Immer wieder in die Position des Kunden versetzen

aifora Plattform für Retail Automation für Händler und Marken

Stellen Sie sich und aifora kurz unseren Lesern vor!

aifora ist ein junges Unternehmen aus Düsseldorf. Mit unserer Retail Automation Plattform befähigen wir Händler und Marken, ihre Preise und Bestände kanalübergreifend zu optimieren und die zugrundeliegenden Prozesse zu automatisieren. Ich, Thomas Jesewski (Co-Founder & CEO von aifora), habe meine Karriere in der Softwareindustrie gestartet und arbeite seit über 20 Jahren in der Retail Branche. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Der Einzelhandel steht in Gefahr und kann nicht mit den großen Online Pureplayern mithalten. Während die Online Händler dank datengetriebener Geschäftsmodelle immer stärker und dominanter werden, fehlt es den klassischen Händlern an Know-How und Tools, um ihre Daten gewinnbringend einzusetzen. Beratung ist hier nicht mehr ausreichend, die Händler brauchen Lösungen. In David Krings (Co-Founder & CTO) habe ich einen Partner gefunden, der umfangreiche Tech- und Data Science Kompetenz besitzt und ebenfalls erfahrener Gründer ist. Mit unserer vereinten Retail- und IT Expertise können wir innovative Lösungen für den Handel entwickeln, damit Händler profitabler arbeiten können.

Welche Vision steckt hinter aifora?

aifora bringt Händler wieder auf Augenhöhe mit Amazon & Co. Mit unserer Data Sharing Plattform und KI-getriebenen Lösungen ermöglichen wir den klassischen Einzelhändler sein Geschäft datengetrieben zu steuern. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eins der größten Herausforderungen war es die richtigen Leute zu finden. Um Young Talents sowie Spezialisten für Data Science und Softwareentwicklung zu gewinnen, müssen wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Eine weitere Herausforderung war es, dass wir dieses Jahr sehr schnell gewachsen sind und die mit dem Wachstum einhergehende Komplexität bewerkstelligen mussten. Finanziert haben wir uns durch Eigenkapital sowie Seed Funding von Capnamic Ventures. 

Wer ist die Zielgruppe von aifora?

Unsere Lösungen richten sich an Händler, unterschiedlichster Größen, aus allen Branchen. Dabei können die Lösungen sowohl von rein stationären, Online Pureplayern oder auch Omni-Channel Händlern benutzt werden. Aktuell wird die Lösung vor allem von Händlern aus dem Fashion & Lifestyle Segment genutzt.

Wie funktioniert aifora? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Einzelhändler teilen ihre Daten auf der aifora Plattform, wo diese mit externen Daten wie Wetter-, Event- und Wettbewerbsdaten angereichert werden. Unsere selbstlernenden Algorithmen analysieren diese Datenmenge, um die zukünftige Kundennachfrage zu prognostizieren. Darauf basierend optimieren und automatisieren wir das Preis- und Bestandsmanagement. Das Ergebnis: eine signifikante Steigerung von Absatz, Umsatz und Ertrag. 

Was unsere Lösung von anderen unterscheidet ist die vollkommene Transparenz über die von der „Maschine“ getroffen Entscheidungen und deren Auswirkung auf zentralen KPIs. Außerdem bieten wir eine schnelle und einfache Integration sowie volle Flexibilität bei der Konfiguration. Mit nur minimalen Ressourcen können unsere Lösungen mit jeglichem Backend System integriert werden. Alle unternehmensspezifischen Geschäftsregeln, Strategien und Prozesse werden bei den Berechnungen berücksichtigt. 

Wie ist das Feedback?

Das Feedback der Kunden ist bisher super. Am Anfang sind manche noch skeptisch, wenn es heißt, dass die künstliche Intelligenz die Preise und Bestände steuern soll. Mit unserem transparenten Web Interface, erhalten die Nutzer jedoch einen genauen Überblick über die Berechnungen und deren Einfluss auf Absatz und Profit. Somit können die Nutzer Vertrauen in der Lösung aufbauen und den Automatisierungsgrad kontinuierlich steigern.  Außerdem lassen wir unsere Kunden nie allein mit der Lösung. Jeder Kunde bekommt einen dedizierten Customer Success Manager an die Hand, der die erfolgreiche Nutzung der Lösung sicherstellt.

Aifora, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Erstmal arbeiten wir sehr stark an der Produktentwicklung, um neue Lösungen auf den Markt zu bringen und die bestehende kontinuierlich zu erweitern und optimieren. Hier folgen wir einem kundenzentrischen Ansatz und richten die Produktentwicklung nach dem Kundenfeedback. In den nächsten fünf Jahren werden wir außerdem die internationale Expansion vorantreiben, erstmal in Europa und dann in Nordamerika und Asien. Dafür werden wir das Team stark ausbauen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, “start with the right things before doing the things right”. Oder anders gesagt: Effektivität vor Effizienz. Gerade am Anfang ist es wichtig erstmal an den richtigen und wichtigen Dingen zu arbeiten und sich nicht zu verzetteln, später sollte man dann nach Optimierungspotentialen suchen. 

Zweitens, „Produkt, Produkt, Produkt“. Am Anfang muss die Produktentwicklung im Fokus stehen. Dabei gilt: lieber ein simples aber zu 100% funktionsfähiges Produkt, als ein Produkt mit super vielen Features, die aber nicht richtig funktionieren. Das Produkt muss stabil und skalierbar sein.

Und last but not least: man muss sich immer wieder in die Position des Kunden versetzen. Von der Produktentwicklung über Sales bis hin zum Support, es muss alles kundenzentrisch gedacht sein. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Jesewski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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