Nothing is harder than starting!

aid2people: Plattform für soziales Engagement

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen A2P doch kurz unseren Lesern vor!
aid2people ist die neue Plattform für soziales Engagement. Sie vereint Menschen, die helfen möchten, mit denen, die Hilfe benötigen. Viele Menschen, mit denen es das Leben gut gemeint hat, möchten gerne abgeben, sei es in Form von aktiver Hilfe für soziale Projekte oder über Geldspenden. Dies beobachtet man auch immer stärker auf Seiten von Unternehmen. Es gibt etliche Vereine, die diese Hilfe sehr gut gebrauchen können. aid2people bringt all diese Menschen zusammen und schafft eine aktive Community. Das gemeinsame soziale Engagement verbindet und macht Spaß.
Ich, Reinhard Löchner, habe gemeinsam mit meinem Partner, Hermann Paar, am 1. März 2017 die Aid-to-People GmbH gegründet. Als CEO treibe ich u.a. die strategische Ausrichtung des Unternehmens stetig voran, während Hermann Paar als COO das operative Geschäft leitet.

Wie ist die Idee zu A2P entstanden?
Als Vater von vier Kindern bin ich in den vergangenen Jahren immer wieder mit Fördervereinen in Kontakt gekommen. Mir fiel auf, dass diese Vereine immer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten: Sowohl die Akquise neuer Mitglieder als auch das Ermöglichen neuer Anschaffungen war mühselige Arbeit. Der Organisationsaufwand war groß, die Beschaffung der finanziellen Mittel aufwendig und das Ausstellen der Spendenquittungen für alle Spender eine abendfüllende Arbeit.

Die Digitalisierung, die uns allen in der Arbeitswelt begegnet, hat leider vor den Türen der kleinen Vereine Halt gemacht. Die großen, international operierenden Hilfsorganisationen verfügen über Millionen von Spendengeldern und können sich daher eine kostenaufwendige Administration, einen hochmodernen Internetauftritt und aufmerksamkeitsstarke Werbekampagnen leisten.

Ich habe mir immer gewünscht, dass auch die kleineren Vereine durch eine moderne Internetplattform von den mühseligen Verwaltungsarbeiten erlöst werden und mehr Aufmerksamkeit erlangen. Häufig bekamen die Eltern der Schüler oder der ehemaligen Schüler von den Projekten, für die auf Seiten des Fördervereins dringend Geld benötigt wurde, gar nichts mit. Auch kleine Hilfsprojekte verdienen die Aufmerksamkeit einer größeren Öffentlichkeit, da hier mit sehr viel Herzblut ehrenamtlich soziales Engagement geleistet wird.

Der zweite Anstoß kam, als ich vor zwei Jahren meine Geburtstagsfeier ausrichtete. Meine Gäste bat ich hierbei, an Stelle von Geschenken ein gemeinsames Spendenprojekt zu unterstützen. Sowohl die Recherche nach einem hilfebedürftigen regionalen Verein oder sozialen Projekt als auch der Prozess des gemeinsamen Spendens stellte sich hierbei als aufwändiger heraus, als ich es vermutet hatte.

Hierbei kam mir der Gedanke „es müsste eine Plattform geben, die diese Features vereint“: Jedermann sollte seine Veranstaltung kinderleicht zu einem Charity-Event machen können. Dabei sollte es möglich sein, die Arbeit eines kleineren, regionalen Vereins unterstützen zu können, ohne diesen mit zusätzlicher Arbeit durch die Ausstellung von Spendenquittungen zu belasten.

Mein jetziger Partner Hermann Paar hatte parallel die gleiche Idee. Also taten wir uns zusammen. Er brachte das Wissen mit, um so eine Plattform zu programmieren und ich das Business-Know-how, um unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Was dabei herauskam, trägt heute den Namen aid2people.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Nach langen Brainstorming Sitzungen und vielen Gesprächen im Bekannten und Freundeskreis kristallisierte sich die Idee der Social Media Plattform für den sozialen Bereich mit einer wirkungsvollen Kampagnenlösung heraus. Wir haben dann die ersten Benutzeroberflächen selbst entworfen und sind damit zu verschiedenen Internetagenturen gegangen. Entschieden haben wir uns für Railslove, die dann eine Betaversion in Ruby on Rails programmiert haben.

Wie bei jeder Plattform besteht die große Herausforderung zunächst darin, wo und wie finde ich die ersten Nutzer. Hier haben wir zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis geworben und mit Praktikanten viele Vereine angerufen. Da manche Vereine nicht gerade schnell und flexibel in ihrem Entscheidungsprozess sind, dauert es mitunter etwas länger. Bisher haben wir die gesamte Entwicklung aus eigener Tasche bezahlt. Die nächste große Herausforderung wird es sein, Investoren für unser Social Impact Investment zu finden.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Hermann Paar und ich haben uns im Oktober 2016 zum ersten Mal getroffen, um uns über die gemeinsame Idee einer Plattform für soziales Engagement auszutauschen. Nach der Unternehmensgründung wurde die Internet Agentur Railslove mit der Programmierung beauftragt. Die ersten Entwürfe und die Umsetzung unserer Ideen in ein Produkt haben mich total begeistert.

Am 7. Juni 2017 wurde der Aid to People e.V. von 14 begeisterten Menschen gegründet. Ich bin dem Vorstand und allen Mitgliedern überaus dankbar, dass dieses Projekt eines gemeinnützigen Spendensammelvereins gemeinsam gestartet werden konnte. Am 4. September 2017 ging die Betaversion der Plattform online und Ende Oktober 2017 hatten wir die ersten 100 Likes auf unserer Facebook Seite. Die neuen Büroräume in der Grafenberger Allee 235 in Düsseldorf konnten im Dezember 2017 bezogen werden.

Es war bis jetzt eine aufregende und ergiebige Zeit, weil alle tatkräftig und engagiert am Entstehen der Charity-Plattform mitgewirkt haben. Von Freunden, Bekannten, Nutzern, Vereinen und Unternehmen haben wir viel positives Feedback erhalten, was uns bestärkt hat, dass wir gemeinsam etwas Großartiges geschaffen haben.

Wer ist die Zielgruppe von A2P?
Die Plattform spricht Privatpersonen, Vereine, Stiftungen und Unternehmen gleichermaßen an.
Um alle Zielgruppen zu erreichen, sind unsere Marketing- und Vertriebsaktivitäten an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzergruppen angepasst.

Wie funktioniert A2P?
Nach einer einfachen und schnellen Registrierung bieten sich den verschiedenen Nutzergruppen unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Vereine können beispielsweise Hilfsprojekte einstellen, Ehrenamtler suchen und Projekte verwalten.

Privatpersonen können Einzelspenden machen oder gemeinsam in Form einer Gruppenspende spenden. Zusätzlich können sie in ihrem Profilbereich eigene Gruppenspenden erstellen, Freunde & Bekannte zum Mitmachen via Social-Media, per E-Mail oder WhatsApp einladen, anderen Nutzern folgen und die Fortschritte der einzelnen Hilfsprojekte miterleben. Sofern Spendenquittungen benötigt werden, lassen sich diese einfach und bequem als PDF-Dokument herunterladen.
Unternehmen können ebenfalls spenden und sich somit für Hilfsprojekte Ihrer Wahl engagieren. Die benötigten Spendenquittungen können Sie ebenfalls völlig unkompliziert mit einem Klick herunterladen.

Welche Vorteile haben User und wo liegen die Vorteile bei A2P zu anderen Anbietern?
Unser Slogan lautet: Einfach, sicher, transparent. Dahinter steht eine Reihe von Vorteilen für den guten Zweck: Alle Hilfsprojekte werden in 12 Bereiche wie z.B. Kinderhilfe, Seniorenhilfe oder Flüchtlingshilfe übersichtlich zusammengefasst, so dass ein passendes Projekt leicht gefunden und ausgewählt werden kann. Die Projekte werden sowohl von örtlichen Vereinen als auch von international tätigen Hilfsorganisation eingestellt, wodurch regional und in der ganzen Welt Gutes bewirkt werden kann.

Auf aid2people treffen Menschen, die ein Ehrenamt suchen, auf ein großes Angebot an Möglichkeiten für eine sinnvolle Tätigkeit. Wir bieten den Vereinen und Hilfsorganisationen eine breite Öffentlichkeit, um für ihre Projekte zu werben. Auch der lokale Spendenaufruf wird von der Community wahrgenommen und kann per Klick über andere soziale Medien verbreitet werden. Eine breite Wahrnehmung führt zu mehr Spenden und einer hohen Realisierungswahrscheinlichkeit.

Spenden sind bereits ab 1 Euro möglich. Keiner, der Gutes tun kann und möchte, wird ausgeschlossen. Auch viele kleine Beträge bewegen in unserer Community Großes.

Das Spenden kann mit den gängigen Bezahl-Systemen wie der klassischen Banküberweisung, der Kreditkartenzahlung oder ganz modern über PayPal erfolgen. Die durchschnittlichen Transaktionskosten in Höhe von ca. 2,5 % übernehmen wir. So kommen 100 % der Spendenbeträge auch tatsächlich bei den Hilfsprojekten bzw. bei den Vereinen an. Es fallen keine Kosten für Spender, Vereine oder gemeinnützige Organisationen an. Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und Sponsoren. aid2people übernimmt die komplette Abwicklung sowie die Erstellung der Spendenquittungen völlig kostenlos für die Vereine.

Jeder Spender erhält mit seiner ersten Spende als Belohnung für sein entgegengebrachtes Vertrauen zwei Starter-Gutscheine in Höhe von 5 Euro. Einen Gutschein kann er für ein Hilfsprojekt seiner Wahl einsetzen, den zweiten kann er einem Freund als Empfehlung einfach online weiterleiten. Somit erreichen wir eine schnelle Verbreitung unserer guten Idee. Diese Spendengutscheine werden von Unternehmen oder unseren Sponsoring-Partnern finanziert. So schaffen wir eine lebendige Community.

Ist eine Premium Partnerschaft für Unternehmen geplant?
Es ist ebenfalls eine Premium Partnerschaft für Unternehmen und Stiftungen geplant. Der monatliche Tarif beläuft sich auf 49,00 € und beinhaltet den Zugriff auf wichtige Funktionen wie beispielsweise Statistiken, unbegrenzte aktive Gruppenspenden und Spendengutscheine für CSR-Aktionen.

In welchen Ländern ist das Angebot von A2P verfügbar?
Aktuell ist die Plattform ausschließlich in Deutschland aktiv, aber langfristig planen wir einen Roll-out in weitere europäische Länder.

A2P, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mein beruflicher Background reicht von operativen Tätigkeiten im Maschinenbau über Konzernerfahrungen hin zum eigenen Venture Capital bzw. Private Capital Fund.

Mit aid2people habe ich nun ein Herzens-Projekt, in das ich all mein Wissen, meine Erfahrungen und mein Engagement einbringen kann. Unser Ziel ist es, aid2people zu einer bekannten Plattform für soziales Engagement in Deutschland, vielleicht auch in Europa zu machen. Hierfür benötigen wir, wie alle jungen Startups, Wachstumskapital. Derzeit überarbeiten wir den Businessplan und erstellen eine Investoren Präsentation.

Wir werden uns dann an Investoren wenden, die mit ihrem Engagement nicht nur an einem Wachstumsunternehmen beteiligt sein möchten, sondern zusätzlich auch sozial etwas bewegen wollen. Wir freuen uns natürlich sehr über jeden Social Impact Investor, der sich bei uns meldet.

Ob uns unsere Vision gelingt, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist klar: Jeder Schritt in diese Richtung bewirkt etwas Wunderbares. Denn jedes Projekt, das durch uns verwirklicht werden kann, hilft Menschen bei ihren täglichen Nöten und macht sie hoffentlich ein bisschen glücklicher. Für das Glück unserer Mitmenschen und für das eigene Glück lohnt es sich, alles zu geben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nothing is harder than starting – gründe nur, wenn Du, Deine Mitgründer und einige zukünftige Kunden von der Geschäftsidee wirklich überzeugt sind und die Geschäftsidee echten Nutzen generiert. Brennt Ihr für eure Idee? Wenn nein, lass die Finger davon.

Schau Dir den Wettbewerb vorher genau an. Studiere alle Webseiten und nutze Wettbewerbsprodukte. Schau Dir die Markteintrittsbarrieren genau an, ist der USP Deines Produktes gegen große internationale Marktplayer dauerhaft zu verteidigen?

Kannst Du die ersten Schritte finanzieren, kennst Du Business Angel die Dich unterstützen. Scheue Dich nicht potentielle Kapitalgeber anzusprechen. Wenn Punkt 1 und 2 erfüllt sind, wirst du eine Finanzierung finden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns beiReinhard Löchner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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