Als Startup gibt es so viel zu tun und man darf sich nicht verzetteln!

Alex Bächler stellt in der Höhle der Löwen den Prezit – Abfalleimer mit Komprimierfunktion vor

Stellen Sie sich und das Startup prezit doch kurz vor!
Mein Name ist Alex Baechler, ich bin ein 32-jähriger Maschinenbauingenieur aus einem kleinen Ort in den Schweizer Voralpen. Bei meinem Startup handelt es sich um einen neuen Abfalleimer mit Komprimierfunktion.

Wie ist die Idee zu prezit entstanden? Welche Vision steckt dahinter?
Alex Bächler: Ich komme aus einer siebenköpfigen Familie. Unser Abfalleimer war einfach immer voll und wir haben uns fast täglich darüber aufgeregt. Ich habe es immer gehasst, von Hand oder mit dem Fuß den Abfall zu pressen, und viel geholfen hat dies eh nicht. Vor sieben Jahren habe ich mir geschworen, da mal was Schlaues zu erfinden. Ich mußte jedoch vier Jahre auf den Geistesblitz warten.

Die Vision war immer einen revolutionären Abfalleimer zu entwickeln, mit welchem man sich nie mehr über den ständig vollen Abfalleimer aufregen muss.

Wer ist die Zielgruppe von prezit?
Die Hauptzielgruppe sind Familien, umso mehr Leute, desto mehr Abfall und desto größer ist das Presspotenzial.

Wie funktioniert der Abfalleimer?
Alex Bächler: Die Funktion ist ganz einfach. Mit dem kompletten Körpergewicht auf prezit draufstellen und den Abfall zusammenpressen. Durch ein Arretiersystem verbleibt prezit in der gepressten Position stundenlang. Durch die hohe Presskraft und die lange Pressdauer wird der Abfall bleibend kompaktiert.

Daruch kann bis zu dreimal mehr Abfall in einen herkömmlichen 35l Abfallsack gefüllt werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Alex Bächler: Die Höhle der Löwen ist auch in der Schweiz sehr bekannt. Zudem habe ich auch viele Sendungen der amerikanischen Version Shark Tank gesehen. Die Idee war prezit in Serie zu produzieren, ein Jahr lang den Verkauf und das Marketing zu pushen und mich dann zu bewerben. Jedoch kam mir die Produktion der Höhle der Löwen zuvor und hat mich bereits circa zwei Monate nach der Firmengründung eingeladen mich zu bewerben. Man weiß ja nicht ob man im nächsten Jahr auch noch auftreten könnte, deshalb habe ich die Chance direkt gepackt und zugesagt.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Alex Bächler: Die Vorbereitung war suboptimal. Circa zwei Wochen vor der Aufzeichnung wurde ich kontaktiert. Anschließend habe ich einen Pitch geschrieben, der dann mit der Crew der „Höhle der Löwen“ noch ein bisschen feingetuned wurde. Da noch nicht sicher war, ob ich effektiv ausgewählt werde, habe ich mich sonst nicht sehr stark vorbereitet. Die effektive Zusage kam dann am Freitagmittag und vier Tage später, nämlich am Dienstag, war dann auch schon die Aufzeichnung.

Ich hatte also gerade mal das Wochenende Zeit, mich für den Pitch vorzubereiten, die Requisiten zu organisieren, mich über die Löwen schlau zu machen und nach Köln zu reisen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Es ist für mich natürlich eine sehr große Ehre in der Höhle der Löwen auftreten zu können. Durch die Anfrage wurde mir bewusst, dass mein Produkt auch über die Schweizer Grenzen hinausgehen könnte. Durch die Ausstrahlung verspreche ich mir nicht zu viel, ich freue mich einfach drauf zu sehen was effektiv passiert und hoffe natürlich schon, dass prezit auch in Deutschland gut ankommt.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf  prezit aufmerksam werden?
Alex Bächler: Als eigenfinanziertes Einmann-Startup ist dieser Auftritt natürlich extrem viel Wert.

Der Marketingeffekt ist riesig und ich freue mich sehr auf die mediale Aufmerksamkeit.

Ziel der Sendung Die Höhle der Löwen ist es, dass ein Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Alex Bächler: Ich habe mich während dem Wochenende vor der Aufzeichnung so gut es geht mit den Löwen auseinandergesetzt. Mein Wunschkandidat ist ganz klar Ralf Dümmel. Seine Firma mit den vielen Mitarbeitern und seine Expertise im Vertrieb wären für die Zukunft von prezit sehr vielversprechend.

prezit, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich bin überzeugt, dass prezit der beste Abfalleimer ist, denn es gibt. Aus diesem Grunde hoffe ich, dass prezit in fünf Jahren zum meistverkauften Abfalleimer in der Schweiz wird. Schön wäre natürlich, wenn prezit auch international Fuß fassen könnte.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Genügend Zeit einplanen. Oft dauert alles viel länger als geplant/gehofft. Sich die Frage stellen, was ist denn wenn es eben effektiv doppelt so lange dauert bis zum Markteintritt/Auslieferung etc.

2. Finanzierung sicherstellen. Sich gut überlegen wie alles finanziert werden soll. Auch hier damit rechnen, dass das Geld eben nicht nur für das erste Jahr sondern vielleicht auch noch fürs zweite Jahr reichen muss.

3. Als Startup gibt es so viel zu tun und man darf sich nicht verzetteln. Ich denke, es ist sehr wichtig gut zu priorisieren und immer das zu machen, was aktuell am wichtigsten ist.

Bild © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Sehen Sie prezit am 06. November in #DHDL

Wir bedanken uns bei Alex Bächler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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