Setzt Euch realistische Ziele

Ankobra Farms: Bambusholzkohle für eine bessere Zukunft!

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Ankobra Farms doch kurz vor!
Wir sind ein sozialen und ökologischen Zielen verpflichtetes Unternehmen, das die Schaffung nachhaltiger Lebensgrundlagen in der Western Region von Ghana bezweckt und „open source“ angelegt ist.

Wie ist die Idee zu Ankobra Farms entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ines, Claus und ich kennen uns bereits aus der Zeit, als Claus & Ines noch eines der ersten an hohen Umweltstandards & -themen ausgerichteten Hotels in der Nähe von München leiteten. Die beiden haben dann 2008 das Management eines Bio-Urlaubsresorts in Ghana übernommen und mussten dort die Umwelt- und Versorgungsprobleme hautnah miterleben. Gleichzeit war für sie erkennbar, dass die Bevölkerung die Ressource Bambus nicht in nennenswertem Maße nutzt. Gemeinsam entwickelten wir dann über mehrere Jahre hinweg ein intelligentes Konzept zur Nutzung von Bambus als Energiepflanze in Verbindung mit dem ökologischem Anbau von Obst und Gemüse.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben bisher jeden Cent aus der eigenen Tasche finanziert. Die größten Herausforderungen waren zunächst technischer Natur. Keiner von uns hat je in Afrika einen Retortofen gebaut. Aber Dank der Hilfe des Industriedesigners Chris Adam und des Bauingenieurs Jürgen König ist es Claus gelungen, eine funktionierende Anlage aus heimischen Materialien in den Busch zu bauen und in Betrieb zu setzen. Die nächste große Herausforderung ist es nun, diese Anlage ganzjährig zu betreiben und lokal wie international mit unserem Marketing zu überzeugen. Außerdem müssen wir die Fläche der Farm ausbauen und dabei auch Maschinen zum Einsatz bringen, um nach zu weisen, dass wir mit unserem Konzept großflächig Intercropping – d.h. die parallele Bewirtschaftung mit Bambus und Lebensmittelpflanzen – umsetzen können.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung auf Indiegogo entschieden?
Unsere Idee, als kommerzielles Leuchtturmprojekt für Westafrika zu reüssieren ist mit öffentlichen Fördermitteln nur schwer umsetzbar – jedenfalls in der Größenordnung und an dem Ort, an dem wir die Pilotprojekte aufgesetzt haben. Nachdem wir verschiedenen Finanzierungsformen angedacht haben, erschien uns das Crowdfunding dann als der beste Weg um sowohl Mittel für unser Wachstum zu generieren als auch international den Markteintritt zu schaffen. Denn einerseits haben wir handfeste, ziemlich geniale und doch ganz simple Produkte an zu bieten, andererseits können wir vermitteln, dass es um weit mehr geht als die hunderttausendste Smartphone-App. Wir können mit einer greifbaren, großen Vision werben, von der wir uns erhoffen, dass sie in Social Media und ihren Communities großen Zuspruch findet.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Plattform gewählt?
Für uns war von Anfang an wichtig, eine internationale Plattform mit hoher Reichweite zu wählen. Insoweit konnten wir uns zwischen Kickstarter und Indiegogo entscheiden. Bei Indiegogo gibt eine eigene Sparte für Environment, das schien uns wichtig, um gefunden zu werden.

Wie haben Sie sich auf die Crowdfunding Kampagne vorbereitet?
Die Vorbereitungen haben ein knappes halbes Jahr in Anspruch genommen und ohne Doina Herberhold, die uns durch diesen Prozess gelotst hat, wären wir nie so weit gekommen. Am Anfang stand die Entwicklung der Webseite, dann der Aufbau einer Commmunity, eine Pre-Campaign, schließlich ein professioneller Redaktionsplan und der Aufbau der Kampagnenseite. Irrsinnig viel Arbeit, die aber auch sehr hilfreich ist, um das eigene Geschäftsprofil zu schärfen.

Warum sollte man Ankobra Farms unterstützen?
Let’s care for a better world! Klimaschutz und die Bekämpfung von Fluchtursachen gehen uns alle an. Außerdem verkaufen wir Kohle, mit der sich wahnsinnig gut bruzzeln lässt.

Was erhalten Unterstützer?
Von einer herzlichen Umarmung – für die wir uns stellvertretend Bäume und Nachbarn aussuchen werden – über unsere Kernprodukte Grillkohle, Pflanzenkohle und Bambusseife bis hin zu einem hochwertigen Hospitality-Paket am Ankobra Beach ist alles dabei.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Den Aufbau eines fair agierenden und auf unserem Konzept des „Closed-Cycle-Farming“ basierenden Unternehmens mit Pilotfunktion für ganz Westafrika.

Ankobra Farms, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wollen wir Bambuskohle als erneuerbaren Energieträger auf dem Afrikanischen Markt etabliert haben. Wir wollen wenigstens 100 dörfliche Gemeinschaften oder lokale Entrepreneure als Nachahmer gefunden und trainiert haben. Und keiner von Ihnen wird Monokulturen anlegen oder sinnlos den Boden mit Agrochemikalien belasten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden sie angehenden Crowdfundern mit auf den Weg geben?
1) Sucht Euch professionelle Hilfe
2) Aktiviert so viele Unterstützer aus Eurem persönlichen Umfeld wie möglich
3) Setzt Euch realistische Ziele

Zum Crowdfunding auf Indiegogo

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Karl Schmitt-Walter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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