Treffen Sie Anja Licht Gründerin Paulikocht auf der herCAREER in München

Anja Licht Gründerin PAULIKOCHT wird auf der herCAREER zum Thema „Wie man Social Media für sein Business nutzt“ referieren

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Anja Licht: Mein Name ist Anja Licht – aber die meisten nennen mich bei meinem Spitznamen Pauli, der von meinem Mädchennamen kommt – ich bin 39 Jahre alt, Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Systemischer Coach und ich bin die Gründerin von PAULIKOCHT.

PAULIKOCHT wurde im Januar 2017 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu unterstützen mit Spaß und Leichtigkeit ihren individuellen Ernährungsstil umzusetzen. Hierfür entwickelt PAULIKOCHT eigene Produkte und auch Produkte in Kooperation mit anderen Food-Startups.
So gibt es inzwischen eine sehr erfolgreiche PAULIKOCHT Bio-Gewürzreihe, die statt mit Zucker, mit Bio-Erythrit gesüßt ist, Natural Boosterbowls mit dem extra Koffeinkick aus Kaffee oder Matcha.

Für das Eigenprodukt PAULIKOCHT „Einfach Mahl“ wurde im Sommer 2018 zum dritten Mal die Produktion gewechselt, das Produktionsverfahren erneuert, neue Labortests angesetzt und gleichzeitig die Range erweitert. Es wird im Herbst 2018 wieder auf den Markt kommen und dann nicht nur online, sondern auch im stationären Handel erhältlich sein.

Seit Ende 2017 konnte PAULIKOCHT zwei bundesweite Startup-Wettbewerbe für sich entscheiden. Das Eigenprodukt PAULIKOCHT „Einfach Mahl“ hat im November 2017 den 1. Preis des Crowdfunding Contest Food des Clusters Ernährung des Staatsministeriums gewonnen. Hierfür wurde eine Crowdfunding Kampagne erfolgreich umgesetzt, das „Einfach Mahl“ zum 1. Mal produziert, auf der Messe vorgestellt und an knapp 600 Unterstützer versendet.

Im März 2018 gewann PAULIKOCHT einen bundesweiten Startup-Wettbewerb der ECE und eröffnete im Mai 2018 einen eigenen Store im größten ECE-Einkaufscenter Münchens (pep).

Aktuell wird der Umzug der GmbH von München nach Augsburg vorbereitet, die Webseite und der Onlineshop neu aufgesetzt.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Anja Licht: Eigentlich war das gar nicht allein meine Idee. Seit Mai 2015 teile ich auf Instagram auf meinem privaten Account @call.me.the.pauli mein Essen mit tausenden Fitfood-Begeisterten und Gleichgesinnten (75% Frauen) und #paulikocht war immer mein Hashtag. Als ich mit meinem Mann im Januar 2016 von München in meine Heimatstadt Augsburg zurückzog, war ich nicht mehr nur Bloggerin, angestellte Führungskraft im sozialen Bereich, sondern auch noch Pendlerin. So wurde „Mealprep“ – also Essen vorkochen – mein Steckenpferd. Jedes Wochenende kochte ich 14 Portionen Mittagessen vor und schnell kamen von der Community Nachfragen wie: „Kann man das nicht bei dir bestellen? Wenn Du das für mich auch machen würdest, dann würde ich es auch schaffen meinen Ernährungsplan einzuhalten.“ Und meine Antwort war klar: NEIN – auf keinen Fall….also auf jeden Fall nicht so, wie ich es für mich privat betrieb: nämlich eingefroren in gefühlt hundert Tupperdosen.

Aber so kam das Ganze eigentlich ins Rollen…bzw. ich ins Nachdenken.

Wir alle – die gesamte Community um mich herum- hatten dasselbe Problem: Wie schaffe ich es im stressigen Alltag und noch schlimmer, wenn ich geschäftlich viel unterwegs bin (ohne Kühlmöglichkeit), jeden Tag meinen Ernährungsplan, meine Diät oder meine Lebensmittelallergien in den Griff zu bekommen. Unterwegs bleiben einem ja oft nicht viele Möglichkeiten…man hat die Wahl zwischen FastFood und Fast Food…

Meine Gedanken führten immer wieder zum selben Ergebnis: Es muss doch möglich sein Mealprep auch ungekühlt herzustellen….Und das war’s: Die Idee zu PAULIKOCHT war geboren.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Anja Licht: Ich glaube die Entscheidung es wirklich zu tun. In Vollzeit. Volles Risiko und FULL COMMITMENT. Mit 37 Jahren nochmal alles aufgeben und ins kalte Wasser springen. Von der erfolgreichen, unbefristet festangestellten, gut verdienenden Führungskraft mit 25 Mitarbeitern – zum….wie nennt man das? CEO? Founder? Oder doch eher die verrückte Träumerin?

Ich habe meine damalige Trägerin zu Rate gezogen, mich mit ihr zu einem Kaffee verabredet und gesagt: „Sylvia, ich brauche Deinen Rat. Aber nicht als meine Chefin, sondern als Freundin und Geschäftsfrau.“ Ich war aufgeregter als bei jedem Vorstellungsgespräch, dass ich jemals in meinem Leben geführt habe. Und dann fing ich an zu erzählen…ohne es zu wissen, war das wohl mein allererster, ernsthafter Pitch. Und ihre Antwort war nur: OMG – DU MUSST DAS MACHEN!!!

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Ich glaube DAS ist die beste Frage, die ich je in einem Interview beantwortet habe und die Antwort ist: JA, JA und nochmals JA!!!! Erfolg hat drei Buchstaben: T U N!!!!
Ich behaupte die perfekte Idee gibt es nicht. Aber man perfektioniert sie stetig, wenn man aktiv daran arbeitet. Durch 10000% Engagement, Herzblut und Liebe, Köpfchen, Offenheit, Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen. Bei manchen Produkten dauert es seine Zeit. Bei anderen geht es schneller.

Das Wichtigste ist: GIB NIEMALS NIEMALS NIEMALS AUF!!!!

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Ich war letztes Jahr selbst als Besucherin auf der herCAREER mit meiner Freundin Tatiana. Sie hatte Karten besorgt und hat mich einfach mitgenommen. Dass ich ein Jahr später selbst als Referentin dort sein würde, hätte ich niemals gedacht.

Zu welchem Thema werden Sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf der herCAREER weitergeben?
Vom Hashtag zum Business – Wie man Social Media für sein Business nutzt.
12.10.2018 von 13:00 – 14:00 Uhr MeetUp A.01 Tisch 2 – Halle 1

Wie wichtig sind solche Events für Gründerinnen?
Absolut wichtig – nicht weil wir Frauen uns nicht zurecht finden würden oder weil ich es für ungewöhnlich halte so viele Frauen auf einer Veranstaltung zu diesem Thema zu treffen. Das ist mir noch nirgendwo anders passiert. Die Gründerwelt ist (also jedenfalls empfinde ich das so) sehr männlich. Paulikocht ist in einem CoWorking Space in München entstanden. Von all den Mitgliedern (fast alle im Tech-Bereich) dort fallen mir auf Anhieb tatsächlich nur 3 weitere Frauen ein….plus ich…die auch noch min. 10-15 Jahre älter war als alle anderen. Gründerinnen zu treffen finde ich immer besonders interessant, denn es kommt nicht so häufig vor, dass ich mich mit anderen Frauen zu diesem Thema austauschen kann, denn auch im Food-Bereich sind die meisten Gründer, die ich kenne, Männer.

Deshalb empfand ich auch im letzten Jahr die herCAREER als ein sehr besonderes Event.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Puh. Eine wirklich schwierige Frage. Meine Ideen, Visionen und Träume sind unverschämt grenzenlos geworden, seitdem mir die Luft der Selbstständigkeit um die Nase weht. Also mal sehen…in PAULIKOCHT steckt noch viel Potential.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1. Chase two rabbits and you will loose them both! Konzentriere Dich auf Deine Kernkompetenz!!!
2. Wenn Du mit einer Sache scheiterst, dann bist Du nicht gescheitert, sondern GESCHEITER!!
3. Denke so und verhalte Dich so, als hättest Du Dein Ziel schon erreicht! FAKE IT UNTIL YOU MAKE IT!!

Wir bedanken uns bei Anja Licht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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