätzt haben, ist der Aufbau von Reichweite bzw. das in die Öffentlichkeit Tragen unserer Idee. Da braucht es Beharrlichkeit und Ausdauer.

Wer ist die Zielgruppe von Ansporner?
Im Prinzip alle. Denn jeder hat irgendwo ein Ziel bzw. Vorhaben, das ihm schlaflose Nächte bereitet, das er jedoch immer wieder aufschiebt. Bequemlichkeit ist eine zutiefst menschliche Regung. Unzufriedenheit aber auch.

Wie funktioniert das?
Ganz einfach: Bei Ansporner gibt es drei Standard-Vorhaben: Gewicht verlieren, regelmäßig trainieren, rauchfrei leben. Oder du wählst viertens dein eigenes Ziel, wie Fallschirmspringen oder etwas total Verrücktes. Anschließend setzt du auf dein Vorhaben einen Geldbetrag, der allerdings nur bei Misserfolg zu zahlen ist (nicht schon im Vorhinein). Dies getan, bestimmst du als „externe Sicherung deines Gewissens“ einen Referee: eine Person aus deinem Umfeld, Partner, Freunde, Verwandte. Ist dann das Vorhaben zu Ende, muss auch der Referee bestätigen, dass du tatsächlich Erfolg gehabt hast. Tut er das nicht, wird dein Einsatz an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Wie ist das Feedback?
Die Seite wird gerade richtig lebendig. Und die Statistik beweist, dass Nutzer, die Geld auf ihr Vorhaben setzen, im Schnitt um 250 Prozent erfolgreicher sind, als Nutzer ohne Geldeinsatz. Die Erfolgsquote bei Vorhaben, auf die Geld gesetzt wird, beträgt 70 Prozent! Dabei sind die Leute weit mutiger, als wir erwartet hatten: Über 67,5 Prozent der Nutzer setzen Geld auf ihre Vorhaben, im Schnitt 31 Euro. Dieses positive Feedback zeigt uns, dass die Nutzer unserer Plattform vertrauen und diese aktiv zum Erreichen ihrer Ziele nutzen.

Ansporner, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wenn von allen Personen in Deutschland, die unter Aufschieberitis leiden, jede hundertste ein Vorhaben auf unserer Seite anlegen würde, dann könnten wir mehr als zufrieden sein. Sollten wir wiederum zu erfolgreich sein, entziehen wir uns die Geschäftsgrundlage. Anderseits ist die „Trägheit des Herzens“ – die siebte Todsünde – bereits ein biblischer Klassiker. Wir glauben also, für Ansporner gibt es immer was zu tun.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens: Baue nicht ein Produkt, baue dein Produkt! Zweitens: Nicht jeder hat das Zeug dazu, ein Gründer zu sein. Ein bisschen verrückt sollte man schon sein: Traue dir Dinge zu, von denen du heute noch nicht weißt, ob du sie morgen können wirst. Drittens: Hole dir Hilfe von Leuten, die als Gründer bereits Erfahrung haben. Und mindestens eine Person ins Team, die zum richtigen Zeitpunkt einen guten Witz weiß.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marco Schneider für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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