Samstag, November 27, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Arkadi Jeghiazaryan Gründer Amlogy: Areeka Augmented Reality für die Bildung, war in 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Amlogy doch kurz vor! 

Mein Name ist Arkadi Jeghiazaryan und ich bin Gründer und CEO der Amlogy GmbH. Wir, dazu zählen ich und 8 MitarbeiterInnen, spezialisieren uns auf Augmented Reality, die erweiterte Realität sozusagen. Wir haben bereits Projekte mit namhaften Unternehmen (u.a. Wien Energie), Schulen und Hochschulen (FH Wiener Neustadt, PH Wien) und auch mit Privatpersonen realisiert. Unsere große Herzensangelegenheit ist aber der Bildungsbereich und unsere Marke Areeka. 

Wie ist die Idee zu Areeka entstanden? 

Die Idee schließlich Areeka als eine Marke der Amlogy GmbH ins Leben zu rufen, lag vor allem daran, dass ich und mein großer Bruder, mit dem ich Amlogy 2016 gegründet habe, mit 12 und 16 Jahren nach Österreich kamen. Wir konnten die Sprache nicht und konnten somit dem Unterricht in keiner Weise folgen. Es waren viel zu viele Wörter und viel zu wenige Abbildungen und Visualisierungen in den Schulbüchern. So entschlossen wir dann nach meinem Matura-Abschluss die Bildung mit Augmented Reality zu revolutionieren.

Das Ergebnis: Ein eigenes Themenheft „Licht & Wasser“ mit dem Schwerpunkt Optik und Wasser. Kurz darauf folgten zwei weitere Themenhefte, nämlich „Eine interaktive Reise ins Alte Ägypten“ mit dem Schwerpunkt Geschichte sowie unser Verkehrserziehungs-Themenheft „Verkehrszeichen einfach verstehen“. Mittlerweile gibt es Areeka-Animationen in bestehenden Schulbüchern des Bildungsverlag Lembergers, Areeka-Erlebniskarten (Tiere und Dinosaurier) sowie ein Poster und AR-T-Shirt, das den menschlichen Körper darstellt. Ganz neu ist zudem unser webbasiertes Areeka Studio. Wir haben eine Plattform entwickelt, die es jedem und ohne Programmierkenntnisse erlaubt, Augmented Reality-Inhalte selbst zu erstellen. Die Plattform wird von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Unternehmen sowie Privatpersonen genutzt. 

Welche Vision steckt hinter Areeka? 

Die Vision hinter Areeka und auch Areeka Studio ist es, die Bildung zu revolutionieren. Die meisten Personen, dazu zählen auch schon SchülerInnen der Volksschule, haben ein Smartphone oder ein Tablet zuhause, das sie regelmäßig nutzen. Umso wichtiger, dass sie diese auch für Lerninhalte einsetzen. Unser Ziel ist es außerdem, dass Lernen, unabhängig vom Alter, Spaß macht! 

Wer ist die Zielgruppe von Areeka? 

Die Zielgruppe der Areeka-Produkte erschließt sich von der Volksschule bis zur Sekundarstufe 1. Den Pädagoginnen und Pädagogen ist überlassen, wie sie die Areeka-Produkte didaktisch einsetzen. Die Schulbücher des Bildungsverlags Lemberger werden in der Sekundarstufe 1 genutzt. Das Areeka Studio ist für jeden, der gerne selbst Augmented Reality erstellen möchte. Derzeit sehen wir, dass es von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1 und 2 sowie Studentinnen und Studenten, Lehrerinnen und Lehrern bzw. Professorinnen und Professoren aber auch Privatpersonen sehr intensiv genutzt wird. Zudem erreichen wir durch die Technologie des Areeka Studios noch weitere wichtige und neue Zielgruppen: Werbe-Agenturen, Kreative und Kunstschaffende sowie (Privat-)Unternehmen. Da mit unserem webbasiertem Areeka Studio wirklich jede/r Augmented Reality-Inhalte erstellen kann, gibt es keine Einschränkungen der Zielgruppe!

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben? 

Ich und mein Team haben die Sendung auf Puls 4 immer mal wieder geschaut, hatten aber auch mit ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kontakt, die von ihren Erfahrungen und Eindrücken erzählten. Das hat uns schließlich auch dazu bewegt, uns zu bewerben. Wir wissen, dass wir eine gute Idee haben und wollten sie durch „2 Minuten 2 Millionen“ sehr gerne mit den Investoren und der Investorin sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern teilen ! 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet? 

Wir haben täglich für ein bis zwei Wochen den Pitch geübt, sind mögliche Fragen der Investorin und Investoren durchgegangen und haben noch an unseren Projekten weitergearbeitet, damit alles einwandfrei funktioniert. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? 

Es hat uns wirklich sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass wir vor die Investorin und Investoren auf Puls 4 treten dürfen. Wir haben auch gleich mit den gesamten Vorbereitungen begonnen, waren Bedacht unsere Projekte weiterzubekommen und einen professionellen Pitch hinzulegen. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Areeka aufmerksam werden? 

Der Schritt unser Unternehmen bei der Puls 4 Start Up Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu präsentieren war sehr wichtig für uns persönlich, aber auch für das Unternehmen. Viele Personen aus dem Bildungsbereich in Österreich und Deutschland kannten uns bereits, doch nun bekamen wir die Möglichkeit auch außerhalb unserer „Blase“ die Menschen zu informieren und aufmerksam zu machen. Auch über das Medieninteresse haben wir uns gefreut, da wir unsere Vision so kommunizieren und teilen konnten.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus? 

Wir hatten keine konkreten Wunsch-Investor/Wunsch-Investorin. Wir haben in jedem eine potenzielle Zusammenarbeit sehen können. Hans-Peter Haselsteiner liegen soziale Projekte sehr am Herzen, worunter bestimmt auch Areeka fällt. Martin Rohla legt Wert auf Nachhaltigkeit und wir setzen auf nachhaltiges Lernen. Florian Gschwandtner ist der Experte, der Runde, wenn es um Technologie-Themen, wie bei Areeka mit Augmented Reality geht. Auch interessant für uns war Katharina Schneider, da wir uns durchaus vorstellen konnten, dass sie uns in Bezug auf den Vertrieb unterstütze könnte. Schließlich war auch Leo Hillinger in unserem Fokus, da wir ein großes Potenzial im Vermarkten seiner Weine und weiteren Produkten mit dem webbasierten Areeka Studio sehen. Wir haben uns aber in jedem Fall sehr über das durchwegs nette und positive Feedback aller Investoren und der Investorin gefreut und waren auch stolz darauf gleich zwei Investoren, Florian Gschwandtner und auch Leo Hillinger, für uns zu gewinnen. 

Wie ging es nach der Sendung weiter? 

Wir haben nach der Ausstrahlung der Sendung und unseres Pitchs durchwegs eine positive Resonanz gehabt. Nach weiteren Gesprächen kam das Investment leider nicht zustande. Trotzdem sind wir nach wie vor mit Leo Hillinger und Florian Gschwandtner in Kontakt, um uns regelmäßig auszutauschen.

Amlogy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Innerhalb von drei Monaten wurden in unserer Beta-Phase 1.000 WebAR-Elebnisse erstellt und das treibt uns definitiv an, unser webbasiertes Areeka Studio stetig auszubauen und weiterzuentwickeln. Das bedeutet, dass künftig Bilder- und Objekterkennung, Geo-Positionierung und vieles mehr möglich sein wird. In den nächsten fünf Jahren haben wir einen großen Schritt in Richtung des amerikanischen und asiatischen Marktes gemacht und Areeka wird zu den größten Marken der AR-Education-Branche in Europa zählen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Der erste und wichtigste Tipp, den ich angehenden Gründerinnen und Gründern mitgeben möchte, ist unser Firmenmotto: Einer für alle und alle für einen. Seid für andere da, seien es Freundinnen und Freunde, die eigene Familie, das Team oder auch die Kunden. Es wird sich in jedem Fall lohnen und es ist mehr Wert, als alles Geld der Welt. Als Tipp Nummer zwei möchte ich ihnen mitgeben: Hört niemals auf an euch zu glauben! Auch, wenn es zwischendurch hart sein kann. Solange ihr an eure Idee glaubt, glaubt auch an euch und, dass ihr es schaffen könnt. Der finale Tipp lautet: Versuche nicht zu sparen, sondern mehr Umsatz zu generieren. Sobald man merkt, das Geld wird knapp, bitte nicht Teammitglieder kündigen, sondern nach Lösungen suchen, die für mehr Umsatz sorgen. Denn das finale Ziel sollte immer sein: Einer für alle und alle für einen!

Bildquelle PULS 4 Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Arkadi Jeghiazaryan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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