Überlegt Euch genau, was Ihr wollt und vor allem: Was Eure Kunden wollen!

Agile Kitchen Workshops für Einsteiger sowie für Scrum Master und Product Owner

Stellen Sie sich und das Startup Agile Kitchen kurz unseren Lesern vor!

Der Grundgedanke der Agile Kitchen ist, dass die Teilnehmer agile Arbeitsweisen beim Kochen im Team selbst anwenden. Dadurch erlernen und verstehen sie die Methodik besonders effizient und sammeln eigene Erfahrungen. So wird im Prozessablauf sichtbar, welche Vorteile Agilität bietet und wie schnell sich ein neues Produkt zielgerichtet entwickeln und optimieren lässt.

Unter der Anleitung erfahrener Agile Coaches und professioneller Köche lernen die Teilnehmer in mehreren Sprints zielgruppenspezifische Rollen, Tools und Prozesse der Scrum-Methodik kennen. Gemeinsam diskutieren und adaptieren sie ihre Erfahrungen für den eigenen Arbeitsalltag und tragen die Agilität weiter ins Unternehmen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Agile Kitchen entstand 2018 im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals als gemeinsamer Workshop von Experten der digitalen Transformationsberatung onestoptransformation, der Kommunikationsagentur Kaltwasser Kommunikation und der agil arbeitenden Kochschule cookionista. Zu diesem Zeitpunkt war das Veranstaltungskonzept bereits so ausgereift, dass wir noch vor der Pilotveranstaltung die ersten Buchungsanfragen hatten – da mussten wir einfach mehr draus machen.

Also haben wir den Workshop iterativ weiterentwickelt und ständig mit dem Kundenfeedback validiert: von internationalen Großkonzernen, über den deutschen Mittelstand bis hin zu Bundestagsfraktionen politischer Parteien. Aus diesem breiten Erfahrungsschatz haben wir schließlich ein umfassendes Schulungskonzept für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt und im Frühjahr 2019 die Agile Kitchen GmbH gegründet.

Welche Vision steckt hinter Agile Kitchen?

Die Grundidee war ganz einfach: Jeder redet über Agilität, aber die wenigsten wissen eigentlich, wofür sich agiles Arbeiten eignet und was genau hinter der Methodik steckt. In der Agile Kitchen erlebt man genau das – und vergisst es dann auch nicht mehr. Damit heben wir den „Learning by Doing“-Ansatz auf die nächste Ebene: Die Agile Kitchen ist „Lernen durch Erleben“.

Und das Beste: Es macht auch noch Spaß!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Durch die frühen Aufträge namhafter Kunden waren wir in der komfortablen Situation, dass wir kein Startkapital auftreiben mussten. Das Geschäftsmodell hat sich praktisch von Beginn an selbst getragen. Der Rest ist in Eigenleistung auf Basis unserer individuellen Expertise und Kompetenzen entstanden. Kurz gesagt: Aufgrund unserer besonderen Konstellation war alles da, wir mussten es nur zusammensetzen.

Die größte Herausforderung war dann tatsächlich, den Workshop soweit zu schleifen, dass er den Kundenbedürfnissen vollständig gerecht wird. Insbesondere waren wir in jedem Workshop mit unterschiedlichen Teilnehmern konfrontiert, mit unterschiedlichen Wissenständen und Zielsetzungen. Vom völlig ahnungslosen Einsteiger, über ausgebildete Scrum Master und Product Owner bis hin zu Teams, die schon seit Jahren agil zusammen arbeiten. Also haben wir uns entschlossen, das Schulungskonzept modular aufzusetzen: mit passgenauen Formaten für die verschiedenen Zielgruppen und strategischen inhaltlichen Komponenten. Jetzt findet vom Teammitglied bis zum Manager jeder ein passendes Agile Kitchen-Format. Je nach Wunsch als Einzelmodul oder als durchgängige, transformationsbegleitende End-to-end-Lösung, in deutscher und in englischer Sprache.

Wer ist die Zielgruppe von Agile Kitchen?

Unsere Kursmodule richten sich sowohl an Unternehmen als auch an Einzelpersonen, die sich für agiles Projektmanagement interessieren – oder die es bereits anwenden und sich bzw. ihre Mitarbeiter schulen oder weiterbilden wollen. Die Workshops sind also nicht nur für Scrum Master und Product Owner interessant, sondern ganz besonders auch für zukünftige Teammitglieder sowie für Führungskräfte, die Agilität in ihrem Unternehmen implementieren wollen.

Wie funktioniert Agile Kitchen? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der große Vorteil der Agile Kitchen ist, dass die Teilnehmer eigene Erfahrungen sammeln und die Effekte agiler Arbeitsmethoden unmittelbar erleben. Deshalb gibt es bei uns keine langweiligen Powerpoint-Schlachten – die Agile Kitchen ist 100% hands-on. Wenn hier jemand auf die Uhr schaut, dann nicht, weil er auf die Pause wartet, sondern weil er wissen will, ob seine Nudeln im aktuellen Sprint noch fertig werden.

Zudem verrät das ungezwungene und natürliche Setting – in Verbindung mit Timeboxing, Planning- und Reviewphasen – einiges über Persönlichkeitsstrukturen und Teamdynamik. Die Teilnehmer lernen so, die eigenen Potentiale sowie die Ressourcen und Fähigkeiten ihres Teams optimal zu nutzen. Von Sprint zu Sprint gelingt dies immer besser, so dass am Ende jedes Durchgangs ein gemeinsamer Team- und Lernerfolg steht.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback auf die verschiedenen Agile Kitchen-Module ist bislang ausschließlich positiv. Dennoch arbeiten wir natürlich ständig an Verbesserungen, holen aktiv Rückmeldungen unserer Teilnehmer ein und greifen weiterhin dankbar die Anregungen unserer Kunden auf. Es gibt immer etwas zu lernen – auch das zeichnet Agilität aus.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Schon heute sind wir in der Lage, die Agile Kitchen praktisch überall und jederzeit anzubieten, deutschlandweit und darüber hinaus. Dank unserer mobilen Küche brauchen wir dafür nicht mehr als eine belastbare Stromversorgung. In fünf Jahren findet in Deutschland jeden Tag eine Agile Kitchen statt und der Roll-out auf den europäischen Markt ist vollzogen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sucht Euch die richtigen Partner. Der Schlüssel liegt in der Teamkonstellation!

Überlegt Euch genau, was Ihr wollt und vor allem: Was Eure Kunden wollen!

Keine Angst: Machen, Ausprobieren, Validieren, Verbessern!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X