Aimie-Sarah Carstensen: Hab Durchhaltevermögen und scheue Dich nicht vor Veränderung

Aimie-Sarah Carstensen Gründerin von FIELFALT wird auf der herCAREER ihre Erfahrungen und Wissen weitergeben

„Auch ohne Programmierkenntnisse eine Webplattform aufbauen – Was es bei der Ansprache eines externen Dienstleisters zu beachten gilt. Ein Leitfaden“

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Aimie-Sarah Carstensen: Innerhalb der letzten 3 Jahre habe ich bei Bertelsmann die Chance gehabt ein kleines „Unternehmen“ im Unternehmen aufzubauen. Meine Erfahrungen als Mitte Zwanzigjährige und als weibliche Führungskraft von einem ca. 20-köpfigen Team im Großkonzern wollte ich allerdings nicht für mich behalten, sondern mit anderen teilen. Deshalb habe ich nebenberuflich FIELFALT gegründet. FIELFALT war ursprünglich mein persönlicher Blog, den ich im vergangenen Jahr gemeinsam mit Kira Siefert zu einer ganzheitlichen Plattform und Community für FemaleEmpowerment ausgebaut habe.
Vor kurzem habe ich mich dazu entschieden,das Angestelltendasein zu verlassen, um Vollzeit-Unternehmerin zu sein. Neben FIELFALT habe ich gemeinsam mit David Neisinger ArtNight gegründet. ArtNight ist eine neue Form der Abendunterhaltung in Deutschland, bei der Gäste unter Anleitung eines lokalen Künstlers Ihr eigenes Kunstwerk in angesagten Bars & Restaurants schaffen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Aimie-Sarah Carstensen: Ich bin leidenschaftlich gern Unternehmerin, habe aber trotzdemjedochin den letzten Jahren eine Konzernkarriere angestrebt. Durch die positive Resonanz auf FIELFALT war es für mich ein sinnvoller Schritt, nebenberuflich ein Unternehmen zu gründen und größer zu denken. Das war schlussendlich auch mein persönlicher Anstoß Vollzeit-Unternehmerin zu werden. FIELFALT hat mich inspiriert, selbst größer zu denken und ArtNight zu gründen.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Aimie-Sarah Carstensen: Es gibt täglich immer wieder neue Herausforderungen. Meine persönlich größteHerausforderung ist es, geduldig zu sein und zwar jeden Tag aufs Neue!

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Aimie-Sarah Carstensen: Klar! Ich würde bei den meisten Ideen sogar dazu raten. Sobald man auf dem Markt ist und aktiv Kundenfeedback bekommt, schafft man es seinekann man seine Idee tagtäglich zu noch besser optimieren und weiterzuentwickeln.direkt am Kunden weiterentwickeln.

Aus Ihrer Sicht, warum gibt es so wenig Gründerinnen?
Aimie-Sarah Carstensen: Es gibt viele Gründe, die Frauen nachgesagt werden: „nicht so risikoaffin“, „mangelndes Selbstbewusstsein“ oder „fehlender Mut“. Viele dieser Gründe haben nichts mit der Qualifikation, sondern mit der inneren Einstellung zu tun und diese kann man ändern (wenn man das möchte). In Deutschland gibt es viele inspirierende und erfolgreiche Unternehmerinnen, mit denen man sich austauschen kann und die einem wiederum Mut machen, den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. Mein innerer Antrieb mutig zu sein und einige Vorbild-Gründerinnen haben mir persönlich bei diesem Schritt sehr geholfen.

Zu welchem Thema werden Sie ihr Wissen und ihre Erfahrung auf der herCAREER weitergeben?
Aimie-Sarah Carstensen: Ich werde mein Wissen weitergeben, wie man mit wenig bzw. keinen Programmierkenntnissen eine Webplattform aufbauen kann. Einerseits geht es darum, bestehende Lösungen sinnvoll zu nutzen (man muss die Welt nicht immer neu erfinden) und andererseits geht es darum, wie man als Product-Owner bzw. Gründer bestmöglich mit Agenturen zusammenarbeiten kann.

Wie wichtig sind solche Events für Gründerinnen?
Aimie-Sarah Carstensen: Sehr wichtig. Ich glaube nach wie vor ist der Bedarf sehr groß nach Veranstaltungen wie der herCAREER. Es geht darum eine Plattform zum Wissensaustausch zu schaffen, sowie die Vernetzung untereinander anzukurbeln.

Werden Sie auf der herCAREER für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen?
Aimie-Sarah Carstensen: Auf jeden Fall! Auch außerhalb der herCAREER freue ich mich immer wieder über Gespräche oder gemeinsame Mittagessen! Meine Email-Adresse ist im Web leicht zu finden .

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Aimie-Sarah Carstensen: 5 Jahre sind mir immer etwas zu lang. Ich sehe mich in 3 Jahren als erfolgreiche Unternehmerin, die selbst noch immer hoch motiviert ist und andere zu motiviertantreibt, etwas zu wagen. Außerdem lebe ich in einer glücklichen Partnerschaft und erlebe jeden Tag gerne etwas Neues.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
• Sei risikofreudig, sei Dir aber über das Risiko im Klaren
• Hab Durchhaltevermögen und scheue Dich nicht vor Veränderung
• Hab Spaß daran GROß zu Groß zu denken

Wir bedanken uns bei Aimie-Sarah Carstensen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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