Play it smart, not hard

Adfluencer: Agentur, die Werbetreibende mit bekannten deutschen Youtubern & Instagram Influencern verbindet

Stellen Sie sich und das Startup XENOconcept doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Maximilian Wellner, ich bin 21 und komme aus Nürnberg. XENOconcept, meine Firma, hatte ich vor gerade mal einem Jahr als kleines Start-Up gegründet, neben meinem Informatik Studium damals. Ich wollte schon immer etwas eigenes aufbauen und niemals für jemand anderen arbeiten. Angefangen hat es damals damit, dass ich SEO-Services und andere Internet-Marketing Dienstleistungen für Unternehmen angeboten habe, zuerst auf Plattformen wie eBay, dann auf eigenen Websites.

Mittlerweile arbeiten wir an diversen Projekten und eigenen Marken, z.B einer Webagentur, einer SEO Agentur und vielen eigenständigen Themenwebseiten und Online Shops. All diese Projekten haben sich in diesem einen Jahr entwickelt und das Geschäft läuft gut, die XENOconcept UG hat bis heute mit mehr als 4000 Kunden weltweit gearbeitet. Und dabei bin ich im Prinzip immer noch eine Art „One Man Show“ , ich arbeite mit Freelancern anstatt mit festangestellten Mitarbeitern.

Wie ist die Idee zu Adfluencer entstanden?
Adfluencer ist eines meiner neuesten Projekte. Es ist eine Agentur, die Werbetreibende mit bekannten deutschen Youtubern & Instagram Influencern verbindet. Ich selbst bin in der Szene aktiv, schon seit ich ein Kind bin. Jeden Tag habe ich damals Let’s Plays von Gronkh und Sarazar angesehen, hatte wirklich viel Zeit auf Youtube verbracht und tue es immer noch. Hobbymäßig betreibe ich auch einen eigenen Youtube Kanal. Das alles hat dazu geführt, dass ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe. „Influencer Marketing“ ist ja sowieso schon ein großer Trend geworden, auch in Deutschland. Immer mehr Unternehmen wollen diese bekannten Internet Stars als Gesichter für Ihre Werbekampagnen, doch sie wissen häufig nicht, wie.

Ich habe einige Kontakte in der deutschen YouTube Szene, also habe ich vor ein paar Monaten einfach eine Agentur für Influencer Marketing gegründet.

Welche Vision steckt hinter Adfluencer?
Adfluencer soll Unternehmen helfen, passende Influencer für Ihre Werbekampagnen zu finden. Schnell und unkompliziert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Adfluencer ist eines von mehreren Projekten meiner Firma. Glücklicherweise musste ich nie einen Kredit oder ähnliches aufnehmen und brauche auch keine Investoren. Meine Firma finanziert sich ihr Wachstum von Anfang an selbst, darauf bin ich schon ein wenig stolz. Das heißt natürlich nicht, dass die Entwicklung der Website adfluencer.de und deren Vermarktung keine große Investition war. Natürlich war es ein Risiko, wie bei allen Projekten muss erst einmal eine Menge Zeit und Geld in eine Sache investiert werden. Ob es sich dann lohnt, zeigt die Zeit.

Die Website ist im Juni fertig geworden, die ersten Monate gab es überhaupt keine Aufträge, was natürlich absehbar war.

Wer ist die Zielgruppe von Adfluencer?
Unternehmen aus dem In- und Ausland, die Ihre Produkte oder Services vermarkten wollen. Vor allem die jüngere Generation kann man durch ihre Internet-Idole bestens erreichen. Wir arbeiten sowohl mit kleinen lokalen Firmen als auch mit Global Playern zusammen. Beispielsweise hatten wir vor kurzem (als einen unserer ersten Aufträge) eine große Kampagne mit einem weltbekannten asiatischen Smartphone Hersteller. Dafür haben wir einen deutschen Gaming YouTuber zu einem Launch Event geschickt, der dort ein neu vorgestelltes Smartphone promotet hat.

Welche Vorteile bietet Adfluencer? Was unterscheidet Sie von anderen Agenturen?
Der größte Vorteil ist, dass wir mit vielen von Deutschlands Top Influencern bestens vernetzt sind. Ich habe persönlich einige Kontakte zur Szene, wodurch es für uns natürlich einfacher ist. Außerdem fokussieren wir uns auf den deutschsprachigen Raum.

Davon profitieren natürlich besonders ausländische Firmen, die einen Partner vor Ort für ihre Kampagnen suchen.

Adfluencer wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen den Markt für Influencer Marketing in Deutschland „revolutionieren“ und es für Firmen so einfach wie möglich machen, eine Kampagne mit Influencern zu starten. Mal ehrlich, wer möchte heutzutage denn noch auf klassische Fernseh- oder Radiowerbung setzen?

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Just do it! Hat man eine Idee für ein Start-Up, sollte man es einfach versuchen. Natürlich kann es sich als Flop herausstellen, dann einfach damit abschließen und was neues probieren. Das Leben ist wie ein Spiel. Play it smart, not hard. Ein StartUp sollte man nicht mit dem primären Ziel gründen, Geld zu verdienen. Hört sich komisch an, ist aber so. Um ein Unternehmen zu gründen, benötigt man enorm viel Zeit, Energie und Hingabe, man darf es nicht als „Arbeit“ sehen, sondern sollte es aus Leidenschaft tun. Zumindest war und ist das bei mir so. Ich habe keine festen Arbeitszeiten, muss flexibel sein und teilweise auch nachts arbeiten. Aber genau das macht mir Spaß.

Ich bin mein eigener Boss und kann selbst entscheiden, was ich machen will und wann ich es machen will. Ja, ich denke ich habe meinen Traumjob gefunden.

Die Webseite von Adfluencer lautet adfluencer.de und die von XENOconcept xenoconcept.com.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maximilian Wellner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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