Dienstag, September 27, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Agrimand unabhängiger, neutraler und digitaler Ausschreibungsservice für die Agrarbranche

Stellen Sie sich und das Startup Agrimand kurz unseren Lesern vor!

Agrimand ist der erste unabhängige, neutrale und digitale Ausschreibungsservice für die Agrarbranche. Hier entscheidet nicht das Angebot – sondern die Nachfrage. Unsere Mission ist es den Agrarmarkt mehr Transparenz und Berechenbarkeit zu geben. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, stellen wir der deutschen Agrarbranche das erste überregionale und kostenlose Agrar – Preisbarometer. Hier können Landwirte tagesaktuell und anonym Ihre Einkaufspreise mit Kollegen in ganz Deutschland vergleichen.

Dieser Service ist einmalig und wurde in dieser Qualität noch nie umgesetzt. In der zweiten Ausbaustufe werden wir den ersten digitalen Agrar Ausschreibungsservice anbieten. Hier können professionelle Landwirte Ihren Bedarf an Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz ausschreiben und Ihre hochwertigen Erzeugnisse (Getreide und Ölsaaten) überregional Vermarkten. Wir selbst sind kein Händler und werden auch nicht in das Geschäft direkt einsteigen. Unser Geschäft ist es, dass wird einen neutralen und unabhängigen Agrar Marktplatz zur Verfügung stellen. Die Abrechnung erfolgt zwischen den beiden Vertragsparteien. Wir sind eine Mischung aus myHammer und Check24.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir, das sind Lars Lehmann und Jens Schmidt. Als Branchenkenner verfügen wir über langjährige Erfahrung im Agrarbereich. Lars ist seines Zeichens Landwirtssohn aus Brandenburg – damit liegt ihm die Landwirtschaft im Blut. Dank unterschiedlicher Erfahrungen in allen Handelsstufen des Agrarhandels und bei namhaften Unternehmen wie Syngenta und Verbio ist Lars unser Experte für den Bereich Betriebsmittel. Jens ist unser Mann für die Zahlen, Getreide und Ölsaaten. Branchenübergreifende Erfahrungen sowie eine langjährige Tätigkeit im Agrarbereich bei der Ceravis AG und der Märka GmbH machen Jens zum Fachmann für Wirtschaftsinformatik, Controlling und Organisation.

Aus unserem tiefen Verständnis für die Branche entstand die Idee für Agrimand. Unsere Vision dabei: Den Landwirt und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Das Start-Up Agrimand war für uns als Kenner der Agrarbranche der nächste logische Schritt hin zu einer vernetzten Landwirtschaft – und zwar nicht nur auf Maschinen- und Betriebsebene, sondern auch beim Einkauf und Verkauf von Betriebsmitteln. Unser Konzept beruht dabei vor allem auf unserer langjährigen Erfahrung. 

Welche Vision steckt hinter Agrimand?

Digitaler Agrarhandel – das ist es, was wir als Agrimand erreichen wollen. Wir bieten Landwirten, Händlern und Verarbeitern den ersten unabhängigen, neutralen und digitalen Ausschreibungsservice. Als Branchenkenner war uns der Wandel des Agrarhandels schon lange bewusst. Hatten Landwirte früher nur ein bis zwei regionale Verhandlungspartner bei denen es oftmals nach dem Prinzip: „Beziehung baut vor Preis“ ging, hat sich dieses Bild mit den Jahren geändert. Mussten früher noch Angebote direkt händisch verglichen werden, ist die neue Generation auf den Höfen mit Portalen wie Check24, Amazon oder Ebay aufgewachsen. Transparente und vergleichbare Preise sind heute wichtiger denn je. Landwirte wollen unabhängig sein. Dennoch gibt es hier bislang kaum digitale Möglichkeiten, Preise zu vergleichen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Um unsere Neutralität und Unabhängigkeit zu sichern, ist es uns zudem sehr wichtig, dass wir nicht Investoren-finanziert sind. Unser einziger externer Investor: der Europäische Fonds für regionale Entwicklung. Unser disruptives Konzept überzeugte die Experten der Investitionslandesbank Brandenburg. So sind wir Teil des EU-Programms „Gründung innovativ“ – was uns einen Unternehmensstart ohne externe Investoren ermöglicht hat.

Die Hürden dieser Finanzspritze sind hoch. Hier müssen ambitionierte Ziele umgesetzt werden und viel bürokratischer Aufwand betrieben werden. Wir hoffen sehr, dass wir mit unserer Strategie den richtigen Weg gehen und Landwirte es schätzen, das wir uns für einen gemeinsamen Weg mit der Landwirtschaft entschieden haben.

Wer ist die Zielgruppe von Agrimand?

Unsere Zielgruppe ist eines der wichtigsten Branchen in Deutschland. – die Agrarbranche. Landwirtschaft ist die Schlüsselbranche für die Deutsche Wirtschaft. Auf weit über 30% Fläche in Deutschland wird Landwirtschaft betrieben. Es wird Ware im Wert von über 50 Milliarden Euro produziert. Jeder 9. Arbeitsplatz steht mit dem Agribusiness in Verbindung. Das ist unsere Zielgruppe.

Wie funktioniert Agrimand? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Agrimand ist in der Grundfunktion ein intelligenter Ausschreibungsservice für die Agrarbranche. In unserer Datenbank sind ca. 85% aller in Deutschland gehandelten Pflanzenschutzmittel, Saatgutsorten und Düngemittel erfasst und verifiziert. Damit sparen wir unseren Nutzern viel Recherchearbeit. Unser Service macht das Anlegen von professionellen Ausschreibungen zum Kinderspiel. Alle wichtigen Daten und Funktionen lernt das System selbstständig. Die Nutzung ist intuitiv. Unser klarer Vorteil liegt darin, dass wir den gesamten Agrarmarkt in einer Applikation bündeln werden. Sämtliche Nutzer werden durch Agrimand verifiziert. Der größte Unterschied zu anderen Anbietern? 

Wie ist das Feedback?

Wir haben die ersten Gespräche mit strategischen Partnern geführt. Bis jetzt erhielten wir fast immer positives Feedback. Einige Händler befürchten, dass wir zu einen späteren Zeitpunkt selbst in das Geschäft einsteigen und als Verrechnungspartner auftreten werden. Das ist aber nicht unser Geschäftsmodell.  

Agrimand, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel für die nächsten 5 Jahre ist es, dass wir uns im deutschsprachigen Sektor vollständig etablieren. Danach wollen wir unser Geschäft in andere Destinationen skalieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Bleibt Euch selbst treu
  2. Lernt aus Niederlagen (die wird es definitiv geben)
  3. Wenn Ihr eine Idee habt – glaubt dran und setzt sie um!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lars Lehmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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