Alpen Sepp Alpenkäse aus dem Bregenzerwald

Alpen Sepp: hochwertiger Heumilch Alpenkäse aus Österreich direkt vom Käsekeller zum Kunden

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Alpen Sepp doch kurz vor!
Die Idee vom Projekt Alpen Sepp ist es, unsere hochwertigen Heumilch Alpenkäsesorten aus dem Bregenzerwald direkt aus dem Käsekeller heraus an Endkunden zu vermarkten.
Wichtig dabei ist es, dass der Konsument immer genau weiß, was er isst und woher das Lebensmittel stammt. Wir stellen die Sennerei und die Käsesorten ganz genau vor.
Zusätzliche Annahme: Die zunehmenden Lebensmittelskandale sind für Endkunden immer mehr ein Grund, sich nach alternativen umzusehen. Wer will denn nicht für sich und seine Kinder ein gutes Lebensmittel als Nahrung einsetzen?

Wie ist die Idee zu Alpen Sepp entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee stammt ursprünglich aus der Begleitung eines Gebirgsjägers mit nachfolgender Diskussion mit einem Sennen auf der Sennalpe auf 1700m Höhe. Die zentrale Frage war, wie funktioniert die Vermarktung der Käse im Bregenzerwald und was bleibt dir als Senner?
Die nachfolgende Marktnalyse in Hamburg, Berlin, Wien usw. zeigte eine komplette Markenverwässerung durch die lange Wertschöpfungskette bei Käsehändlern. Was bedeutet schon Bergkäse aus Österreich wenn man die riesen Unterschiede bei den Herstellern betrachtet?
Gründerteam war einfach: Ich, mein Bruder Dietmar Hohn und ein erster Sennereipartner, der den Käsezuschnitt übernimmt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Finanzieren muss man sich heutzutage selber. In unserem Fall war das eine Reduzierung des Hauptberufs, eine Reduzierung von Freizeit und eine massive Erhöhung des Arbeitseinsatzes für das Projekt Alpen Sepp. Zudem musste einiges Investiert werden in Lizenzen, Software und Hardware und Server. Das muss man aus eigener Tasche finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von Alpen Sepp?
Alle Menschen die hochwertigen Hartkäse (Bergkäse, usw.) und Schnittkäse (Blümlekäse, Chilikäse, usw.) lieben. Bei unseren Bregenzerwälder Käsesorten ist das „Reinheitsgebot“ sehr wichtig – wir panschen keinen Käseteig. Einzig die Käserinde wird mit Gewürzen behandelt.

Welche Käsesorten bieten Sie an?
Sennerkäse extra, Wälderkäse, Raclettekäse, Emmentaler, Reibkäse, Mostkäse, Weinkäse, Blümlekäse, Chilikäse, Kräuterkäse, Kürbiskäse, Bärlauchkäse, Rässkäse trocken, Nassgereifter Räßkäse, Bergkäse mild, Bergkäse würzig, Bergkäse alt, Bergkäse spezial, Alpkäse Althornbach
Neu dazugekommen ist aufgrund der vielen Nachfragen Wildwurst aus unserer Alpenwelt:
Landjäger, Kaminwurzen, Pfefferbeißer, Hirschbeißer, Gamswurzen, Bergsalami, Hirschwurst, Wildschweinbeißerle, Hirschlandjäger, Hirschsalami, Rehsalami, Wildschweinsalami, Gamssalami
Dadurch sind wir jetzt in der Lage Alpen Jausenplatten anzubieten.

Wo wird der Käse hergestellt?
In den umliegenden Talschaftssennereien und auf den Sennalpen in den Bergen. Aktuell haben wir Käsesorten von 4 Sennereien im Käsekeller.

Was beinhalten die Abos?
Verschiedene Käsesorten (Zufallsabo) oder mit Käseauswahl 1 oder 2 kg. Dazu neu ist jetzt auch das Abo Käse mit Wurst.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
Wir waren völlig überrascht von den teils sehr langen „Liebesbriefen“ unserer Kunden. Offensichtlich haben wir etwas geschaffen, was viele Kunden schon lange suchten – Authentizität bei Lebensmitteln.

Alpen Sepp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das ist einfach zu beantworten. Das wir inzwischen Bestellungen aus ganz Europa erhalten werden andere Sprachen ein Thema werden. Vielleicht gibt es auch Standorte in anderen Ländern?

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Man muss sich selber 2 Jahre aus Reserven finanzieren können.
• Man muss mit seiner Idee einen Nutzen bei Kunden stiften.
• Man muss sich bedingungslos dem Projekt unterwerfen – sprich nichts anderes machen. Nebenher funktioniert nicht.
• Man muss vieles versuchen und testen ob die Annahmen stimmen – was man zu glauben meint entspricht oft nicht der Realität. Der einzige Sinn eines Businessplans bei einem Online Projekt besteht darin zu sehen, ob man mit den Kosten überleben kann? Mit allem anderen liegt man fast immer daneben.
• Mit anderen Unternehmern reden und mehrere Meinungen abholen – die Bereitschaft dazu ist hoch. Gespräche mit Wirtschaftskammern, Banken, Politikern, Beratungsstellen usw. bringen nichts bei Online Projekten – es ist kein Wissen vorhanden.
• Man muss „Online“ selber verstehen und die Werkzeuge und Mechanismen – das was Agenturen, Vermarkter usw. behaupten zu verstehen ist oft sehr gering ausgeprägt. Ausnahme: Agenturen die selber Online Projekte erfolgreich als Businessmodell betreiben.
• Ein Online Projekt verschlingt viel Zeit und Geld: Einen funktionierendes Online Shop Projekt als Businessmodell für unter 200.000 € gibt es vermutlich nicht. Die Frage ist, wie viel kann man selber machen?
• Man muss im Online genau unterscheiden zwischen Marketing Budget Maßnahmen und Vertriebs Budget Maßnahmen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Stephan Hohn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

X